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18.9.2008 | Von:
Michael Frese

Arbeitslosigkeit: Was wir aus psychologischer Perspektive wissen und was wir tun können - Essay

Die psychosozialen Folgen von Arbeitslosigkeit sind durch die Sozialpsychologie gut erforscht. Dessen ungeachtet finden diese Ergebnisse in der Politik nur geringe Beachtung.

Einleitung

Arbeitslos zu werden, ist für die meisten Menschen eine der einschneidendsten negativen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Folgen für das subjektive Wohlbefinden. In der Arbeits- und Organisationspsychologie wurde dieses Phänomen intensiv untersucht; wir kennen die Folgen von Arbeitslosigkeit vergleichsweise genau.[1] Dessen ungeachtet sind die psychischen Kosten der Arbeitslosigkeit in der Politik kein Thema; die Arbeitsmarktpolitik nimmt die psychologischen Methoden zur Dämpfung der Folgen der Arbeitslosigkeit kaum zur Kenntnis.






Dies ist umso befremdlicher, als Arbeitslosigkeit aufgrund der erhöhten Elastizität der Arbeit im Zuge der Globalisierung mit zunehmender Häufigkeit immer größere Teile der Gesellschaft treffen wird. Die meisten jungen Menschen müssen sich heute darauf einstellen, irgendwann in ihrem Leben einmal oder mehrere Male arbeitslos zu werden.

Fußnoten

1.
Die wissenschaftlichen Literaturhinweise zu diesem Text können unter www.frese.org heruntergeladen werden. Anmerkung der Redaktion: Siehe auch den Beitrag von Gisela Mohr/Peter Richter in dieser Ausgabe.