APUZ Dossier Bild

Droge Alkohol

  • PDF-Icon PDF-Version (4.441 KB)

    Alkohol gilt gemeinhin als "weiche" Droge und die etablierte Alkoholforschung definiert ihn lediglich als Zellgift. Als Medikament, das er wegen seiner (gefährlichen) Wirkungen eigentlich ist, wäre er verschreibungspflichtig und fiele unter das Betäubungsmittelgesetz. Tatsächlich wird Alkohol dem Lebensmittelrecht zugeordnet, sein Konsum ist legal. Das Getränk ist Teil unserer Alltagskultur und sein Genuss scheint zu vielen Anlässen beinahe obligatorisch. Doch sozial integrierten Trinkmustern stehen Risiken, Probleme und Störungen durch den übermäßigen Konsum von Alkoholika gegenüber: Zehn Prozent der deutschen Bevölkerung konsumieren 50 Prozent der alkoholischen Getränke; zehn Millionen Menschen in Deutschland gelten als behandlungs-, zumindest aber beratungsbedürftig.

    Alkohol kann schnell zur "harten" Droge werden und in Alkoholismus bzw. Alkoholsucht münden. Neuen riskanten Trinkmustern, wie sie insbesondere unter Jugendlichen um sich greifen, gilt es mit intelligenten Präventionsmaßnahmen entgegenzutreten. Wichtig ist, dass dabei auch die möglichen Ursachen des problematischen Verhaltens in den Blick genommen werden. Diese liegen nicht selten in einer sozialen Überforderung der Betroffenen.

       
  • Katharina Belwe

    Editorial

    Alkohol ist Teil unserer Alltagskultur. Doch sozial intergrierten Trinkmustern stehen Risiken, Probleme und Störungen durch den übermäßigen Konsum von Alkoholika gegenüber: Zehn Millionen Menschen in Deutschland gelten als behandlungs-, zumindest aber beratungsbedürftig. Weiter...

    Rolf Hüllinghorst

    Alkohol - der Kampf um die Attribute

    Ausgehend von einer "EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedsstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden" werden die Aktivitäten der Lobbygruppen in diesem Arbeitsfeld beschrieben. Aktuell geht es um ein "Nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention". Weiter...

    Michael Klein

    Alkoholsucht und Familie - Kinder in suchtbelasteten Familien

    In Deutschland sind mehr als 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche von der Alkoholstörung eines Elternteils betroffen. Sie unterliegen einem erhöhten Risiko für Suchtkrankheiten und psychische Störungen und gelten als die größte Risikogruppe für die Suchtprävention. Weiter...

    Heide Kuttler

    Exzessiver Alkoholkonsum Jugendlicher - Auswege und Alternativen

    Eine wachsende Zahl von Jugendlichen muss auf Grund einer schweren Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Das Präventionsprojekt "Hart am LimiT – HaLT" greift mögliche Motive und Ursachen auf und leitet daraus gezielte Präventionsansätze ab. Weiter...

    Karl Mann

    Neue Forschungsergebnisse zur Alkoholabhängigkeit

    Alkoholkonsum führt zu akuten gesundheitlichen Störungen und zu chronisch degenerativen Alkoholfolgekrankheiten. Das ideale suchtmedizinische Konzept sollte mit niedriger Zugangsschwelle möglichst viele Betroffene und diese möglichst früh erreichen. Weiter...

    Klaus Hurrelmann, Wolfgang Settertobulte

    Alkohol im Spannungsfeld von kultureller Prägung und Problemverhalten

    Der Konsum von Alkohol ist Teil unserer Alltagskultur. Es gehört daher zu den Entwicklungsaufgaben Jugendlicher, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu erlernen. Weiter...

    Hasso Spode

    Alkoholismus

    Der Begriff Alkoholismus zielte lange Zeit primär auf strikte Konsumbegrenzung. In der Nachkriegszeit setzte sich die Bedeutung einer spezifischen Erkrankung (Sucht) durch. Heute haben wir es mit einer Suchtinflation und einer Rückkehr zur Kontrollpolitik zu tun. Weiter...

    Astrid Zapf-Freudenberg

    Alkohol am Arbeitsplatz

    Betriebliche Suchtprävention lohnt sich. Durch Auseinandersetzung, Qualifizierungsmaßnahmen und niederschwellige innerbetriebliche Hilfsangebote entstehen Problembewusstsein und Veränderungsbereitschaft. Weiter...