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26.5.2008 | Von:
Lavanya Rajamani

Indiens internationale Klimapolitik

Schlussfolgerung

Auch wenn Indiens Position, international wie national, noch einigermaßen konventionell ist und es bis heute noch keinen integrierten Ansatz für einen Übergang zu einer Wirtschaft mit weniger CO2 oder gar "jenseits des CO2" gibt, sind vielversprechende Signale für eine Veränderung erkennbar. Die zunehmende Präsenz dieses Themas in der heimischen Politik fand ihren Niederschlag in einer Parlamentsdebatte über die Auswirkungen des Klimawandels im Mai 2007 und in der Einberufung eines Rates zum Thema Klimawandel durch den indischen Premierminister, der bis zum Juni 2008 einen Nationalen Aktionsplan ausarbeiten soll. Zudem enthält der 11. Fünfjahresplan (2007 - 2012) die Zielvorgabe, die Energieintensität um 20 % zu reduzieren. Gut geplant und umgesetzt, könnte diese Zielsetzung, gepaart mit einem proaktiven Nationalen Aktionsplan, durchaus die Weichen in eine CO2-ärmere Zukunft stellen. Der Premierminister hat zugesagt, dass Indien in der ersten Reihe stehen wird, wenn es darum geht, "etwas zu tun, es jetzt zu tun, und es richtig zu tun".[47] Bleibt Indien diesem Versprechen treu, wird es zu einem umweltbewussten internationalen Akteur aufsteigen, der bereit ist, gemeinsam mit anderen die Rahmenbedingungen auf politischer und auf Verhandlungsebene kreativ zu überdenken und sich eines globalen Problems anzunehmen, das insbesondere für Indiens arme Bevölkerung weitreichende Folgen hat.

Fußnoten

47.
M. Singh (Anm. 13).