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21.4.2008 | Von:
Ralph Conrads
Ernst Kistler
Thomas Staudinger

Alternde Belegschaften und Innovationskraft der Wirtschaft

Viel mehr Ältere

Von wesentlich größerer Relevanz ist die absehbare und unabwendbare Alterung des Erwerbspersonenpotenzials - und damit letztlich auch der Belegschaften in den Betrieben. Abbildung 1 (vgl. PDF-Version) zeigt für die 55- bis 64-Jährigen, wie stark die Zunahme der Zahl der Personen im höheren Erwerbsalter sein wird. Verglichen mit dem Jahr 2006 wird die Zahl der Einwohner in dieser Altersgruppe bis 2025 bundesweit um rund 40 Prozent ansteigen. In manchen Landkreisen lässt sich sogar ein Zuwachs um 75 Prozent recht gesichert vorhersagen.

Aus Abbildung 1 (vgl. PDF-Version) lässt sich eine Reihe von Fragen ableiten wie beispielsweise: Werden die Betriebe bereit sein, so viele Ältere bis zur Rente zu beschäftigen bzw. vom externen Arbeitsmarkt einzustellen?[6] Können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehrheitlich wirklich bis zum Alter von 65 Jahren oder gar länger arbeiten (Stichworte: Gesundheit, Kompetenz, Motivation)? Was tun die Betriebe dafür, dass das möglich wird (Stichworte: Überwindung der Altersdiskriminierung, Weiterbildungsförderung, Gesundheitsprävention usw.)? Und eben auch: Kann ein Betrieb, eine Volkswirtschaft mit einem so hohen Anteil Älterer die nötige Innovationskraft und Produktivität aufweisen?

Fußnoten

6.
Vgl. Andreas Ebert u.a., Ausrangiert - Arbeitsmarktprobleme Älterer in den Regionen, Düsseldorf 2007.