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21.4.2008 | Von:
Ralph Conrads
Ernst Kistler
Thomas Staudinger

Alternde Belegschaften und Innovationskraft der Wirtschaft

Fazit

Alternde Belegschaften sind nach heutigen Erkenntnissen - entgegen weit verbreiteten stereotypen Vorstellungen - keineswegs der Grund für einen Rückgang oder gar Einbruch der Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft. Vielmehr sind es die betrieblichen Voraussetzungen in Deutschland, die womöglich dazu führen werden, dass alternde Belegschaften in den Betrieben, die nicht schon heute auf eine alternsgerechte und lernförderliche Arbeitsgestaltung für ihre Mitarbeiter setzen, einen Rückgang ihrer Innovationskraft erleiden werden - mit ungeahnten Folgen für die Unternehmen wie die gesamte Volkswirtschaft.

Weiterhin ist festzuhalten, dass die Innovationsfähigkeit nicht mehr über den Rückgriff auf viele junge Mitarbeiter bewerkstelligt werden kann - ebensowenig auf junge Arbeitskräfte aus den ebenfalls alternden Nachbarländern -, und dass Deutschland im europäischen Vergleich in der Weiterbildung immer weiter ins Hintertreffen gerät. Diese Erkenntnisse sind keineswegs neu oder überraschend. Die dazu führenden Fakten sind lange bekannt, die Reaktion darauf lässt bis heute auf sich warten. Aber: "Gut Ding will Weile haben", und in der Zwischenzeit werden wir einfach älter.