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1968

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    "1968" erregt auch nach 40 Jahren die Gemüter. Letztendlich geht es um die Deutungshoheit über die Protestbewegung. Dieser Meinungskampf wird nicht mit dem Florett, sondern dem Säbel ausgefochten. In Wirklichkeit handelt es sich bereits um Nachhutgefechte: Längst haben Aktivisten von einst eingestanden, dass es in Folge von "68" auch Verirrungen wie den RAF-Terror gegeben hat, aber dies sei kein Indiz für ein generelles Scheitern der Bewegung. In konservativen Kreisen gilt es indes als chic, die 68er-Bewegung für alle Übel dieser Welt verantwortlich zu machen. Doch "1968" steht auch für einen gesellschaftlichen Aufbruch, der befreiend wirkte und zur Demokratisierung aller Lebensbereiche führte.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    "1968" erregt auch nach 40 Jahren die Gemüter. Neokonservativen Kreise machen die 68er-Bewegung für alle Übel dieser Welt verantwortlich. "1968" steht aber auch für einen gesellschaftlichen Aufbruch und Demokratisierung aller Lebensbereiche. Weiter...

    Oskar Negt

    Demokratie als Lebensform. Mein Achtundsechzig - Essay

    Das Jahr '68 produziert Sumpfblüten proportionsloser Verurteilung. Trotz Fehlentwicklungen bleibt die Forderung nach Teilhaberechten und die Durchsetzung der Demokratie als Lebensform ein bleibendes Vermächtnis. Weiter...

    Hubert Kleinert

    Mythos 1968

    Das Jahr "1986" symbolisiert sowohl eine internationale Jugendrevolte, die einen kulturellen Bruch mit der Erwachsenenwelt anzeigt, als auch eine Demokratisierung aller Lebensbereiche der Gesellschaft. Weiter...

    Wulf Schönbohm

    Die 68er: politische Verirrungen und gesellschaftliche Veränderungen

    Vor 1968 war die deutsche Gesellschaft autoritätsfixiert, traditionsverhaftet und engstirnig, danach war sie liberaler und freizügiger. Die vom SDS angestrebte Revolution ist gescheitert. Die politischen Folgen von 1968 sind zwiespältig. Weiter...

    Martin Klimke

    1968 als transnationales Ereignis

    Trotz nationaler Unterschiede verband die 68er-Aktivisten weltweit eine transnationale Protestkultur, die eine entscheidende Rolle als Wegbereiter soziokultureller Veränderungen in den verschiedenen Ländern spielte. Weiter...

    Sabine Kebir

    Revolutionäre Subjekte bei Frantz Fanon

    Zur Begründung des bewaffneten Kampfes in der Bundesrepublik diente der RAF das Buch "Die verdammten dieser Erde" von Frantz Fanon. Dabei handelte es sich um eine falsche Universalisierung seiner Thesen. Weiter...

    Gerd-Rainer Horn

    Die Arbeiter und "1968" in West- und Südeuropa

    In West- und Südeuropa kam es im Rahmen der 68er-Ereignisse zu Arbeiterkämpfen und zu wichtigen sozio-psychologischen Veränderungen, die der Arbeiterschaft halfen, ihre Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen. Weiter...

    Bernd Gehrke

    Die 68er-Proteste in der DDR

    In Bezug auf die DDR-Geschichte hat 1968 nicht wegen der west- oder ostdeutschen Generationenbildung historische Bedeutung erlangt, sondern als Jahr der ersten globalen Revolte gegen die Intervention der Sowjetunion in der ČSSR. Weiter...