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25.9.2009 | Von:
Marina Rupp

Regenbogenfamilien

Charakteristika

Die Eltern in Regenbogenfamilien sind zumeist weiblich; Männerpaare stellen 7 Prozent der Befragten. Typisch für Regenbogenfamilien ist eine geringe Kinderzahl: Oftmals (64 %) gibt es (bislang) nur ein Kind, 27 Prozent der Paare haben zwei Kinder, 8 Prozent der Paare drei oder mehr Kinder. Allerdings wünschen sich rund vier von zehn Familien weiteren Nachwuchs.

Ausgesprochen hoch ist das Bildungs- und Qualifikationsniveau der Befragten: 61 Prozent haben Abitur, 49 Prozent einen (Fach)Hochschulabschluss. Drei Viertel der Befragten sind aktuell berufstätig, 14 Prozent befinden sich in der Elternzeit, 4 Prozent bezeichnen sich als Hausfrauen bzw. -männer. Die Erwerbsquote ist insgesamt gesehen deutlich höher als bei heterosexuellen Familien, gleichzeitig sind die Eltern in Regenbogenfamilien häufiger in Teilzeit erwerbstätig. Der Erwerbsumfang beider Partnerinnen bzw. Partner ist anderen Befunden zufolge über längere Zeit hinweg betrachtet sehr ähnlich.[7] Sie zeigen somit ein etwas anderes Muster als heterosexuelle Elternpaare, bei denen zumeist der Mann in Vollzeit berufstätig ist, während die Frau nicht, geringfügig oder in Teilzeit beschäftigt ist. Der Erwerbssituation entsprechend liegen die erzielten Einkommen überwiegend im mittleren Bereich. Bei 51 Prozent der Paare beträgt das monatliche Familieneinkommen zwischen 2600 und 4500 Euro, bei 31 Prozent ist es geringer und bei 12 Prozent höher.

Fußnoten

7.
Vgl. Nanette Gartrell u.a., The National Lesbian Family Study: V. Interviews with Mothers of 10-Year-Olds, in: Feminism and Psychology, 16 (2006) 2, S. 175 - 192.

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