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Piraterie vor den afrikanischen Küsten und ihre Ursachen


7.8.2009
Sowohl an der Ost- als auch an der Westküste Afrikas gefährden Piraten die internationale Schifffahrt. Zu den Ursachen an Land zählen schwache Regierungen, Umweltzerstörung und Perspektivlosigkeit.

Einleitung



Von der Malakkastraße bis zum karibischen Archipel - seit jeher treiben sich auf allen Weltmeeren Piraten herum, ganz gleich, ob sie es dabei auf Geld oder Frachtgut als Beute abgesehen haben. Seit dem 20. Jahrhundert hat sich Piraterie jedoch zu einer immer raffinierteren Hightech-Unternehmung entwickelt, die verbesserte Technologien wie größere "Mutterschiffe" und komplexe Kommunikationsgeräte einsetzt. Piraten sind zunehmend in der Lage, Zielschiffe auf rasche Weise und hinsichtlich der begehrten Lösegelder oder Güter erfolgreich zu entern. Heute stellt die Piraterie vor den afrikanischen Küsten - im Westen wie im Osten - ein ernstes Problem dar. Ermutigt durch die jahrelange Nichtbeachtung durch die entwickelten Länder, sind die Piraten vor Somalia (Ostafrika) und Nigeria (Westafrika) immer erfolgreicher geworden. Ihre Opfer sind vor allem Handelsschiffe und Ölbohrinseln. Die internationale Handelsschifffahrt ist derart bedroht, dass das für den Seeweg von Europa nach Asien entscheidende "Nadelöhr" vor der somalischen Küste, der Golf von Aden, inzwischen von Kriegsschiffen einer internationalen Flottenkoalition überwacht wird.[1]




In diesem Beitrag wollen wir auf ein paar grundlegende Fragen eingehen. Was sind die Grundursachen der Piraterie in diesen beiden Regionen? Welche internen und externen Faktoren veranlassen die Piraten zu ihrem Vorgehen?


Sowohl im Fall Somalias als auch im Fall Nigerias scheint es eine Vielzahl an Ursachen für die Zunahme der Piraterie zu geben. Wir legen zudem dar, dass die angebotenen Lösungen - erhöhte Sicherheitsmaßnahmen und eine stärkere Flottenpräsenz - wenig zur Beseitigung der Grundursachen der Piraterie beitragen.


Fußnoten

1.
Übersetzung aus dem Englischen: Jaiken Struck, South Petherton, England/UK.

Siehe dazu die Homepage der "Combined Task Force 151": www.navy.mil/local/CTF-151 (15. 5. 2009).

 
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