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Die neue Verantwortung der Konsumenten


31.7.2009
Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die schädlichen Folgen des Konsums, halten aber in ihrem Alltag an alten Konsumgewohnheiten fest. Es bedarf besserer Informationen, klarerer Regeln und gemeinsamer Dialoge.

Einleitung



Die Rolle des Konsums hat sich in den letzten Jahren auf bemerkenswerte Weise verändert. Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die Löhne von Kaffeebauern, für Schadstoffe in Kinderspielzeug oder den CO2-Ausstoß ihres Autos. An die Stelle der Schnäppchenmentalität und des demonstrativen Luxus tritt zunehmend eine neue Haltung der Verantwortung, die sich auf die schädlichen Folgen des Konsums richtet.





Diese Entwicklung ist kein isoliertes Phänomen, sondern steht im Zusammenhang mit einem allgemeinen Trend hin zu moralisch verfassten Märkten. Auch wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise in die gegenteilige Richtung zu deuten scheint: Gütern und Dienstleistungen, die über einen moralischen Mehrwert verfügen, kommt eine hohe ökonomische Aufmerksamkeit zu. Moral und Verantwortung stellen heute wichtige Marktfaktoren dar.


Dieser Umstand wirft eine Reihe von Fragen auf: Was steckt hinter der neuen Verantwortung der Konsumenten, und welche marktwirtschaftlichen Konsequenzen hat sie? Handelt es sich bloß um ein kurzfristiges Mode- und Marktphänomen? Oder befinden sich die Konsumenten auf dem Weg in eine Verbraucherdemokratie, in der sie stärkeren Einfluss auf die Unternehmenspolitik und eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft nehmen?[1]

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Fußnoten

1.
Wir danken herzlich Björn Ahaus für seine Mitarbeit und Unterstützung.