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Ungarn

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    Im Sommer 1989 öffnete Ungarn die Grenze zu Österreich und ermöglichte tausenden fluchtwilligen DDR-Bürgerinnen und -Bürgern den Weg nach Westen. Diese mutige Entscheidung beschleunigte die Erosion der DDR. Am 23. Oktober 1989 – dem Jahrestag des blutig niedergeschlagenen Volksaufstandes von 1956 – wurde die Republik Ungarn ausgerufen. Lange Zeit galt das Land als Musterschüler der mittelosteuropäischen Transformationsländer. Die Ablösung des alten Regimes war friedlich verlaufen, die Europäisierung schritt rasch und scheinbar ohne große soziale Verwerfungen voran. 1999 erfolgte der NATO-Beitritt, und 2004 wurde Ungarn Mitglied der Europäischen Union. Im Jahr 2011 wird Ungarn erstmalig die EU-Ratspräsidentschaft inne haben.

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Am 23. Oktober 1989 wurde die Republik Ungarn ausgerufen. Lange Zeit galt das Land als Musterschüler der Transformationsländer. Doch die globale Wirtschaftskrise hat Ungarn schwer getroffen. Weiter...

    Sebastian Garthoff

    Szenen aus Budapest - Essay

    Der Autor schildert aus journalistischer Sicht Szenen, die er während seiner Tätigkeit in Ungarn wahrgenommen hat. Manchmal verbergen sich unschöne Wahrheiten hinter den Klischees. Weiter...

    Jürgen Dieringer

    Ungarn in der Nachbeitrittskrise

    Ungarn ist Spielball der beiden sich derzeit unversöhnlich gegenüberstehenden politischen Lager. Nur eine "neue Mitte" könnte eine ausgewogene Modernisierungsstrategie entwickeln. Weiter...

    Attila Ágh

    Ungarn in der EU

    Trotz jüngster Übergangsschwierigkeiten ist das Abschneiden Ungarns im EU-Vergleich recht gut. Die Begeisterung für die EU überwiegt den Pessimismus, insbesondere in der globalen Wirtschaftskrise. Weiter...

    András Inotai

    Die globale Krise und Ungarn

    Nach der globalen Finanzkrise erleben wir die makrowirtschaftliche Krise. In Ungarn stehen zwei Jahrzehnte der Transformation, die Modernisierung und die Demokratie insgesamt auf dem Prüfstand. Weiter...

    Krisztián Ungváry

    Belastete Orte der Erinnerung

    Die Erinnerungskultur kreist um die Aufrechnung der Verbrechen der ungarischen Nazis mit denen der Kommunisten. Solange die Parteien das nicht hinterfragen, dienen Gedenkstätten als Wallfahrtsorte der Anhängerschaft. Weiter...

    Melani Barlai, Florian Hartleb

    Die Roma in Ungarn

    Obwohl die Roma in Ungarn Bestandteil der nationalen Kultur sind, erfahren sie alle Formen von Exklusion. Sollte sich ihre Situation weiter verschlechtern, könnten bürgerkriegsähnliche Zustände drohen. Weiter...

    Zsolt K. Lengyel

    Ungarn und seine Nachbarn

    Die Geschichte Ungarns bietet Integrationen und Desintegrationen in Nachbarschaftsverhältnissen als einen ihrer Wesenszüge dar. Der Artikel stellt Epochen übergreifende Beispiele vor. Weiter...