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6.7.2009 | Von:
Attila Ágh

Ungarn in der EU

Schluss

Trotz der jüngsten Übergangsschwierigkeiten ist das Abschneiden Ungarns in der EU dennoch recht gut, auch bei der Entwicklung einer mehrstufigen EU- und nationalen Identität. Die allzu hohen Erwartungen sind ein andauernder Faktor, aber der derzeitige tiefe Pessimismus ist nur von kurzer Dauer, und die Begeisterung für die EU überwiegt. Zusammenfassend kann man sagen, dass die überwältigende Mehrheit der Ungarn eine positive Einstellung zur Rolle der EU beim Umgang mit den globalen Herausforderungen hat. Gleichermaßen haben die Ungarn das Gefühl, dass die EU eine Wertegemeinschaft ist, und die meisten von ihnen denken, dass die Mitgliedstaaten über gemeinsame Werte verfügen.

Es sollte festgehalten werden, dass wir uns inmitten einer weltweiten Finanzkrise befinden und die Zukunft offen ist, die EU-Mitgliedschaft aber einen Schild gegen die globalen Turbulenzen bietet. Auf dem Tiefpunkt seiner eigenen Finanzkrise erfuhr Ungarn erhebliche Unterstützung von Seiten der EU und - mit Unterstützung der EU - der internationalen Finanzorganisationen. Das hat in Ungarn große Wirkung auf die öffentliche Meinung ausgeübt. Ungarn bleibt ein hartnäckiger Verfechter der EU-Integration.