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Zypern

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    Die Insel Zypern zerfällt in zwei Teile: Zwischen der ausschließlich von der Türkei anerkannten "Türkischen Republik Nordzypern" (TRNC) und der international anerkannten Republik Zypern im Südteil der Insel, die seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, befindet sich eine von den Vereinten Nationen verwaltete und kontrollierte Pufferzone: die Green Line.

    Der Zypernkonflikt ist der älteste Konflikt in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine mit dem UN-Friedensplan von 1999 (Annan-Plan) angestrebte föderale Lösung nach schweizerischem Vorbild ist nicht in Sicht. Das Scheitern des mehrfach modifizierten Planes ist auf unterschiedliche Vorstellungen der Menschen im Norden und im Süden Zyperns von einer Wiedervereinigung zurückzuführen.

    Doch es gibt Hoffnung: Seit 2003 ist die Green Line durchlässiger geworden. Die Menschen können einander wieder leichter begegnen. Seit 2008 sind zudem mit dem griechischen Zyprioten Dimitris Christofias und dem (im April 2005 zum Präsidenten gewählten) türkischen Zyprioten Mehmet Ali Talat zwei Politiker an der Macht, die eine "bizonale Wiedervereinigung" anstreben. Allerdings liegen die Vorstellungen von einem vereinigten Zypern immer noch sehr weit auseinander.

       
  • Katharina Belwe

    Editorial

    Der Zypernkonflikt ist der älteste Konflikt in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Doch es gibt Hoffnung: Der griechische Zypriote Dimitris Christofias und der türkische Zypriote Mehmet Ali Talat streben eine "bizonale Wiedervereinigung" an. Weiter...

    Heinz A. Richter

    Historische Hintergründe des Zypernkonflikts

    Der Zypernkonflikt ist das Ergebnis britischer Kolonialpolitik. Seit 1963 sind auf der Insel UN-Truppen stationiert. 1974 löste der von der Athener Militärjunta inszenierte Putsch gegen Makarios die türkische Invasion aus. Weiter...

    Hubert Faustmann

    Die Verhandlungen zur Wiedervereinigung Zyperns: 1974 - 2008

    Zypern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten den Ruf als Friedhof der Diplomatie "verdient". Die verschiedenen Initiativen – und die Gründe für ihr Scheitern – stehen im Zentrum des Beitrages. Weiter...

    Ayla Gürel

    Eigentums- und Bevölkerungsfragen im geteilten Zypern

    Eigentums- und Bevölkerungsfragen auf der geteilten Insel werden von griechischen und türkischen Zyprioten sehr unterschiedlich wahrgenommen. Wie wirken sich diese Divergenzen auf den zentralen politischen Konflikt in Zypern aus? Weiter...

    Yiannis Papadakis

    Griechischer, türkischer oder "zypriotischer" Kaffee

    "Kaffee" und "Esel" sind Metaphern für höchst umstrittene Meinungen über nationale Identität auf Zypern. Analysiert werden Modelle von Nationalismus sowie die Schwierigkeiten einer Einigung über eine föderale Lösung. Weiter...

    Murat Ilican Erdal

    Das Zusammenspiel von Wirtschaft, Umwelt und Tourismus in Zypern

    Im vergangenen Jahrzehnt war die Wirtschaftsentwicklung in Zypern vor allem durch einen Bauboom infolge von Eigentumsspekulationen geprägt. Im Beitrag werden die Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt beschrieben. Weiter...

    Andreas Stergiou

    Zypern: Gesellschaft, Parteien, Gewerkschaften

    Rechts- und Verfassungsordnung, politische und gesellschaftliche Machtverteilung und politische Kultur im türkisch-zypriotischen Norden und griechisch-zypriotischen Süden verdeutlichen, dass es auf der Insel zwei sehr verschiedene Gesellschaftsmodelle gibt. Weiter...

    Dorothee Pilavas

    Begegnungen in der Pufferzone

    Auf Zypern hat es in all den Jahren der Trennung immer Begegnungen zwischen den Volksgruppen gegeben. Der Beitrag zeigt konkrete Beispiele bikommunaler Zusammenarbeit von 1974 bis heute und liefert ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung. Weiter...