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Leseland DDR

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    Die DDR verstand sich als Literaturgesellschaft. Hinter der Fassade vom "Leseland" bestimmte die Zensur, was gedruckt wurde und was nicht – Letzteres häufig mit Papier- oder Devisenmangel kaschiert. Die Belletristik bot eine Nische für gesellschaftspolitische Debatten. Die Methoden der "heimlichen Leser" bei der Beschaffung und Verbreitung unerlaubter Literatur waren vielfältig. Alljährlich zur Leipziger Buchmesse inszenierte die Partei- und Staatsführung das "Leseland". Ob sich die Messe nach 1990 behaupten würde, war lange offen.

  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Die DDR verstand sich als Literaturgesellschaft. Hinter der Fassade vom "Leseland" bestimmte die Zensur, was gedruckt wurde und was nicht.

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    Marion Titze

    Die retuschierte Wirklichkeit - Essay

    Was meint der Mythos vom "Leseland" DDR? Die florierenden Bibliotheken? Oder die Schriftstellerbasare, weil dort auf den Signiertisch kam, was sonst nur unterm Ladentisch zu bekommen war?

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    Frauke Meyer-Gosau

    Leseland? Legoland? Lummerland? Kummerland! Essay

    Ein Blick auf die Szene der DDR-Literaturspezialisten und ein weiterer in Michael Endes "Jim Knopf" führen in ein Gelände aus "Utopie"-Hoffnungen und dem instrumentellen Gebrauch von Literatur.

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    Rüdiger Thomas

    Lebensmuster - Wege zu Christa Wolf

    Christa Wolfs Werke spannen einen Bogen von den mentalen Folgen der deutschen Teilung über die Selbstbehauptung gegen kollektive Vereinnahmung bis zum Gang in die Zeittiefe der vorantiken Mythen.

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    Siegfried Lokatis

    Die Hauptverwaltung des Leselandes

    Die Lesefreudigkeit der DDR-Bevölkerung war nicht nur auf die staatliche Leseförderung, sondern auch auf den Wunsch nach von der Zensur vorenthaltener Literatur zurückzuführen.

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    Christoph Links

    Was blieb vom Leseland DDR?

    Nach der Privatisierung der staats- und parteieigenen Betriebe sind die produzierenden Verlage deutlich abgebaut worden, während die Zahl der Buchhandlungen zugenommen hat.

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    Patricia F. Zeckert

    Die Internationale Leipziger Buchmesse

    Der Beitrag illustriert die Entwicklung der Leipziger Buchmesse als Schlaraffenland für den Leser, als Handelsplattform sowie als internationales Podium für die DDR-Staatsführung.

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