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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

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    Seit 25 Jahren ist das bundesdeutsche Rundfunksystem "dual": Neben den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gibt es seit Anfang 1984 auch privatwirtschaftlich-kommerzielle Sender. Während Letztere keinem speziellen Programmauftrag verpflichtet sind, werden die Öffentlich-Rechtlichen zu etwa 80 Prozent durch Rundfunkgebühren finanziert und sind dem Gemeinwohl verpflichtet.

    Angesichts der über sieben Milliarden Euro, die den Öffentlich-Rechtlichen aus den Gebühren jährlich zufließen, geraten sie immer wieder unter Rechtfertigungsdruck: Ist Ihr Programm die 17,98 Euro Monatsgebühr wert? Ist die von ihnen zu gewährleistende "Grundversorgung" an Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung nicht schon durch die Vielzahl der privaten Sender gesichert? Bieten die Öffentlich-Rechtlichen wirklich mehr Qualität, oder achten auch sie nicht nur auf "die Quote"? Wie weit darf ihre "Expansion ins Internet" gehen?

       
  • Johannes Piepenbrink

    Editorial

    Der Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten lautet: Gewährleistung einer unabhängigen "Grundversorgung" mit Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung. Erfüllen die Sender ihren am Gemeinwohl orientierten Programmauftrag? Weiter...

    Stefan Niggemeier

    Selbstbewusst anders sein - Essay

    Es ist nicht so, dass es den öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen an Profil mangelte. Es mangelt ihnen an öffentlich-rechtlichem Profil. Sie sollten sich auf ihre eigentliche Identität besinnen. Weiter...

    Volker Lilienthal

    Integration als Programmauftrag

    Der neue Rundfunkänderungsstaatsvertrag konkretisiert den Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender. Künftig werden ihre Programme einem Drei-Stufen-Test unterzogen, um ihren Nutzen für das Gemeinwohl zu prüfen. Weiter...

    Jürgen Wilke

    Die zweite Säule des "dualen Systems": Privater Rundfunk

    Der private Rundfunk in Deutschland hat eine langwierige und nicht einfache Entstehungsgeschichte. Trotz seiner expansiven Entwicklung steht er bis heute in einer schwierigen Wettbewerbssituation. Weiter...

    Lutz Hachmeister, Kai Burkhardt, Claudia Huber

    Das Ende der Rundfunkpolitik

    Die deutsche Medienpolitik ist gekennzeichnet von einer unübersichtlichen Zuständigkeitsvielfalt, die dazu führt, dass die Politik mit der Entwicklung kaum Schritt hält. Wünschenswert wäre ein Single Regulator. Weiter...

    Jens Lucht

    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Demokratie

    Welche Bedeutung hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk für eine moderne demokratische Gesellschaft? Für eine funktionierende gesellschaftliche Öffentlichkeit leistet er nach wie vor einen wichtigen Beitrag. Weiter...

    Richard Collins

    Die BBC, das Internet und "Public Value"

    Das Internet hat die werbefinanzierten Sender in Großbritannien in eine Krise gestürzt. Dadurch wird auch die Stellung der öffentlich-rechtlichen BBC, die durch Rundfunkgebühren finanziert wird, in Frage gestellt. Weiter...