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Großbritannien

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    Die Unterhauswahl im Mai 2010 hat eine für Großbritannien außergewöhnliche Konstellation hervorgebracht: Keine Partei verfügt über eine stabile Parlamentsmehrheit. Die konservativ-liberalen Koalitionspartner können auf Erfahrungen zurückgreifen, die in den Regionen mit Koalitions- und Minderheitsregierungen gemacht worden sind. Der Devolutionsprozess, die Dezentralisierung legislativer Kompetenzen, hat indes Fliehkräfte ausgelöst und Autonomiebestrebungen gefördert. Die größte Herausforderung für Premierminister David Cameron liegt jedoch in der Bewältigung der globalen Finanzkrise, bildet doch der Finanzsektor seit den Zeiten Margaret Thatchers das Rückgrat der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt.

  • Hans-Georg Golz

    Editorial

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    Holger Ehling

    Uneiniges Königreich - Essay

    Das Erbe Thatchers ist allgegenwärtig, weil "New" Labour nur halbherzige Versuche gemacht hat, dieses zu konterkarieren. Der gesellschaftliche Zusammenhalt scheint weitestgehend aufgehoben zu sein.

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    Paul Webb

    Unterhauswahl 2010

    Die Unterhauswahl hebt sich nicht nur wegen des ungewöhnlichen Ergebnisses ab, sondern auch als ein Volksentscheid, der das Ende der Politik von New Labour signalisiert.

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    Diane Reay

    Gesellschaftliche Spaltungen, Geschlecht und Ethnizität im Bildungssystem

    Ein großes Bewusstsein für gesellschaftlichen Wettbewerb, die Wirtschaft und eine individualisierte, neoliberale Kultur bilden in Großbritannien hohe Barrieren gegen Bildungsgleichheit.

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    Brigitte Schumann

    Nordirlands Bildungspolitik und die politische Lage

    Der Beitrag beleuchtet die Rolle der Bildungspolitik für die Lösung der Konflikte in Nordirland, die sich aus dem Lagerdenken der republikanischen Katholiken und unionistischen Protestanten ergeben.

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    Ralph Rotte, Christoph Schwarz

    Still Special? Britische Sicherheitspolitik und die USA

    Als Folge der globalen Finanzkrise und der Erfahrungen mit den USA unter New Labour hat die special relationship ihre ideelle Überhöhung längst verloren.

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    Charlie Jeffery

    Devolution: Auflösung des Vereinigten Königreichs?

    In einem Staat ohne einen Rahmen zur Überbrückung der Unterschiede zwischen der britischen und den dezentralisierten Regierungen sowie den Nationen scheinen sich Fliehkräfte fortzusetzen.

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    Yvonne Esterházy

    Großbritannien und die Folgen der Finanzkrise

    2011 wird ein schwieriges Jahr für das Vereinigte Königreich, denn als Folge der Finanzkrise und der Rettung des Bankensystems müssen sich die Briten einem drakonischen Sparkurs unterwerfen.

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