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Intellektuelle

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    Intellektuelle hatten in Deutschland selten einen guten Ruf. Zwar stießen von den 1960er Jahren an Intellektuelle, die sich wortmächtig einmischen und mit moralischer Autorität die Angelegenheiten der res publica diskutieren, auch in Deutschland auf erhebliche Resonanz. Doch nach dem Ende der Blockkonfrontation schien die Suche nach Alternativen zum Gegenwärtigen müßig. Wem sollte heute ein J'accuse gelten? Oder erleben wir trotz der scheinbaren Alternativlosigkeit des existierenden Wirtschafts- und Vergesellschaftungsmodells nun die "Rückkehr des politischen Intellektuellen"?

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Zwar stießen von den 1960er Jahren an Intellektuelle auf erhebliche öffentliche Resonanz. Doch nach dem Ende der Blockkonfrontation schien die Suche nach Alternativen zum Gegenwärtigen müßig. Weiter...

    Károly Méhes

    Die Intellektuellen und Europa - ein intelligentes Europa - Essay

    Im heutigen Europa ist die Ausgewogenheit der Ansichten am wichtigsten: kundzutun, dass die Welt und darin unser Leben eine Fundgrube unendlicher Möglichkeiten ist. Weiter...

    Dietz Bering

    "Intellektueller": Schimpfwort - Diskursbegriff - Grabmal?

    Welche Formungen hat das Sprach- und Kampfwerkzeug "Intellektuelle" erfahren? Wie kann der Intellektuelle auch nach der Postmoderne noch sicheren Stand gewinnen? Weiter...

    Barbara Vinken

    Die Intellektuelle: gestern, heute, morgen

    Erst wenn die Moderne von einer Zeit abgelöst ist, die ohne gender anxiety auskommt, werden Artikel über feministische Intellektuelle überflüssig. Weiter...

    Dorothea Wildenburg

    Sartres "heilige Monster"

    Bis zum Mai 1968 war Jean-Paul Sartre der Prototyp des klassischen Intellektuellen. Durch die Studentenbewegung und den Pariser Mai begann er, diese Position selbstkritisch zu hinterfragen. Weiter...

    Friedrich Wilhelm Graf

    Propheten moderner Art? Die Intellektuellen und ihre Religion

    Religionsintellektuelle tragen zur konfliktreichen Pluralisierung des religiösen Feldes bei und treiben die Modernisierung von Religion durch umstrittene Aktualisierung und Vergegenwärtigung uralter Sinnsymbole voran. Weiter...

    Hauke Brunkhorst

    Die Macht der Intellektuellen

    Intellektuelle haben keine Macht, wenn damit bindendes Entscheiden gemeint ist. Was sie haben, ist mehr oder minder großer Einfluss, der sich auf Reputation, rhetorisches Geschick und Argumente stützt. Weiter...

     

    Dossier

    Geschichte und Erinnerung

    Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

    Deutschlandradio Kultur Logo

    Zeitfragen: Ständig in neuen Rollen. Früher wurden Intellektuelle gejagt, heute werden sie vermisst

    Kaum war der Begriff "Intellektueller" in der Welt, wohnte ihm ein tiefer Widerspruch inne. Der Majorität nämlich galt er als Schimpfwort. Für die Beschimpften indes kam die Bezeichnung "Intellektueller" einem Adelstitel gleich. Weiter...