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Vertrauen geschmolzen? Zur Glaubwürdigkeit der Klimaforschung


30.7.2010
Der Weltklimarat ist Ende 2009 massiv in die Kritik geraten, mit Folgen für die Klimaforschung insgesamt. Derzeit werden seine Verfahren einer unabhängigen Begutachtung unterzogen.

Einleitung



Noch im Sommer 2009 hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass der "Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen" (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), allgemein bekannt als Weltklimarat,[1] kurze Zeit später so massiv in die Kritik geraten könnte. Die Schärfe der gegen ihn gerichteten Angriffe ist auf den ersten Blick verwunderlich, da es dem Rat bislang gelungen ist, im Namen der globalen Wissenschaft mit einer Stimme zu sprechen und sich den Ruf als die wissenschaftliche Autorität für Klimapolitik schlechthin zu erwerben. Der IPCC hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten vier umfassende Sachstandsberichte veröffentlicht und wurde 2007 - zusammen mit dem ehemaligen amerikanischen Vize-Präsidenten Al Gore - mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Schlagzeiten wie "Eiskalt geirrt" und "Die Wolkenschieber"[2] zeugen jedoch davon, dass sich seit Ende 2009 eine hitzige Debatte um den IPCC entzündet hat. Im Folgenden werden die einzelnen Vorwürfe erläutert, ihre Ursachen und Folgen diskutiert und mögliche Erklärungen sowie Lösungswege aufgezeigt.

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Fußnoten

1.
Der IPCC wurde 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben gerufen. Er hat die Aufgabe, den Stand der Forschung zum Treibhauseffekt, zu seinen beobachteten und projizierten Auswirkungen und zu den politischen Reaktionsmöglichkeiten (Anpassungs- und Minderungsoptionen) umfassend, objektiv, offen und transparent zusammenzutragen und zu bewerten. Vgl. Selbstdarstellung des IPCC, online: www.de-ipcc.de/de/119.php#Wer_ist_IPCC (28.6.2010).
2.
Stefan Schmitt, Eiskalt geirrt, in: Die Zeit, Nr. 5 vom 28.1.2010, online: www.zeit.de/2010/05/U-IPCC (28.6.2010); Marco Evers/Olaf Stampf/Gerald