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Haiti

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    Beim Erdbeben der Stärke 7,0 im Januar 2010 in Haiti starben etwa 250.000 Menschen, über 300.000 wurden zum Teil schwer verletzt, 1,3 Millionen wurden obdachlos und 600.000 zu Binnenflüchtlingen. Lokale Wirtschaftsstrukturen wurden fast völlig zerstört. Trotz jahrelanger Warnungen vor einem schweren Beben, gab es keine Bauauflagen zur Erdbebensicherheit und keinen funktionierenden Zivilschutz.

    Der langwierige Wiederaufbau wird von internationalen Akteuren dominiert. Zwar verpflichtete sich die haitianische Regierung dazu, über die Verwendung der internationalen Hilfsgelder Rechenschaft abzulegen. Doch kritisieren Nichtregierungsorganisationen, nicht in den Wiederaufbauprozess des eigenen Landes eingebunden zu sein. Damit dieser zu einer Chance für einen Neubeginn wird, gilt es, eine dauerhafte Abhängigkeit Haitis von ausländischen Gebern zu vermeiden und stattdessen die Handlungsfähigkeit des Staates sowie der Zivilgesellschaft zu stärken.

       
  • Asiye Öztürk

    Editorial

    Beim Erdbeben der Stärke 7,0 im Januar 2010 in Haiti starben etwa 250.000 Menschen, 1,3 Millionen wurden obdachlos und 600.000 zu Binnenflüchtlingen. Trotz jahrelanger Warnungen vor einem schweren Beben, gab es keine Bauauflagen zur Erdbebensicherheit und keinen funktionierenden Zivilschutz. Weiter...

    Hans-Ulrich Dillmann

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    John Miller Beauvoir

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    Hintergrund aktuell (01.04.2010)

    Knapp zehn Milliarden Dollar für Haiti

    Eine neue Zukunft für Haiti: Auf Einladung der UN haben sich unter diesem Motto am Mittwoch (31.03.2010) Vertreter von mehr als 150 Staaten auf einer internationalen Geberkonferenz in New York getroffen. Für den langfristigen Wiederaufbau Haitis wollen Staaten und Organisationen rund 10 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Das ist deutlich mehr als erwartet. Weiter...