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Jugendkulturen

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    Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon erschossen. Im Osten wie im Westen markierte sein Tod für viele Jugendliche und Erwachsene einen tiefen Einschnitt; mit ihm verbanden sie ein Stück der eigenen Jugend: Sei es, dass die Beatles den Soundtrack zur Emanzipation vom Elternhaus geliefert hatten, sei es, dass man später seine Songs auf Antikriegsdemos sang. Die Landschaft der Jugendkulturen hat sich seitdem stark verändert: Gab es damals eine überschaubare Anzahl von klar zu unterscheidenden jugendkulturellen Strömungen, ist die heutige Vielfalt kaum mehr zu überblicken. Auch sind Jugendkulturen nicht mehr unbedingt mit politischem Protest verbunden: Vieles, was einst als Tabubruch galt, ist heute gesellschaftlich etabliert.

       
  • Johannes Piepenbrink

    Editorial

    Die Vielfalt jugendkultureller Strömungen ist kaum mehr zu überblicken. Doch ist Jugendkultur nicht mehr unbedingt mit politischem Protest verbunden: Vieles, was früher als Tabubruch galt, ist inzwischen gesellschaftlich etabliert. Weiter...

    Klaus Farin

    Jugendkulturen heute - Essay

    Jugendkulturen sind in der Lage, die als immer chaotischer empfundene Welt ein wenig zu ordnen. Sie sind Beziehungsnetzwerke, die Jugendlichen die Gelegenheit bieten, ihr kreatives Potenzial zu entdecken. Weiter...

    Beate Großegger

    Jugend zwischen Partizipation und Protest - Essay

    Jugendkultur ist heute eine weitgehend politikfreie Zone. War es früher die "aufmüpfige Protestjugend", so ist es heute die eher "politikdistanzierte Mitmachjugend", welche die Gesellschaft herausfordert. Weiter...

    Detlef Siegfried

    John Lennons Tod und die Generationswerdung der "68er"

    John Lennons Tod förderte schlagartig gesellschaftliche Befindlichkeiten zutage und trug zur sozialen Verbreiterung der "68er-Generation" bei. Vertreter unterschiedlichster politischer Couleur versuchten ihn postum für sich zu vereinnahmen. Weiter...

    Michael Rauhut

    Held der Arbeiterklasse: Zur John-Lennon-Rezeption in der DDR

    Wie schon die Beatles, diente John Lennon der DDR als kontrastreiche Projektionsfläche. Von der Propaganda wurde er mal als zynischer Kapitalist, mal als Friedenskämpfer dargestellt. Weiter...

    Silke Baer, Harald Weilnboeck, Peer Wiechmann

    Jugendkulturen in der politischen Bildungsarbeit

    Jugendkulturen dienen Heranwachsenden als existentielles lebensweltliches Umfeld, in dem sie Handlungskompetenzen, Geschlechteridentitäten und Konfliktlösungsstrategien entwickeln. Daran lässt sich auch mit Blick auf politische Bildung direkt anknüpfen. Weiter...

    Götz Nordbruch

    Islamische Jugendkulturen in Deutschland

    Islamische Jugendkulturen sind kein Migrationsphänomen. Junge Muslime definieren sich oft ausdrücklich als muslimisch und deutsch und sehen sich als aktiven Teil der deutschen Gesellschaft. Weiter...

     

    Dossier

    Jugendkulturen in Deutschland

    Skinheads, Punks, Hooligans, Gothics, Skater oder Hip-Hopper: Nicht alle Jugendlichen schließen sich einer Jugendkultur an. Aber der Einfluss derjenigen, die mit ganzem Herzen dabei sind, ist nicht zu unterschätzen. Sie sind Meinungsbildner und kulturelle Vorbilder für eine große Zahl von Gleichaltrigen. Weiter...