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Menschen mit Behinderungen

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    Seit März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention auch in Deutschland in Kraft. An ihr lässt sich der Wandel des Verständnisses von einem Leben mit Behinderung ablesen: Behinderung wird nicht mehr als "Defizit" angesehen, sondern als Element der menschlichen Vielfalt. Sie verbietet jede Diskriminierung und verpflichtet die Vertragsstaaten, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu garantieren.

    In der Konvention steckt aber insbesondere im Bereich Bildung politischer Zündstoff. Konsequent umgesetzt, würde das darin geforderte inklusive Bildungssystem das gegliederte Schulsystem in Frage stellen. In einem inklusiven Schulsystem müssten sich die schulischen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpassen und nicht umgekehrt.

       
  • Manuel Halbauer

    Editorial

    Die nun auch in Deutschland gültige UN-Behindertenrechtskonvention garantiert Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Insbesondere im Bereich Bildung birgt sie politischen Zündstoff. Weiter...

    Katja de Bragança

    Mongolisch ist mongolisch und klingt so wie mongolisch - Essay

    Das Down-Syndrom ist eine Behinderung und keine Krankheit. Menschen mit Down-Syndrom "leiden" nicht an dem Down-Syndrom. Worunter sie manchmal allerdings sehr zu leiden haben, sind die Reaktionen ihrer Umwelt, die sie aufgrund ihrer Andersartigkeit häufig abwertend und respektlos behandelt. Weiter...

    Elsbeth Bösl

    Die Geschichte der Behindertenpolitik in der Bundesrepublik aus Sicht der Disability History

    Von der Warte der kulturalistisch orientierten Disability History aus werden die Herstellung von Behinderung im Gesellschaftssystem der Bundesrepublik und die Formierung der Behindertenpolitik untersucht. So lassen sich die hinter Behinderung stehenden Prozesse der Kategorisierung und ihre Wurzeln aufzeigen. Weiter...

    Valentin Aichele

    Behinderung und Menschenrechte: Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

    Die UN-Konvention erfordert die Verschiebung des Blickwinkels: Menschen mit Behinderungen sind als Akteure zu begreifen, die fundamentale Rechte haben und diese Rechte auch aktiv einfordern. Der Anspruch der Konvention, ihre Rechte zu gewährleisten, ist der neue Maßstab für das staatliche Handeln in Deutschland. Weiter...

    Thomas Stöppler

    Ja zur Vielfalt (sonder-)pädagogischer Angebote - Essay

    Ein inklusives Bildungssystem garantiert die Realisierung lebenslanger Bildungsansprüche auch von Menschen mit Behinderungen. Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren können mit ihren differenzierten Angeboten im Bereich der Sonderpädagogik im Einzelfall einen wesentlichen Beitrag leisten. Weiter...

    Hans Wocken

    Über Widersacher der Inklusion und ihre Gegenreden - Essay

    Die UN-Behindertenrechtskonvention wird allgemein begrüßt. Der Autor benennt, welche gesellschaftlichen Gruppen sich gleichwohl gegen die darin geforderte Inklusion von behinderten Schülerinnen und Schülern aussprechen. Es werden ihre typischen Argumentationsfiguren und - strategien beschrieben und problematisiert. Weiter...

    Lisa Pfahl, Justin J. W. Powell

    Draußen vor der Tür: Die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung

    Menschen mit Behinderungen sind häufig vom Erwerbsleben ausgeschlossen. Somit sind sie einem erhöhten Arbeitslosigkeits- und Armutsrisiko ausgesetzt. Das Fehlen qualifizierender Schulabschlüsse und Berufsausbildungen stellt eine zentrale Ursache für ihre Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt dar. Weiter...