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Stadtentwicklung

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    Mit der Stadt verband sich seit jeher die Hoffnung auf ein besseres Leben. Dieser Hoffnung steht gegenwärtig eine zunehmende soziale und wirtschaftliche Polarisierung der Stadtgesellschaften entgegen, die sich unter anderem in Abwanderungen der Besserverdiener aus sogenannten Problemvierteln oder Verdrängung einkommensschwacher Haushalte aus "angesagten" Bezirken widerspiegelt.

    Die politischen und finanziellen Handlungsspielräume vieler Städte schwinden. Angesichts zum Teil dramatischer Haushaltslagen haben einige Kommunen das städtische Wohneigentum an Finanzinvestoren verkauft, damit aber ein Instrument sozialer Steuerung aus der Hand gegeben. Die Abschottung der Stadtbewohner schwächen zudem das Gemeinwesen. Wie es anders gehen kann, zeigt das Beispiel Hamburg. Der Senat entschied im vergangenen Dezember, das vom Abriss bedrohte historische Gängeviertel von einem Investor zurückzukaufen, nachdem Künstler mehrere Häuser besetzt hatten und sich daraus eine breite Protestbewegung entwickelte. Der Rückkauf war auch der Erfolg von Bürgern, die wieder Einfluss darauf nehmen wollen, wie sich ihre Stadt entwickelt.

       
  • Manuel Halbauer

    Editorial

    Mit der Stadt verband sich seit jeher die Hoffnung auf ein besseres Leben. Dieser Hoffnung steht gegenwärtig eine zunehmende soziale und wirtschaftliche Polarisierung der Stadtgesellschaften entgegen. Weiter...

    Walter Siebel

    Die Zukunft der Städte

    Bestimmte Merkmale der europäischen Stadt werden durch gegenwärtige Entwicklungen infrage gestellt: Die Stadt als Ort der Hoffnung auf ein besseres Leben, als politisches Subjekt und Stadtentwicklung als Wachstumsprozess. Der Beitrag benennt Trends, welche die europäische Stadt stärken können. Weiter...

    Sophie Wolfrum

    Stadt, Solidarität und Toleranz

    Bis in die Moderne war die öffentliche Sphäre diejenige, in der sich der Mensch entfalten und an der Welt teilhaben konnte. Selbsterschaffung wird heute dagegen in der Sphäre des Privaten gesehen. Die Auswirkungen auf das Verständnis von Urbanität sind Gegenstand einer Politik des Städtischen. Weiter...

    Christine Hannemann

    Heimischsein, Übernachten und Residieren - wie das Wohnen die Stadt verändert

    Der Titel des Beitrages zielt auf die symbolische Synopse der vielfältigen Formen des Wohnens, die heute die Städte prägen. Angesichts der postmodernen Transformation aller Lebensverhältnisse diskutiert dieser Beitrag einige zentrale Aspekte des Wandels des städtischen Wohnens. Weiter...

    Katja Marek

    Rekonstruktion! Warum?

    Die Gründe für eine Rekonstruktion sind stadtspezifisch, dennoch gibt es stadtübergreifende Faktoren: Stadtimageplanungen, finanzielle Überlegungen und das Engagement von Bürgervereinen. Doch was bedeutet das für unser Geschichtsverständnis, unsere Identität und unsere künftigen Stadtbilder? Weiter...

    Ingrid Breckner

    Gentrifizierung im 21. Jahrhundert

    Beginnend mit begrifflichen Klärungen rekonstruiert der Beitrag zentrale Diskussionslinien seit den 1960er Jahren und reflektiert entstandene Erkenntnisse. Die Darstellung aktueller Entwicklungen im Themenfeld der Gentrifizierung schließt mit politischen und wissenschaftlichen Handlungsperspektiven ab. Weiter...

    Michael Zinganel

    Auf Angst gebaut

    Die Stadtbewohner finden sich in ihrem Alltag zunehmend in einem Kontinuum wechselnder Kontrollmilieus wieder, die sich mehr oder weniger hermetisch voneinander abschließen können. Jedoch zeigt sich tagtäglich die Durchlässigkeit der Grenzen durch eine Vielzahl von Grenzüberschreitungen. Weiter...

     

    Dossier

    Stadt und Gesellschaft

    Städte sind die Kristallisationspunkte des gesellschaftlichen Wandels. Das Dossier schildert aktuelle Tendenzen sowie Ursachen und Folgen der Stadtentwicklung in Deutschland. Es stellt stadtpolitische Steuerungsversuche vor, mit denen auf die Probleme der Städte reagiert wird. Weiter...