APUZ Dossier Bild

19.2.2010 | Von:
Heike Kratt

Zivile Konfliktbearbeitung in Israel und Palästina

Ein Fazit der Möglichkeiten

Jeder Konflikt ist einzigartig - und hochgradig komplex. Gezielte Antworten werden deshalb nie einfach sein können. Im Folgenden trotzdem der Versuch eines Fazits der Möglichkeiten des ZFD in Israel und Palästina:
  • Israelisch-palästinensische Kooperationen und Kommunikationsprozesse sind möglich. Sinnvoll sind sie nur mit einem für alle Seiten klar definierten Rahmen und Ziel. Die unterschiedlichen Erwartungen, Bedürfnisse und Möglichkeiten beider Seiten müssen beachtet werden.
  • Beide Seiten müssen bei einer direkten Kommunikation profitieren können. Herauszufinden, was dieser Gewinn sein könnte, kann eine wichtige Aufgabe einer Drittpartei, wie einer Friedensfachkraft sein.
  • Dialog ist nicht der Königsweg der Friedensförderung. Getrennte Arbeit nur mit israelischer oder palästinensischer Beteiligung kann ein genauso wichtiger Beitrag zur Konfliktbearbeitung und Friedensförderung sein wie direkte Kooperationen.
  • Langfristige Programme und eine kontinuierliche Präsenz vor Ort ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass an den strukturellen Ursachen der Gewalt gearbeitet werden kann.
  • Wichtig ist, dass verschiedene Ansätze miteinander kombiniert werden, parallel an verschiedenen Konfliktlinien und -feldern gearbeitet wird und dabei eine stabile Struktur geboten wird.
Grundvoraussetzung ist es, die Bedeutung des Wortes "zivil" auch ernst zu nehmen: Ein zivil-militärischer Ansatz wäre das Gegenteil und damit auch das Ende vom ZFD.


Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de