APUZ Dossier Bild
1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11 Auf einer Seite lesen

25.1.2010 | Von:
Werner Rösener

Landwirtschaft und Klimawandel in historischer Perspektive

Klimatische Veränderungen haben in der vorindustriellen Epoche wie in der Moderne starke Auswirkungen auf die Landwirtschaft gehabt. Das Wärmeoptimum des Hochmittelalters beruhte auf natürlichen Ursachen.

Einleitung

Das Weltklima verändert sich seit einiger Zeit fundamental, wie kaum mehr ernsthaft bestritten wird. Die große Klimakonferenz von Kopenhagen hat sich im Dezember 2009 in zähen Verhandlungen bemüht, die globale Erwärmung durch verschiedene Maßnahmen bis zum Jahre 2050 auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Die weltweit registrierte Erwärmung ist zweifellos zur globalen Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden. Die Klimazonen verschieben sich, vielen Weltregionen und Ländern drohen Hitzewellen, Dürrezeiten, Starkniederschläge, Sturmfluten und ein beträchtlicher Anstieg des Meeresspiegels. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in Form von Wassermangel, Überschwemmungen, Missernten und Bodenerosion sind dabei besonders gravierend.






Während die Erderwärmung und ihre Auswirkungen offenbar unstrittig sind, wird die entscheidende Frage, wie hoch der menschliche Anteil am Klimawandel zu bewerten ist, kontrovers diskutiert. Seriöse Klimaforscher verweisen zu Recht darauf, dass das Weltklima seit Jahrtausenden keineswegs konstant geblieben ist, sondern großen Schwankungen unterworfen war. Nach dem Ende der letzten Eiszeit (10 000 v. Chr.) kam es bereits vor etwa fünf- bis sechstausend Jahren zu einer Warmzeit mit hohen Durchschnittstemperaturen.[1] Bei der Erforschung der Klimaentwicklung der vergangenen tausend Jahre stießen Klimahistoriker auf das Wärmeoptimum des Hochmittelalters, das im Unterschied zur heutigen Erwärmung natürliche Ursachen hatte und keinesfalls anthropogen bedingt war. Wie verhält es sich mit dieser Wärmeperiode des Hochmittelalters? Welche Auswirkungen hatte sie auf Bevölkerungsentwicklung, Siedlungsstruktur und Landwirtschaft?

Klimaoptimum des Hochmittelalters

Das Bild einer hochmittelalterlichen Warmperiode wurde seit 1965 vor allem von dem englischen Historiker Hubert Lamb geprägt, der den Höhepunkt dieser Warmzeit zwischen 1000 und 1300 terminierte.[2] Das Ausmaß der Erwärmung schätzte er auf ein bis zwei Grad über dem Mittelwert der Normalperiode von 1931 bis 1960. Diese Klimaphase mit warmen Sommern und milden Wintern, die im nordskandinavischen Raum sogar Werte von bis zu vier Grad über Normal erreichte, setzte sich mit regionalen Unterschieden offenbar bis in die Zeit um 1300 fort.

Gegen das Bild einer hochmittelalterlichen Warmzeit, das auch von Klimaforschern entworfen wurde, wandten sich in den Jahren nach 1990 einige Wissenschaftler und Umweltaktivisten.[3] Sie stellten die These von der Warmzeit des Hochmittelalters in Frage, da sie anscheinend dazu diente, die von menschlichen Kräften verursachte Erwärmung des ausgehenden 20. Jahrhunderts zu verharmlosen: Wenn es ohne menschliche Einflüsse im Hochmittelalter noch wärmer gewesen war als gegen Ende des 20. Jahrhunderts, warum sollte dann die heutige Erwärmung nicht auch natürliche Gründe haben? Die von Lamb festgestellte Erwärmung des hochmittelalterlichen Klimas wurde zu einer heiklen Angelegenheit, weil sie die gemessenen 0,6 Grad Erwärmung des 20. Jahrhunderts weit übertraf. Aus diesem Grund bemühten sich einige Forscher, die Existenz einer hochmittelalterlichen Warmphase zu bezweifeln.

Neben direkten Klimadaten und schriftlichen Hinweisen (Urkunden, Chroniken) wurden in der Historischen Klimatologie vor allem Proxydaten ausgewertet, das heißt Ernteertragszahlen, Vereisungsbelege oder Hochwasserangaben.[4] Im Allgemeinen werden sie in biologische (Getreideerträge, Baumringe etc.) und physikalische Daten (Vereisungsdaten, Wasserstände etc.) unterteilt. Die Unterschiede von Ernteerträgen, das Auftreten bestimmter Wetterphänomene oder die Qualität des Weines erregten schon im Mittelalter die Aufmerksamkeit vieler Zeitgenossen. Da die Sicherung der Ernährung und der wirtschaftliche Erfolg von solchen Ertragshöhen abhingen, registrierte man mit großer Sorgfalt die jährlichen Ernteergebnisse in Rechnungsbüchern. Aus ihnen lassen sich lange Listen und homogene Zeitreihen erstellen, die Aussagen zur Klimaentwicklung des Hoch- und Spätmittelalters erlauben.

Die hochmittelalterliche Warmzeit tritt markant hervor, wenn man die Klimadaten des Hochmittelalters mit denen der späteren Kleinen Eiszeit (14. bis 18. Jahrhundert) vergleicht. Die Forschungen von Rüdiger Glaser, Hubert Lamb und Pierre Alexandre haben ergeben, dass die hochmittelalterliche Epoche vom 11. bis 13. Jahrhundert durch eine signifikante Erwärmung der Durchschnittstemperatur um ein bis zwei Grad Celsius gekennzeichnet war, wobei regionale und zeitliche Unterschiede konstatiert wurden.[5] Untersuchungen belegten, dass sich im Zeitraum zwischen 900 und 1300 die Gletscher auffallend zurückzogen. Der Klimahistoriker Pierre Alexandre kam nach einer systematischen Auswertung hochmittelalterlicher Quellen zu dem Ergebnis, dass sich eine überzeugende Dokumentation zur Klimaentwicklung erst seit dem 12. Jahrhundert erstellen lässt.[6] Allgemein beobachtete er auffällige regionale Unterschiede, die sich während des Hochmittelalters insbesondere zwischen den Ländern nördlich der Alpen und den Regionen des Mittelmeerraumes zeigten.

Die Sommertemperaturen waren vom 11. bis zum 13. Jahrhundert überwiegend warm, wurden aber von Kaltphasen unterbrochen.[7] Dabei verhielten sich die Niederschlagstendenzen häufig gegenläufig, da heiße Sommer in der Regel auch trocken waren. Zwischen 1261 und 1310 und in den Jahren nach 1321 traten in Mitteleuropa die längsten Phasen anhaltender Sommerwärme auf. Im Jahre 1342 kam es infolge ergiebiger Regenfälle zu einer gewaltigen Hochwasserkatastrophe: Durch Starkregen wurden in Süddeutschland viele Landschaften beeinträchtigt, Ernten zerstört und Flussbrücken hinweggerissen. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts begann eine Klimaphase, die durch kühlere Sommer, strengere Winter und ungünstige Ernteerträge gekennzeichnet war.

Bevölkerungsexpansion und Landesausbau

Welche Auswirkungen hatte die hochmittelalterliche Warmphase auf Agrarwirtschaft und Bevölkerungsdichte? In seinen grundlegenden Untersuchungen zur Agrar- und Ernährungsgeschichte Mitteleuropas seit dem Hochmittelalter hat Wilhelm Abel die Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts als Aufschwungsepoche charakterisiert, die im 14. und 15. Jahrhundert von einer Phase der Agrardepression abgelöst wurde.[8] Bei der Frage nach den Ursachen des hochmittelalterlichen Booms wies Abel neben den agrikulturellen Fortschritten in Agrartechnik und Bodennutzung vor allem auf den demographischen Faktor hin: Die enorme Bevölkerungszunahme, die vom 11. bis zum frühen 14. Jahrhundert annähernd zu einer Verdreifachung führte, sei die Voraussetzung für die großartige Ausweitung und Intensivierung des Ackerbaus gewesen. Bei den Ursachen des hochmittelalterlichen Aufschwungs fehlt bei Abel noch jeglicher Hinweis auf die klimatischen Veränderungen der Warmphase, wodurch die Expansion des Ackerbaus und die Intensivierung der Agrarwirtschaft befördert wurden.

Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert vergrößerte sich die Bevölkerung in den meisten west- und mitteleuropäischen Ländern um das Zwei- bis Dreifache. In Frankreich wuchs in diesem Zeitraum die Bevölkerung von etwa sechs auf 19 Millionen, während in Deutschland eine Zunahme von etwa vier auf 12 Millionen stattfand.[9] In Wechselwirkung zur enormen Bevölkerungsexpansion wurde das Kultur- und Ackerland auf Kosten der bis dahin noch anders genutzten Flächen und der Waldareale ausgeweitet. Dieser hochmittelalterliche Landesausbau vollzog sich in Deutschland in zwei Bereichen: einerseits in der Binnenkolonisation und dem Ausbau des altdeutschen Siedlungsgebietes und andererseits in der Ostsiedlung, wodurch die Gebiete jenseits von Elbe und Saale kolonisiert wurden.[10] Der intensive Landesausbau verwandelte das Bild der mitteleuropäischen Landschaft in ein blühendes Kulturland von Hof- und Dorfgemarkungen. Gleichzeitig veränderte sich im Gunstklima des Hochmittelalters das Siedlungsbild Europas durch die Entstehung zahlreicher Städte als Zentren von Handel und Gewerbe.

Intensivierung der Getreidewirtschaft

Im warmen Makroklima des Hochmittelalters verschoben sich die Anbaugrenzen der Kulturpflanzen, so dass die Expansion der Agrarwirtschaft und die Verdichtung der Siedlungen vorangetrieben wurden. Man muss berücksichtigen, dass selbst geringe Veränderungen in der Durchschnittstemperatur und im Ausmaß der Niederschläge beachtliche Auswirkungen auf die Pflanzenwelt haben konnten. Die Länge der Wachstumsperiode verschob sich durch die erhöhte Durchschnittstemperatur im mittel- und nordeuropäischen Raum um bis zu vier Wochen. Dies wirkte sich äußerst vorteilhaft auf die Wachstumsperiode der Pflanzen und die Höhe der Ernteerträge aus. Die Erwärmung des Klimas begünstigte den für die Ernährung der anwachsenden Bevölkerung wichtigen Getreideanbau, so dass man zu Recht von einer hochmittelalterlichen "Vergetreidung" der europäischen Kulturlandschaft gesprochen hat.

Sorgfältige Untersuchungen zur Getreidewirtschaft in England und Schottland haben ergeben,[11] dass sich das Ackerland während des 12. und 13. Jahrhunderts in manchen Regionen in Höhen ausdehnte, die lange Zeit zuvor nicht und auch in späteren Epochen nicht mehr bebaut wurden. Interessante Studien zu Getreidebau und Klimawandel in einigen Bergregionen des südöstlichen Schottland legte der Geograph Martin Parry vor.[12] Im 13. Jahrhundert erreichte demnach der Ackerbau mit unterschiedlichen Getreidesorten in vielen Gemarkungen der Lammermuir Hills eine erstaunliche Ausdehnung und Bedeutung. Exakte Angaben zu den Getreidebaugrenzen des Hochmittelalters in dieser Bergregion lassen sich auf Grund der geringen schriftlichen Bezeugung zwar nicht vorlegen, doch ergeben sich durch Vergleiche mit anderen Orten und Regionen einige Anhaltspunkte.

Die Ausdehnung der Getreidebaugrenzen nach Norden hin lässt sich im Hochmittelalter besonders im skandinavischen Raum beobachten. In Norwegen reichte der Anbau von Gerste und anderen Getreidesorten im 11. Jahrhundert bis nach Malangen im Norden, und sogar im Gebiet von Trondheim wuchs Weizen auf klimatisch günstig gelegenen Feldern.[13] Aufzeichnungen aus der Trondheimer Gegend deuten darauf hin, dass der Getreidebau in dieser Region erst im späten Mittelalter eingestellt wurde, als die Klimagunst des Hochmittelalters vergangen war. Andreas Holmsen entdeckte, dass sich in Norwegen die gerodeten Waldgebiete und die von Bauern bewirtschafteten Flächen bereits seit dem 10. Jahrhundert stark ausdehnten und bis zu 200 Metern in die Höhe hinaufreichten.[14]

Ausweitung der Weinbaugrenzen

Inwieweit kann der Weinbau, der auf warme Temperaturen angewiesen ist, als Indikator der hochmittelalterlichen Wärmegunst im nordalpinen Raum dienen? Zahlreiche Studien zur Verbreitung des Weinbaus konnten aufzeigen, dass Wein im Hochmittelalter nicht nur in den alten Anbaugebieten an Mosel und Rhein in Lagen bis zu 200 Metern oberhalb der heutigen Weinbaugrenze erzeugt wurde, sondern auch weit im Norden bis nach Holstein und Ostpreußen sowie in England und im südlichen Skandinavien.[15] Die mittelalterlichen Nordgrenzen des Weinbaus sind teilweise zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Umfeld einer neuen Warmphase wieder erreicht worden, wie in den Medien spektakulär berichtet wurde.

Die Weinrebe gehört zu denjenigen Kulturpflanzen, bei denen Klima und Witterung eine große Rolle spielen. Ihren hohen Ansprüchen kann der Weinbau in nördlichen Breiten daher nur an günstigen Standorten gerecht werden.[16] Weinbau deutet darauf hin, dass Nachtfröste im Frühjahr selten sind und die Sonnenscheindauer im Sommer und Herbst ausreichend ist, um Wein zu erzeugen. Die jährlichen Qualitätsunterschiede einzelner Weinsorten zeugen von der Relevanz des Klimafaktors für den Weinbau, zumal alle menschlichen Bemühungen darauf gerichtet sind, optimale Qualität zu garantieren. Über die Anforderungen an das Klima sind allerdings eindeutige Aussagen schwierig. Anhand von Temperaturskalen und Mittelwerten wurde zwar immer wieder versucht, klare Anbauregeln für Reben festzulegen und Grenzwerte für ihre Verbreitung herauszuarbeiten, aber dies hatte nur partiell Erfolg.

Wie sehr verschob sich die nördliche Weinbaugrenze während der Warmphase des Hochmittelalters? Ausgehend von den spätrömischen Rebanlagen an Mosel und Rhein hatte sich der Weinbau bereits in der Karolingerzeit vom linksrheinischen Raum auf die Gebiete rechts des Rheins ausgebreitet. Eine vermehrte Anlage von Weinbergen ist in Mitteleuropa vor allem seit dem 11. Jahrhundert zu registrieren.[17] Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert verdichtete sich die Rebkultur nicht nur im Rheinland, sondern auch im Elsass, auf der rechten Seite des Oberrheins und in den innerschwäbischen Regionen. Bis um 1300 wurden auch das Maingebiet und der angrenzende Raum für die Weinrebe erschlossen, so dass der Weinbau hier im 14. Jahrhundert bereits sein späteres Verbreitungsgebiet erreichte.

Im Bereich von Saale und Unstrut, im Thüringer Becken und im Elbtal hatte sich der Weinbau ebenfalls ausgedehnt. Von den älteren Weinbauregionen aus war der Weinbau während des Hochmittelalters auch in klimatisch weniger begünstigte Anbaugebiete transferiert worden, etwa in die Eifel und nach Westfalen. Nach Norden hin drang der Weinbau bis Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Ostpreußen vor. In Polen wird Weinbau bereits im 13. Jahrhundert an der unteren Nida erwähnt; in anderen Teilen Polens werden Rebanlagen in Posen und Plock genannt. Im Gebiet des Deutschen Ritterordens gab es Weinberge vor allem in der Gegend von Rastenburg, Leunenburg und Thorn.[18] Detaillierte Studien zu den Weinbauregionen in Nord- und Ostdeutschland haben ergeben, dass sich die Rebpflanzen auf ausgesuchten Flächen im Umkreis von Städten, Klöstern und Kirchen zur Deckung des Eigenbedarfs konzentrierten.

Klimaverschlechterung im Spätmittelalter

Im 14. und 15. Jahrhundert setzte nach dem Ende der hochmittelalterlichen Warmzeit eine Phase der Klimaverschlechterung und Abkühlung ein, die schließlich zur "Kleinen Eiszeit" der Frühen Neuzeit überleitete. Der Klimawandel trat besonders im Verlauf der großen Hungersnot von 1315 bis 1317 hervor. Strenge Winter, verregnete Sommer und überwiegend kühle Frühlings- und Herbstzeiten leiteten eine Hungerkatastrophe ein, die durch ihre Dauer alle Hungersnöte des Jahrhunderts davor weit übertraf.[19] Das Notstandsgebiet schlechter Ernten und hoher Menschenverluste erstreckte sich von England über Frankreich und Deutschland bis zu den skandinavischen Ländern.

Nach einigen guten Jahren begann Mitte der 1330er Jahre erneut eine Phase schwieriger Klimaverhältnisse mit ernsten Auswirkungen auf Landwirtschaft und Agrarkonjunktur. Mitte des 14. Jahrhunderts war die Pest der Jahre 1347 bis 1352 ein Ereignis, das katastrophale Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft hatte. Während weniger Jahre wurde die Bevölkerung um mehr als ein Drittel dezimiert, als sich die todbringende Krankheit ausbreitete.[20] Warum hatte der "Schwarze Tod", der vom Orient eingeschleppt worden war, so verheerende Auswirkungen auf die europäische Bevölkerung? Zweifellos traf die Pest, die in mehreren Seuchenzügen daherkam, auf eine Bevölkerung mit geminderter Resistenz und schwachen Reserven. Die Klimaveränderungen und krankheitsfördernde Momente erklären aber nur einen Teil der offenen Fragen, zumal die Pestepidemien in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark auftraten.

Wüstungen und verlassene Siedlungen

Im Spätmittelalter entstanden in vielen Regionen Europas zahlreiche Wüstungen und abgegangene Höfe, Dörfer und Fluren.[21] Auf der Suche nach den Ursachen der spätmittelalterlichen Wüstungsprozesse sind unterschiedliche Gründe und Theorien vorgelegt worden, die nur partiell überzeugen. Als Hauptgrund für die Bildung von Wüstungen wurden lange Zeit die zahlreichen Kriege und Fehden jener Epoche genannt. Neben dieser Kriegstheorie behauptete sich bei den Geographen besonders die Konzentrationstheorie: Wüstungen seien im Spätmittelalter vor allem durch die Zusammenlegung mehrerer Ortschaften zu größeren Siedlungen entstanden. Der Wirtschaftshistoriker Wilhelm Abel stellte in diesem Zusammenhang die Agrarkrisentheorie auf,[22] die eine enge Verbindung von krisenhaften Phänomenen in der Agrarwirtschaft und Abwanderungsvorgängen im ländlichen Raum sah. Die wichtige Frage, ob die Wüstungsvorgänge eine Folge von Klimaveränderungen waren, wurde von ihm jedoch nicht erörtert.

Die Siedlungsforschung hat zu Recht darauf hingewiesen, dass während des Spätmittelalters die höher gelegenen und von der Natur benachteiligten Siedlungen den stärksten Abgang erlebten. Die starke Bevölkerungszunahme, die im 12. und 13. Jahrhundert den Landesausbau vorantrieb, hatte dazu geführt, dass bäuerliche Siedlungen auch auf Grenzertragsböden und an solchen Orten angelegt wurden, wo bäuerliche Siedlung auf die Dauer nicht möglich war oder zu hohe Kosten verursachte. Von der Wüstungsbildung des Spätmittelalters waren daher die Rodungssiedlungen des Hochmittelalters in den deutschen Mittelgebirgsregionen am stärksten bedroht. Der ungünstigen Lage von Siedlungen kommt bei der spätmittelalterlichen Wüstungsbildung aber nur eine mitverursachende Rolle zu, da die Abwanderung aus den klimatisch gefährdeten und wenig begünstigten Orten erst erfolgte, als durch den allgemeinen Bevölkerungsrückgang Platz in den günstiger gelegenen Siedlungen entstanden war.[23]

In Norwegen, das durch seine Randlage auf Klimaveränderungen äußerst empfindlich reagiert, war die Wüstungsbildung im Spätmittelalter besonders ausgeprägt. Die Aufgabe vieler Einzelhöfe und Dörfer war nach Ansicht der norwegischen Forschung vor allem eine Folge der Klimaverschlechterung, die dort im Spätmittelalter zusammen mit einem beträchtlichen Bevölkerungsrückgang in erheblichem Maße wirksam war. Durch detaillierte Untersuchungen zur Siedlungs- und Agrargeschichte konnte gezeigt werden, dass die bäuerliche Agrarwirtschaft während des klimatisch günstig beeinflussten Hochmittelalters in Skandinavien einen Höchststand erreichte.[24] In Norwegen mit seiner ausgeprägten Einzelhofsiedlung begann im 14. Jahrhundert eine schwierige Phase. Viele Einzelhöfe wurden besonders in den höher gelegenen Regionen reihenweise aufgegeben. In den Bergregionen über 300 Meter hatte sich die Vegetationsperiode so weit verkürzt, dass der Getreidebau zu einer unsicheren Angelegenheit geworden war. Die demographischen Auswirkungen waren gravierend, da der um 1300 erreichte Höchststand der Bevölkerungszahl mit den Hungerkrisen des frühen 14. Jahrhunderts zuerst dramatisch und dann kontinuierlich zurückging und im 17. Jahrhundert einen Tiefstand erreichte.

Die norwegische Bevölkerung hat sich über Jahrhunderte hinweg von den Folgen der Klimaverschlechterung nicht erholt. Während dieser Zeit wurden die meisten Gehöfte in höheren Lagen verlassen, zumal abwandernde Bauernfamilien in den Tälern leergewordene Hofstellen mit besseren Böden übernehmen konnten. Zweifellos wirkten sich Klimawandel und Bevölkerungsrückgang besonders auf Ackerbau und Getreidewirtschaft aus. Schriftlichen Zeugnissen zufolge belief sich die norwegische Getreideernte noch im Jahre 1665 auf lediglich 67 bis 70 Prozent der Erträge aus der Blütezeit um 1300.[25]

"Kleine Eiszeit"

Der Begriff der "Kleinen Eiszeit" wurde in Analogie zu den "Großen Eiszeiten" in vorgeschichtlicher Zeit gebildet und bezeichnet eine sich vom 14. bis zum frühen 19. Jahrhundert erstreckende Klimaphase, die von einer langfristigen Abkühlung der Durchschnittstemperatur von ein bis zwei Grad Celsius bestimmt war.[26] Innerhalb dieser Zeit gab es beträchtliche Klimaschwankungen und einige Phasen, die günstigere oder ungünstigere Witterungsbedingungen aufwiesen. Die Abkühlung des Klimas wirkte sich auf Flora und Fauna aus und beeinflusste die Landwirtschaft in Mittel- und Nordeuropa stark. In Island musste im Zuge dieses Klimawandels der Getreidebau ganz aufgegeben werden; in anderen Ländern gab man den Anbau von Weizen auf und behalf sich mit Hafer und Roggen.[27] Hinsichtlich der Erntezeiten erfährt man aus den Quellen, dass sich die Obstblüte, die Getreideernte oder die Reifezeit der Weintraube wegen der schlechten Witterung beträchtlich hinausschoben.

Die Zeit von 1565 bis 1601 war eine Periode, die in besonderem Maße von einer Klimaverschlechterung geprägt war. Christian Pfister hat diese Klimaphase am Beispiel der Schweiz detailliert untersucht.[28] Die Temperatur war damals im Frühjahr häufig ungewöhnlich kühl, während die sommerlichen Niederschläge stark zunahmen. Die Talfahrt der Sommertemperaturen von 0,8 Grad zwischen 1565 und 1601 ging mit einer starken Zunahme der Niederschläge und einer Vervierfachung der schweren Überschwemmungen einher. Außerdem wurden die Winter schneereicher und dauerten viel länger als früher. Die auf den Anbauflächen der Spitäler von Zürich, Basel und Winterthur pro Flächeneinheit erzeugten Getreidemengen gingen um 18 Prozent zurück, ebenso die Zehnterträge.

Wie aus den Schriftstücken der Berner Obrigkeit hervorgeht, war der Rückgang der Getreideproduktion ursächlich mit einer Schrumpfung der Viehherden verbunden. Schon im Jahre 1591 mussten ausgedehnte Ackerflächen brach gelassen werden, weil es an Zugvieh für die Pflüge und Dünger für die Äcker fehlte. Dies könnte darin begründet sein, dass in den katastrophalen Regensommern zwischen 1585 und 1589 nicht ausreichende Heumengen in die Scheunen gebracht wurden, um die Zugtierbestände zu halten. Auch die Weinmosterträge gingen von der Jahrhundertmitte an in den Weinbaugebieten der Schweiz kontinuierlich zurück; im Jahrzehnt von 1590 bis 1599 wurde nur noch halb so viel Wein pro Flächeneinheit gekeltert wie von 1550 bis 1559. Dies dürfte einerseits mit den ungünstigen Klimaverhältnissen und andererseits mit der schlechteren Düngung zusammenhängen.[29]

Klimawandel der Moderne

Im Unterschied zur Abkühlungsperiode der "Kleinen Eiszeit" brachte der Klimawandel des 20. und 21. Jahrhunderts eine Erderwärmung mit sich, die andere Auswirkungen auf die Landwirtschaft hatte.[30] Messdaten aus aller Welt belegen, dass in den vergangenen hundert Jahren die mittlere Temperatur deutlich gestiegen ist. Die wichtigsten Daten liefern die weltweiten Wetterstationen, die seit dem Jahr 1900 einen globalen Anstieg der Temperatur um 0,7 Grad melden. Ein anderer Datensatz resultiert aus Messungen der Meerestemperatur. Die globale Erwärmung wird durch Satellitenmessungen bestätigt, ferner durch den starken Gletscherschwund, das Schrumpfen des arktischen Meereises, das immer spätere Gefrieren von Flüssen und Seen sowie das frühere Austreiben der Bäume und Pflanzen. Betrachtet man die Erwärmung des 20. Jahrhunderts genauer, so kann man drei Phasen unterscheiden: Bis 1940 gab es eine frühe Erwärmungsphase, danach stagnierten die Temperaturen bis in die 1970er Jahre; seitdem gibt es einen neuen Erwärmungstrend, der im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts unvermindert anhält.

Auf der Suche nach den Ursachen der Erderwärmung begnügte man sich nicht mit natürlichen Faktoren wie der verstärkten Sonnenaktivität oder internen Schwankungen in der Atmosphäre, sondern suchte vor allem nach den anthropogenen (vom Menschen verursachten) Gründen des Klimawandels. Dabei stieß man auf die Verschmutzung der Luft als Folge der Industrialisierung, des vermehrten Ausstoßes von Treibhausgasen und der Vermehrung des Individualverkehrs mit Verbrennungsmotoren. Es wurde argumentiert, dass das rapide Bevölkerungswachstum, die Zunahme der Großstädte und urbanen Zentren sowie die Folgen der Industrialisierung genau einen ebenso großen Einfluss auf die Erwärmung hätten wie natürliche Prozesse. In der öffentlichen Diskussion spielt die Frage eine wichtige Rolle, ob die derzeitige Erderwärmung singulär ist oder ob es historisch vergleichbare Phasen gab.

Folgen für die Landwirtschaft

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der globalen Erwärmung sind zweifellos enorm, soweit sich dies heute abschätzen lässt. Welche tatsächlichen oder prognostizierten Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum? Der Klimawandel bewirkt, dass extreme Naturereignisse, das heißt starke Regenfälle mit nachfolgenden Überschwemmungen, große Hitzewellen und Stürme mit ungewöhnlicher Intensität, weiter zunehmen.[31] In Nordamerika sind extreme Stürme und Tornados zu erwarten, während in Asien große Überschwemmungen drohen. In Europa ist in Zukunft neben extremen Hitzewellen und Fluten auch mit mehr Wirbelstürmen und Orkanen zu rechnen. Starke Regenfälle und drückende Hitzeperioden waren im vergangenen Jahrzehnt bereits in ganz Europa zu spüren. Im Osten und Süden Deutschlands sowie in Österreich und Ungarn kam es im Jahre 2002 zu außerordentlichen Überschwemmungen an Donau, Elbe, Moldau und Inn.

Welche Auswirkungen wird der Klimawandel speziell im deutschen Wirtschaftsraum haben? Die klimatischen Veränderungen berühren die Sektoren der Volkswirtschaft in unterschiedlichem Maße.[32] Infolge der Zunahme von extrem heißen Sommern wird die Forstwirtschaft künftig vermehrt durch Waldbrände gefährdet sein; ferner kann Wassermangel die Wachstumsbedingungen der Bäume beeinträchtigen und die Schädlingsausbreitung begünstigen. Bei der Forstbewirtschaftung sind Waldumbaumaßnahmen notwendig, da Mischwälder weniger gefährdet sind als Monokulturen von Fichten.

Gibt es regionale Unterschiede bei den Klimaveränderungen? Durch extrem heiße Sommer wird in Zukunft besonders die Landwirtschaft in Süddeutschland mit Trockenheit und Wasserknappheit zu rechnen haben, da die Extremlagen zu schweren Ernteeinbußen führen können. Zu den Kosten des Klimawandels kommen Kosten der Anpassung, um die Schäden zu begrenzen. Im Frühjahr und Sommer kann es auf Grund starker Regenfälle insbesondere in flussnahen Gebieten und an den Küsten der Nord- und Ostsee zu Hochwasser und schweren Überschwemmungen kommen.

Schluss

Klimatische Veränderungen haben starke Auswirkungen auf den Agrarsektor und allgemein auf Wirtschaft und Gesellschaft. Hinsichtlich der Ursachen des Klimawandels ist noch immer ungeklärt, welchen Anteil natürliche oder vom Menschen beeinflusste Faktoren haben. Die Erkenntnis, dass das Wärmeoptimum des Hochmittelalters auf natürlichen Ursachen beruhte und nicht anthropogen bedingt war, sollte bei der Diskussion über die Ursachen der gegenwärtigen Erderwärmung zur Vorsicht mahnen.

Will man effektiv handeln, um möglichen Folgen der Erderwärmung entgegenzuwirken, ist ein Wissen darüber erforderlich, was die Zukunft bringen könnte. Kernfrage aller Klimaprognosen ist vor allem die Höhe der Emission von Treibhausgasen. Berechnungen des dadurch zu erwartenden Temperaturanstiegs im 21. Jahrhundert basieren indes auf unterschiedlichen Prämissen im Hinblick auf die Zusammensetzung der Atmosphäre.

Realistische Prognosen beschreiben eine Zukunft mit schnellem Wirtschaftswachstum, der Einführung neuer energiesparender Techniken bei zunehmender Globalisierung und einer Weltbevölkerung, die bis 2050 rund neun Milliarden erreicht. Die Zusammensetzung der Atmosphäre wird sich durch menschliche Einflüsse weiter verändern; die mittlere globale Temperatur wird, je nach Standpunkt und Szenarium, während des 21. Jahrhunderts um zwei bis vier Grad Celsius ansteigen. Während dieser Zeit ist in vielen Weltgegenden verstärkt mit extremen Wetterereignissen in Gestalt von Dürren, Überschwemmungen und Stürmen zu rechnen. Die Folgen der globalen Erwärmung werden enorm sein, wobei die Auswirkungen auf einzelne Länder und Wirtschaftssektoren ganz unterschiedlich sind. Eine vermehrte Sonneneinstrahlung kann sowohl größere Schwierigkeiten in der Landwirtschaft bedeuten als auch neue Vorteile - je nach geographischer Lage und Wirtschaftsstand.

Viele Fragen zum Klimawandel in Vergangenheit und Zukunft sind noch ungelöst und bedürfen der wissenschaftlichen Erforschung. Die politischen und gesellschaftlichen Aufgaben bei der Bewältigung der Klimaprobleme sind gewaltig, doch sollte vor Horrorszenarien gewarnt werden.
1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11 Auf einer Seite lesen

Fußnoten

1.
Vgl. Wolfgang Behringer, Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung, München 2007, S. 10; Karl-Heinz Ludwig, Eine kurze Geschichte des Klimas. Von der Entstehung der Erde bis heute, München 2006, S. 116.
2.
Vgl. Hubert H. Lamb, Klima und Kulturgeschichte. Der Einfluß des Wetters auf den Gang der Geschichte, Reinbek 1994 (Orig.: Climate, History and the Modern World, London 1982).
3.
Vgl. Malcolm K. Hughes/Henry F. Diaz, Was there a "medieval warm period", and if so, where and when, in: Climatic Change, 26 (1994), S. 109 - 142.
4.
Vgl. Rüdiger Glaser, Klimageschichte Mitteleuropas. 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen, Darmstadt 2001, S. 21 - 27.
5.
Vgl. R. Glaser (ebd.); H. H. Lamb (Anm. 2); Pierre Alexandre, Le climat en Europe au Moyen Age, Paris 1987.
6.
Vgl. P. Alexandre (ebd.), S. 775 - 808.
7.
Vgl. R. Glaser (Anm. 4), S. 61 - 66.
8.
Vgl. Wilhelm Abel, Agrarkrisen und Agrarkonjunktur. Eine Geschichte der Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas seit dem Hochmittelalter, Hamburg-Berlin 19662, S. 25 - 60.
9.
Vgl. Werner Rösener, Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992, S. 17.
10.
Vgl. Wilhelm Abel, Geschichte der deutschen Landwirtschaft vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, Stuttgart 19672, S. 25 - 66; W. Rösener (Anm. 9), S. 16 - 20.
11.
Vgl. H. H. Lamb (Anm. 2), S. 296f.
12.
Vgl. Martin L. Parry, Climatic Change, Agriculture and Settlement, Folkestone 1978.
13.
Vgl. H. H. Lamb (Anm. 2), S. 196.
14.
Vgl. Andreas Holmsen, Norges historie, Oslo-Berlin 1961.
15.
Vgl. Wilfried Weber, Die Entwicklung der nördlichen Weinbaugrenzen in Europa, Trier 1980; Helmut Hahn, Die deutschen Weinbaugebiete, Bonn 1956.
16.
Vgl. Alois Gerlich (Hrsg.), Weinbau, Weinhandel und Weinkultur, Stuttgart 1993.
17.
Vgl. W. Weber (Anm. 15), S. 15 - 24.
18.
Vgl. Janusz Tandecki, Weinbau im mittelalterlichen Preußen, in: Beiträge zur Geschichte Westpreußens, 12 (1991), S. 83 - 99.
19.
Vgl. William Chester Jordan, The Great Famine. Northern Europe in the Early Fourteenth Century, Princeton 1996.
20.
Vgl. Neithard Bulst, Der Schwarze Tod, in: Saeculum, 30 (1979), S. 45 - 67; Klaus Bergdolt, Der Schwarze Tod in Europa, München 1994.
21.
Vgl. Wilhelm Abel, Die Wüstungen des ausgehenden Mittelalters, Stuttgart 19763; Martin Born, Die Entwicklung der deutschen Agrarlandschaft, Darmstadt 1974, S. 67 - 73.
22.
Vgl. W. Abel (Anm. 10), S. 22 - 81.
23.
Vgl. Werner Rösener, Bauern im Mittelalter, München 1985, S. 258.
24.
Svend Gissel u.a., Desertion and Land Colonisation in the Nordic Countries c.1300 - 1600. Comparative Report from the Scandinavian Research Project on Deserted Farms and Villages, Stockholm 1981.
25.
Vgl. H. H. Lamb (Anm. 2), S. 222.
26.
Vgl. W. Behringer (Anm. 1), S. 119.
27.
Vgl. ebd., S. 130.
28.
Vgl. Christian Pfister, Klimageschichte der Schweiz 1525 - 1860, Bern-Stuttgart 1984, Bd. 1, S. 119 - 126.
29.
Vgl. ders., Historische Umweltforschung und Klimageschichte, in: Siedlungsforschung, 6 (1988), S. 125.
30.
Vgl. Stefan Rahmstorf, Klimawandel - einige Fakten, in: APuZ, (2007) 47, S. 7 - 13.
31.
Vgl. Claudia Kemfert, Ökonomische Folgen des Klimawandels, in: APuZ, (2007) 47, S. 14 - 19; Nicholas Stern, The Economics of Climatic Change. The Stern Review, Cambridge 2006.
32.
Vgl. C. Kemfert (Anm. 31), S. 16 - 18.