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Mexiko

Mexiko durchlebt seit Ende der 1990er Jahre einen tief greifenden Wandel. Volkswirtschaftlicher Erfolg sowie Demokratisierungs- und Pluralisierungsfortschritte der vergangenen Jahre werden jedoch zunehmend von schwerwiegenden Problemen verdeckt, allem voran vom "Drogenkrieg", dem unter anderem grassierende Korruption und eklatante soziale Ungleichheit einen fruchtbaren Boden bereiten. Seit 2006 hat Präsident Felipe Calderón über 45.000 Berufssoldaten in den Kampf gegen die Drogenkartelle geschickt. Doch der innerstaatliche Einsatz der Armee hat die Lage keineswegs verbessert: Von staatlichem Kontrollgewinn kann keine Rede sein, die Zahl der Opfer geht inzwischen in die Zehntausende.

   

Johannes Piepenbrink

Editorial

Mexiko hat in den vergangenen Jahren einige politische und volkswirtschaftliche Fortschritte gemacht. Doch werden die Erfolge zunehmend von Problemen verdeckt, insbesondere vom "Drogenkrieg", grassierender Korruption und großer sozialer Ungleichheit. Weiter...

Franz Smets

Schlaglichter aus einem Land ohne klare Richtung - Essay

Hinter der Fassade des aufstrebenden Schwellenlandes verbergen sich schwer­wiegende Probleme: Armut, Korruption und ein "Drogenkrieg", der zunehmend auch die Menschenrechtslage verschlechtert. Weiter...

Karl-Dieter Hoffmann

Calderons gescheiterter Feldzug gegen die Drogenkartelle

2006 erklärte der mexikanische Präsident Calderón dem Drogenhandel den "Krieg". Doch der Einsatz des Militärs im Innern hat die Lage eher verschlimmert als verbessert. Weiter...

Günther Maihold

Mexiko und die USA: zwischen NAFTA-Partnerschaft und Zweckgemeinschaft

Wirtschaftskrise, Migration und Drogenökonomie dominieren die Agenda in den Beziehungen zwischen Mexiko und den USA. Von der angestreb­ten "geteilten Verantwortung" sind beide Länder noch weit entfernt. Weiter...

Matthias Jäger

Schritt zurück nach vorn? Mexikos Demokratie

Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeigt, dass sich Mexiko in einigen Kernaspekten politischer Transformation deutlich verschlechtert hat. Die Achillesferse der me­xikanischen Demokratie bleiben die Staatlichkeit und der Rechtsstaat. Weiter...

Anne Huffschmid

Alltag statt Apokalypse: Mexiko-Stadt als Labor städtischen Lebens - Essay

Mexiko-Stadt erscheint oft als Moloch, in dem Chaos, dicke Luft und Kriminali­tät vorherrschen. Die Megastadt kann jedoch auch als Laboratorium urbaner All­tagskultur und öffentlichen Lebens betrachtet werden. Weiter...

Marianne Braig

Hinterhof der USA? Eine Beziehungsgeschichte

In Mexiko und den USA wurde immer wieder versucht, eine gemeinsame Ge­schichte der Befreiung vom europäischen Kolonialismus zu entwerfen. Doch die "Hinterhofpolitik" der USA verhindert eine Kooperation unter Gleichen. Weiter...

Alex Gertschen

Das bessere Leben, erträumt und erlitten* - Reportage

Javier Gómez ist ein illegaler Arbeitsmigrant in den USA. Ein Besuch bei seiner Familie in Mexiko-Stadt zeigt, dass die hart ver­dienten Dollars eine kleine Aufstiegsgeschichte ermöglicht haben. Weiter...

 

Länderprofil 14

Mexiko

Mexiko ist sowohl von Zuwanderung und Transmigration – vor allem von Mittelamerika ausgehend in die USA – betroffen, als auch von Abwanderung, zumeist in die USA. Während des vergangenen Jahrhunderts war die Abwanderung am stärksten, dennoch haben alle drei Migrationsformen Spuren hinterlassen. Weiter...