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11. September 2001

Vor zehn Jahren läuteten die Terroranschläge in den USA den Beginn einer neuen Ära in den internationalen Beziehungen ein. Die Bilder der "brennenden Zwillingstürme" in Manhattan am 11. September 2001 haben sich weltweit ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Bei den Anschlägen in New York und Washington starben fast 3000 Menschen. In den darauffolgenden Jahren dominierte der Terrorismus die Bedrohungswahrnehmung vieler Menschen.

Im Rahmen des "Krieges gegen den Terrorismus" wurden sicherheitspolitische Strategien überdacht und enorme Investitionen in Militärtechnologien getätigt – oftmals auf Kosten anderer gesellschaftlich wichtiger Bereiche. Schließlich ist deutlich worden, dass die Bekämpfung von Terrorakteuren nicht nur eine Frage der technischen Ausstattung und politischen Legitimation von Kampftruppen ist, sondern die Fundamente moderner Gesellschaften gefährden kann: Im Spannungsverhältnis zwischen individueller Freiheit und kollektiver Sicherheit kristallisieren sich die Grenzen offener Gesellschaften heraus.

   

Asiye Öztürk

Editorial

Vor zehn Jahren läuteten die Terroranschläge in den USA den Beginn einer neuen Ära in den internationalen Beziehungen ein. Die Bilder der "brennenden Zwillingstürme" in Manhattan am 11. September 2001 haben sich weltweit ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Bei den Anschlägen in New York und Washington starben fast 3000 Menschen. In den darauffolgenden Jahren dominierte der Terrorismus die Bedrohungswahrnehmung vieler Menschen. Weiter...

Markus Kaim

Internationale Sicherheitspolitik nach dem 11. September

Die Staaten des internationalen Systems passen ihre Politiken, Institutionen und Instrumente an die "neue" Bedrohung des islamistischen Terrorismus an. Doch der transnationale Terrorismus ist heute lediglich ein Risiko unter vielen anderen. Weiter...

Marwan Abou-Taam

Folgen des 11. September 2001 für die deutschen Sicherheitsgesetze

Die Sicherheitsgesetze wurden befristet, weil sie hinsichtlich ihrer Einschnitte in die Grundrechte nicht unproblematisch sind. Die Öffentlichkeit muss angemessen über sie informiert werden, um den gesellschaftlichen Konsens zu gewährleisten. Weiter...

Martin Kahl, Johann Schmid, Patricia Schneider

Strategien zur Bekämpfung von Terrorakteuren und Aufständischen

In der Auseinandersetzung mit Terrorakteuren ist es wichtig, zu ihrer Delegitimierung beizutragen, ohne eine Selbstdelegitimierung zu befördern sowie Aufstandsbekämpfung von der Bekämpfung terroristischer Gruppen zu unterscheiden. Weiter...

Jana Puglierin, Christoph Schwarz

Das Ende der amerikanischen Supermacht nach "9/11"?

Die US-Politik seit dem 11. September 2001 habe dazu geführt, dass die USA ihre einzigartige Machtposition im internationalen System langfristig nicht mehr behaupten können. Doch alle Abgesänge haben sich bislang stets als voreilig erwiesen. Weiter...

Marcel Hartwig

Der 11. September im nationalen Bewusstsein der USA

"9/11" führte die westliche Welt in den "Globalen Krieg gegen den Terror". Dieser Beitrag untersucht den Stellenwert des 11. September im nationalen Bewusstsein der USA und fragt nach der Funktion der Erinnerung an diesen Tag. Weiter...

D. K. Gamino, M. de los Reyes García Márkina, A. Suliman, G. Pörzgen

Der 11. September als globale Zäsur? Wahrnehmungen aus Lateinamerika, Nahost, Russland und Indonesien

Ob der 11. September 2001 eine Zäsur war oder nicht ist strittig. Fest steht aber, dass er eine globale Wirkung hatte. In diesem Beitrag werden Wahrnehmungen aus Lateinamerika, Nahost, Russland und Indonesien dargestellt. Weiter...

Geert J. Somsen

Der arabische Frühling und das Ende der "Antithese des 11. September" - Essay

Die "Antithese des 11. September" – dass der Islam unvereinbar mit westlichen Werten sei – hat ihre Überzeugungskraft verloren. Der arabische Frühling zeigte uns ein anderes Bild "der Muslime" und "des Westens". Weiter...