APUZ Dossier Bild

Organspende und Selbstbestimmung

Seit 1982 findet an jedem ersten Samstag im Juni der "Tag der Organspende" statt, um die deutsche Öffentlichkeit über die Spende von Organen und die Transplantationsmedizin aufzuklären. Denn häufig herrscht große Unsicherheit im Hinblick auf medizinische und ethische Aspekte: So ist die vermeintlich einfache Frage, ab wann ein Mensch unwiderruflich tot ist und damit als Spender eines lebenswichtigen Organs infrage kommt, nicht eindeutig zu beantworten.

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Spenderorganen werden neben den Diskussionen um die Einführung der Widerspruchslösung (zur Erhöhung der Spendebereitschaft) auch Forschungsarbeiten zur Organzüchtung im Labor oder zum Einsatz genetisch modifizierter Tierorgane vorangetrieben.

   

Asiye Öztürk

Editorial

Seit 1982 findet an jedem ersten Samstag im Juni der "Tag der Organspende" statt. Denn neben der Unwissenheit darüber, wie Organe gespendet werden können, herrscht häufig große Unsicherheit im Hinblick auf medizinische und ethische Aspekte. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Spenderorganen werden neben den Diskussionen um die Einführung der Widerspruchslösung auch Forschungsarbeiten zur Organzüchtung im Labor oder zum Einsatz genetisch modifizierter Tierorgane vorangetrieben. Weiter...

Sabine Müller

Wie tot sind Hirntote? Alte Frage - neue Antworten

Neue Erkenntnisse widerlegen die bisherige Begründung für die Gleichsetzung von Hirntod und Tod. Diskutiert werden die Abschaffung der Tote-Spender-Regel oder ein Verbot von Organentnahmen aus hirntoten Patienten. Weiter...

Anna Bergmann

Organspende - tödliches Dilemma oder ethische Pflicht? - Essay

Bei der Transplantationsmedizin stehen sich widersprechende Ethiken gegenüber: die Lebensrettung durch Organspenden und die damit verbundenen Tabuüberschreitungen, die unsere Vorstellungen über Menschenwürde aus den Angeln heben. Weiter...

Eckhard Nagel, Kathrin Alber, Birgitta Bayerl

Transplantationsmedizin zwischen Fortschritt und Organknappheit. Geschichte und aktuelle Fragen der Organspende

Die Widerspruchs- und Zustimmungslösung sind nur unter Beibehaltung einer transparenten Transplantationsmedizin vorstellbar. Dabei müssen medizinische, ethische und rechtliche Fragen betrachtet werden. Weiter...

Christian Lenk

Mein Körper - mein Eigentum?

Die Frage, ob wir Eigentum an unserem Körper haben, würden viele intuitiv bejahen. Doch der Körper ist keine Sache wie alle anderen. Wie sollen wir mit Körpermaterialien umgehen, die aus dem menschlichen Körper entfernt werden? Weiter...

Ingrid Schneider

Kann ein regulierter Organmarkt den Organmangel beheben - und zu welchem Preis?

Der Beitrag überprüft Modelle eines staatlich regulierten Organmarktes. Sowohl hinsichtlich der politischen und kulturellen Durchsetzbarkeit als auch der praktischen Regulierbarkeit scheinen solche Ansätze zum Scheitern verurteilt zu sein. Weiter...

Ellen E. Küttel-Pritzer, Ralf R. Tönjes

Tierorgane und Gewebezüchtung als Alternativen zum Spenderorgan?

Die regenerative Medizin umfasst Ansätze der Gewebereparatur und des Gewebeersatzes. Zum Einsatz kommen Verfahren der Gewebe- und Organzüchtung sowie Ersatzmaterialien von Tieren im Rahmen der Xenotransplantation. Weiter...

Dominik Groß

Zum Wandel im Umgang mit der menschlichen Leiche: Hinweise und Erklärungsversuche

Veränderungen in der Bestattungskultur sind Indizien für den Wandel im Umgang mit der Leiche. Die neue Bestattungsvielfalt ist Ausdruck des Bestrebens, den persönlichen Handlungsspielraum über den Tod hinaus auszudehnen. Weiter...

 

Dossier

Bioethik

Wann beginnt das Leben? Was genau ist die Würde des Menschen? Gibt es ein Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende? Und welchen moralischen Status haben Tiere? Die Bioethik setzt sich mit grundsätzlichen Fragen des Seins auseinander. Sie liefert Antworten für die politischen Entscheidungen der Gegenwart. Aber wirft auch neue Fragen und Probleme auf. Weiter...