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2.3.2011 | Von:
James W. Vaupel
Björn Schwentker

Eine neue Kultur des Wandels - Essay

Eine Kultur des Wandels

Alles nur Vision? Höchstens teilweise. Es ist wahrscheinlich unmöglich, die Bürgerinnen und Bürger moderner Gesellschaften dauerhaft an der Erfüllung ihrer grundlegenden Bedürfnisse zu hindern. Wenn das Leben selbst (nämlich unser Alter und Geburtenverhalten) sich so stark verändert wie im demografischen Wandel, dann ist ausgeschlossen, dass sich die gesellschaftlichen Systeme und Organisationsstrukturen einer ebenso grundlegenden Veränderung langfristig widersetzen. Ihr Wandel wird kommen. Die Frage ist nur, wie wir diesen Wandel vernünftig formen.

Diese Frage müssen wir heute angehen, weil Langlebigkeit kein Zukunftsszenario ist, sondern bereits Realität. Wie wir sie jetzt und in den kommenden Jahrzehnten beantworten, wird die kulturelle Herausforderung des 21. Jahrhunderts sein. Die Chancen stehen gut, dass sie künftig besser gemeistert werden, als wir das heute glauben würden. Die kommenden Generationen werden besser und breiter gebildet sein als wir. Wir dürfen hoffen, dass sie ein tieferes Verständnis dafür haben, dass die Art, wie wir zusammen arbeiten und leben, durch dynamische statt statische Regeln bestimmt sein muss. Das wäre eine zukunftsfähige Kultur des Wandels.


Dossier

Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte.

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