APUZ Dossier Bild

Ende des Atomzeitalters?

Als Folge des Reaktorunglücks im japanischen Fukushima beschloss die Bundesregierung im Sommer 2011 den Ausstieg aus der Atomenergie. 2022 soll das letzte deutsche Kernkraftwerk vom Netz gehen. Die Entscheidung fußt auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens, und sie stellt einen Sieg dar für die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Ende der 1960er Jahre gegen Atomkraft engagiert haben. Doch ist das "Atomzeitalter" damit wirklich beendet?

Andere EU-Länder, darunter direkte Nachbarn wie Frankreich oder Polen, sind weit davon entfernt, dem deutschen Beispiel zu folgen. Und Deutschland wird möglicherweise selbst eine Zeit lang auf Stromimporte aus ausländischen Kernkraftwerken angewiesen sein. Zugleich stellen sich weitere Fragen hinsichtlich der "Energiewende". Den vormals in Kernkraftwerken erzeugten Strom gilt es aus anderen Quellen zu ersetzen, ohne dabei den Klimaschutz und die notwendige Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus dem Blick zu verlieren.

   

Johannes Piepenbrink

Editorial

Im Jahr 2022 soll das letzte deutsche Kernkraftwerk vom Netz gehen. Die Entscheidung zum Atomaustieg fußt auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens, bringt jedoch auch große Herausforderungen mit sich. Weiter...

Ortwin Renn

Wissen und Moral - Stadien der Risikowahrnehmung - Essay

Die Ereignisse von Tschernobyl und Fukushima haben die Risikowahrnehmung der Kernenergie in Deutschland stark beeinflusst. Der Beitrag verfolgt die Wahrnehmung des Risikos von Großtechnologien von 1986 bis heute. Weiter...

Joachim Radkau

Eine kurze Geschichte der deutschen Antiatomkraftbewegung

Die Anfänge der Anti-AKW-Bewegung reichen über 40 Jahre zurück. Nach dem Höhepunkt des Konflikts in den späten 1970er Jahren glaubten sich viele Anti-AKW-Streiter auf verlorenem Posten; aber wie es aussieht, haben sie gesiegt. Weiter...

Severin Fischer

Außenseiter oder Spitzenreiter? Das "Modell Deutschland" und die europäische Energiepolitik

Soll das "Modell Deutschland" bei der "Energiewende" Schule machen und die Transformation des Energiesystems gelingen, ist die Mitgestaltung der EU-Energiepolitik für die Bundesrepublik von größter Bedeutung. Weiter...

Martin Keilhacker, Hardo Bruhns

"Energiewende": Wohin führt der Weg?

Die "Energiewende" ist nicht nur notwendig, sondern möglich. Allerdings wird sie durch den Ausbau fossiler Energieerzeugung verlangsamt. Insbesondere beim Netzausbau ist ein gemeinsames europäisches Vorgehen erforderlich. Weiter...

Konrad Kleinknecht

Abkehr vom Klimaschutz?

Die erneuerbaren Energiequellen können 2020 nur etwa 30 Prozent unseres Strombedarfs decken. Für die verbleibenden 70 Prozent sind wir auf unsere Kohle- und Gaskraftwerke und die Kernkraftwerke der Nachbarn angewiesen. Weiter...

M. Bürger, M. Buck, G. Pohlner, J. Starflinger

Fukushima: Gefahr gebannt? Lernen aus der Katastrophe

Der Unfall in Fukushima konfrontiert uns direkt mit der Frage nach unserer eigenen Sicherheitskultur. Diese ständig zu verbessern, bleibt auch nach dem Entschluss zum Atomausstieg eine Notwendigkeit. Eilige "Stresstests" reichen nicht aus. Weiter...

Rafaela Hillerbrand

Von Risikoabschätzungen zum "guten Leben" - oder umgekehrt?

Die Debatte um eine sichere Energieversorgung ist in erster Linie ein Risikodiskurs. Es bedarf sowohl einer ethischen Bewertung, die künftige Generationen einbezieht, als auch einer Besinnung darauf, was wir unter "gutem Leben" verstehen. Weiter...

Philipp Gassert

Popularität der Apokalypse: Zur Nuklearangst seit 1945

Die Angst vor "der Bombe" hat in Romanen, Filmen und in der Musik breiten kulturellen Niederschlag gefunden. Die Gefahren der zivilen Nutzung der Kernenergie wurden dagegen vergleichsweise wenig thematisiert. Sie taugen nicht zum Drama. Weiter...

 

Dossier

Energiepolitik

Die Energiewende stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Schrittweise sollen Atomenergie und fossile Kraftstoffe durch erneuerbare Energie ersetzt werden. Dazu sind riesige Investitionen erforderlich. Gleichzeitig befindet sich der globale Energiemarkt im Umbruch: Während in Europa schrittweise mehr Wettbewerb eingeführt wird, konzentriert sich die Kontrolle über die weltweiten Öl- und Gasreserven zunehmend in der Hand von wenigen Staatsfirmen. Das Dossier ist Bestandsaufnahme der aktuellen Energiemärkte und bietet einen Ausblick auf Chancen und Risiken zukünftiger Energiepolitik. Weiter... 

zum Fragebogen >

Ihre Meinung ist uns wichtig


Vielen Dank für Ihren Besuch von bpb.de!

Wir wollen unseren Internetauftritt verbessern - und zwar mit Ihrer Hilfe. Dazu laden wir Sie herzlich zu einer kurzen Befragung ein. Sie dauert etwa 10-12 Minuten. Die Befragung führt das unabhängige Marktforschungsinstitut SKOPOS für uns durch.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Teilnahme. Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!

Ihre Bundeszentrale für politische Bildung

Information zum Datenschutz und zur Datensicherheit


Als unabhängiges Marktforschungsinstitut führt SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co. KG im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung diese Befragung durch.

Zur Durchführung der Befragung erhebt SKOPOS Ihre IP-Adresse. Diese wird umgehend anonymisiert und getrennt von den Befragungsdaten verarbeitet, deshalb ist eine Identifizierung von Personen nicht möglich. Weitere personenbeziehbare oder personenbezogene Daten werden nicht erhoben.

Die Befragung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und den Richtlinien des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. sowie der Europäischen Gesellschaft für Meinungs- und Marketingforschung. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.