In einem Labor der Gewebebank des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Adipositaserkranungen (IFL) an der Universität Leipzig beobachtet Tierpflegerin Eva Böge eine adipöse Maus mit einem Gewicht von 52 Gramm (l) und eine normale Maus mit 20 Gramm, aufgenommen am 06.01.2012. Die Labormäuse gehören zu einem großen Forschungsprogramm der Wissenschaftler am IFL, die hier unter anderem auch auf der Suche nach der ultimativen Schlankheitspille ohne Nebenwirkungen sind. Helfen sollen dabei Untersuchungen des Fettgewebes von adipösen Patienten und bei Tieren. In einer bundesweiten Gewebebank, die gegenwärtig weiter ausgebaut wird, lagert bereits Material von rund 800 Patienten. Foto: Waltraud Grubitzsch dpa/lsn (zu dpa-Korr vom 08.01.2012)

Mensch und Tier

Vegetarismus ist "in". Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine fleischärmere oder fleischlose Ernährung; manche verzichten sogar auf alle tierischen Produkte. Neben gesundheitlichen Erwägungen oder Kritik an der Massentierhaltung stellt sich für viele die grundsätzliche Frage, ob wir Tiere für unsere Zwecke (und wenn ja, in welcher Weise) nutzen dürfen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Menschen sich schon immer Tiere zu nutzen gemacht haben – als Nahrungsquelle, in der Landwirtschaft, im Krieg, als Statussymbole, für medizinische Versuche, als Haustiere. Die Tierschutz- und die Tierrechtsbewegungen haben in den vergangenen Jahrzehnten für einen Bewusstseinswandel beim Umgang mit Tieren gesorgt. 2002 wurde der Tierschutz als Verfassungsziel ins Grundgesetz aufgenommen.

     

Anne Seibring

Editorial

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Menschen sich schon immer Tiere zu nutzen gemacht haben. Dürfen wir das? Und wenn ja, in welcher Weise? Weiter...

Hilal Sezgin

Dürfen wir Tiere für unsere Zwecke nutzen? - Essay

Tiere müssen moralisch berücksichtigt werden, insofern sie Empfindungen und ein individuelles Wohl besitzen. In Notsituationen dürfen wir uns gegen sie zur Wehr setzen, wir müssen sie auch nicht lieben, aber regulär nutzen dürfen wir sie nicht. Weiter...

Thilo Spahl

Das Bein in meiner Küche - Essay

Der moderne Tierfreund, der sein Haustier nicht nur krault, sondern ihm und dem Rest der Fauna zu ihrem Recht verhelfen will, ist ein Menschenfeind. Tiere können nur Objekt, nie Subjekt menschlicher Moral sein. Weiter...

Carola Otterstedt

Bedeutung des Tieres für unsere Gesellschaft

Tiere sind in fast allen gesellschaftlichen Bereichen präsent. Der dem Tier zuge­ordnete ökonomische und kulturelle Stellenwert bestimmt auch die Haltung der Gesellschaft gegenüber dem Leben des einzelnen Tieres und seiner Art. Weiter...

Sonja Buschka,, Julia Gutjahr, Marcel Sebastian

Gesellschaft und Tiere - Grundlagen und Perspektiven der Human-Animal Studies

Die vielfältigen gesellschaftlichen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren wurden in der Vergangenheit wissenschaftlich wenig beachtet. Dies ändert sich durch die Etablierung des Forschungsfelds der Human-Animal Studies. Weiter...

Peter Dinzelbacher

Gebrauchstiere und Tierfantasien. Mensch und Tier in der europäischen Geschichte

Früher standen viele Menschen in einem unmittelbareren Kontakt zu Tieren als heute. Dennoch: Tiere wie fühllose Sachen zu behandeln, muss als Grundeinstellung des alteuropäischen Menschen qualifiziert werden. Weiter...

Mieke Roscher

Tierschutz- und Tierrechtsbewegung - ein historischer Abriss

Die moderne Tierrechtsbewegung, in Abgrenzung zur früher entstandenen Tierschutzbewegung, fordert durch ihr radikales Gebaren eine Diskussion über das menschliche Verhältnis zum Tier und dessen rechtliche Besserstellung heraus. Weiter...

Kathrin Voss

Kontrovers und sexy - Kampagnen der Tierrechtsorganisation PETA

Die Tierrechtsorganisation People for the Ethical Treatment of Animals ist bekannt für aufsehenerregende und polarisierende Kampagnen. PETA setzt dabei auf Konfrontation, schockierende Bilder, Lifestyle und Prominente. Weiter...

Wolf-Michael Catenhusen

Tiere und Mensch-Tier-Mischwesen in der Forschung

Neue Wissenschaftsfelder haben zur Schaffung von Mensch-Tier-Mischwesen geführt. Ist dies mit unserem Selbstverständnis, das traditionell von einer klaren Grenzziehung zwischen Mensch und Tier ausgeht, vereinbar? Weiter...

 
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