Warnschild, Risiko, Gefahr

Redaktion am 02.03.2016

Netzdebatte-Talk: Brauchen wir das Bedingungslose Grundeinkommen?

Egal ob arm oder reich, ein Bedingungsloses Grundeinkommen ginge an uns alle. Mehr Sicherheit, mehr Zeit für Kreativität und Aufgaben, die sonst zu kurz kommen: Die Pflege von Angehörigen oder soziales Engagement zum Beispiel. Soweit der Plan. Aus unterschiedlichen Gründen ist die Idee umstritten. Im Netzdebatte-Talk haben wir sie mit drei Gästen diskutiert.


Die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) nimmt derzeit z. B. in der Schweiz, in Finnland oder in Kanada konkretere Formen an. Auch in Deutschland wird sie vor dem Hintergrund der künftigen Veränderungen unserer Arbeitswelt wieder diskutiert: Die Stichworte sind Digitalisierung und Automatisierung, ebenso wie die Wünsche Einiger der jüngeren Generation, den Zusammenhang von Arbeit und Einkommen neu zu verstehen. Im Netzdebatte-Talk diskutierten wir die drängendsten Fragen: Ist das Bedingungslose Grundeinkommen die Lösung unserer Probleme auf dem Arbeitsmarkt? Wie könnte es finanziert werden? Was macht es aus unserem Arbeitsbegriff – und auch aus unserem Arbeitswillen?

Michael Bohmeyer hat bereits 2014 die Crowdfunding-Aktion mein-grundeinkommen.de gegründet. Aktuell hat diese bereits 36 Menschen ein Jahr lang ein monatliches Grundeinkommen von 1000 Euro finanziert. Bohmeyer glaubt an den Vertrauensvorschuss, den die Bedingungslosigkeit des Grundeinkommens den Menschen bietet. Dies habe keinesfalls zur Folge, dass Menschen nicht mehr arbeiten wollten. Das Grundeinkommen eröffne im Gegenteil „einen Möglichkeitsraum“, der Kreativität und Existenzgründungen befördere, weil es die Menschen von einer existenziellen Grundangst befreie.

Für Franziska Wiethold, Gewerkschafterin und ehemaliges ver.di-Vorstandsmitglied, ist das Grundeinkommen nicht mehr als eine „falsche Antwort auf die richtigen Fragen.“ Den Problemen des Kapitalismus werde mit dem Bedingungslosen Grundeinkommens schlicht ausgewichen. Sie wünscht sich stattdessen, die Bedingungen der Erwerbsarbeit zu verbessern und die Arbeitszeitverkürzung voranzutreiben.

Der Wirtschaftswissenschaftler Davud Rostam-Afschar ist Postdoktorand an der Freien Universität Berlin und hat für eine Studie mit Kollegen/-innen nachgerechnet: Mit einem Einheitssteuersatz von knapp 70 Prozent könnte ein Grundeinkommen in Höhe von circa 800 Euro in Deutschland finanziert werden. Das bedeute zwar, dass das BGE grundsätzlich möglich sei, allerdings warnt Rostam-Afschar vor potentiellen Auswirkungen: Es bestehe die Gefahr „eines sozialen Kahlschlags“, wenn sämtliche sozialen Maßnahmen durch das Bedingungslose Grundeinkommen ersetzt würden.

So unterschiedlich die Positionen im Talk waren, so eindeutig aber zeigten sie alle: Es gibt Gesprächsbedarf auch unabhängig vom BGE. Und zwar darüber, wie wir in Zukunft arbeiten - und auch leben wollen.

Begleitend zum Chat finden Sie hier weitere Informationen und Beiträge
  • "Eine Grundeinkommensgesellschaft ist eine reiche Gesellschaft" meint Michael Opielka. Lesen Sie hier.
  • "Das Grundeinkommen zerstört den Wohlfahrtsstaat" meint Christoph Butterwegge. Lesen Sie hier warum.
  • Uneingeschränkte Selbstverwirklichung oder Abhängigkeit vom Staat? Am Bedingungslosen Grundeinkommen scheiden sich die Geister. Eine Presseschau.


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Kommentare anderer Nutzer

Susanne | 08.03.2016 um 12:51 [Antworten]

Frage für den WebTalk

Hallo,

mir fehlt in der Debatte um das BGE die Thematik der Güter für eine Grundversorgung.
Ich bin keine Wirtschaftsexpertin, aber allen einen festen Betrag zu geben, scheint mir keine langfristige Lösung, da sich Angebot, Preise und Nachfrage vermutlich entsprechend neu einstellen, so dass nichts gewonnen ist.
Viel wichtiger wäre doch eine Debatte über das Bereitstellen angemessener Güter für eine Grundversorgung - Wohnraum und dazu gehört auch die Problematik die Angemessenheit zu definieren und durchzusetzen, Nahrungsmittel und zwar so, dass nicht alle Kartoffeln und Brot essen müssen, sondern nach Bedürfnis und Vorliebe wählen können wie jetzt auch, öffentliche Einrichtungen, Kleidung etc.

Warum also wird immer nur über Beträge und deren Finanzierbarkeit gesprochen aber nie über die Thematik wie man eine angemessene Güterversorgung realisieren könnte?
Und wenn das schon theoretisch nicht funktioniert, sollte doch darüber gesprochen werden, wie man bei einem BGE als Geldwert das Preisniveau für Güter des täglichen Bedarfs deckeln will.

Gruß
Susanne

Nadia | 09.03.2016 um 11:00 [Antworten]

Langfristige Auswirkungen auf das Wertgefühl

Liebe Redaktion,

mich würde noch interessieren, was ein BGE mit der Wahrnehmung vom Wert von Dingen macht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kindern, denen man Dinge zB Spielsachen zur Verfügung stellt, mit diesen weniger vorsichtig umgehen, weil sie kein Wertgefühl diesen Dingen gegenüber entwickeln. Würde, aus psychologischer Sicht, ein Erwachsener langfristig nicht ähnliche Verhaltensweisen entwickeln, wenn ihm mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden? Wäre es nicht vielleicht besser, ein BGE nur für eine bestimmte Altersgruppe festzulegen, damit diese sich frei entfalten kann, aber dennoch den Wert des BGE anerkennt? Anknüpfend würde der Mindestlohn Höhe müsste dann evtl. nochmal diskutiert werden greifen.

Liebe Grüße
Nadia

Theodor Hey | 09.03.2016 um 13:13 [Antworten]

Inhalt des Grundeinkommens

Moin Moin aus Hamburg.

Welche Menschengruppen sollen Grundeinkommen erhalten?
Wie sieht es mit Flüchtlingen aus?

ceterum censeo capitalisnem esse delendam.

Beste Grüße,

Theodor Hey.

Mario Trutschel | 09.03.2016 um 19:53 [Antworten]

Mitschnitt-Veröffentlichung

Liebes BPB-Team,

wird eine Aufzeichnung des Gesprächs auf Eurer Internetseite Veröffentlichung finden?

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

Simon Welslau | 09.03.2016 um 19:56 [Antworten]

BGE

Beim Thema Grundeinkommen wird oft ein sozialistisches Modell suggeriert. Was ist mit einem neo-liberalen Modell?

Thomas Knorra | 09.03.2016 um 21:54 [Antworten]

Grundeinkommen

Das Existenz und gesellschaftliche Teilhabe sichernde bedingungslose Grundeinkommen halte ich neben der umfassenden Verwirklichung der Kinderrechte für den nächsten großen, zivilisatorischen Schritt. Es ist plausiblerweise ebenso finanzierbar wie unser jetziges, nicht mehr gerecht arbeitendes, viel Armut und Not erzeugendes Sozialsystem, da wir auch jetzt schon alle Waren und Dienstleistungen, die Menschen brauchen, produzieren können, und uns darüber hinaus noch einen ungeheuren, zum größten Teil unnützen Überschuss leisten. Dass die Arbeitsmoral zusammenbrechen würde, muss niemand befürchten. Schon dass die heute geleistete unbezahlte ehrenamtliche und Familienarbeit die sozialversicherte Erwerbsarbeit um rund das Doppelte übersteigt, macht dies unplausibel. Das Grundeinkommen wird nicht alle Probleme lösen, aber einige sehr ernsthafte wie die Bedrängnis von ALG2-Empfängern und Niedriglöhnern. Es wird aber die Menschen grundlegend absichern und sie freier machen, an den Lösungen unserer drängenden ökologischen und politischen Probleme zu arbeiten. Es wird vielen Menschen viel von ihrer Angst nehmen und ihnen den Blick öffnen auf neue Ideen und Vorhaben und optimistischere Sichtweisen. Menschen, die weniger Angst haben, sind - und das ist von aktueller Bedeutung - auch weniger anfällig für politische Demagogen. Über die Möglichkeiten, die ein BGE eröffnet, ließe sich lange philosophieren, ich meine jedoch, dass wir keine Zeit verlieren sollten, es zu implementieren oder zumindest die ersten Feldversuche zu starten. Die bisherigen Feldversuche wie die in Kanada und Namibia verliefen vielversprechend. Deren Ergebnisse sowie die vorhandenen Finanzierungsmodelle sollten in den Medien stärker gewürdigt werden.

Thomas Kornfeind | 10.03.2016 um 17:51 [Antworten]

Umfrage

Warum funktioniert die Antwortmöglichkeit "Gar keine. Ich würde nichts ändern" nicht?

Gerhard Kastl | 10.03.2016 um 18:30 [Antworten]

Zur BGE-Kritik von Hr. Butterwegge

Dem guten Kommentar von Thomas Knorra auf dieser Seite habe ich nichts hinzuzufügen.

Der empfohlene Link zur Kritik des Herrn Butterwegge allerdings kann in dieser Diskussion nur zur Verwirrung beitragen. Herr Butterwegge sieht durch die Beseitigung von Armut und Einführung eines Mindesteinkommens den Sozialstaat bedroht. Das Grundeinkommen ist für ihn vor allem eine
Subventionierung von reichen Müßiggängern und Milliardären. Der ganze Text zeugt davon, dass Herr Butterwege die Idee überhaupt nicht verstanden hat – oder andere Gründe, das BGE zu diskreditieren.

Bei einer BGE-Finanzierung z.B. durch Einkommensteuern erfolgt eine Umschichtung innerhalb der Lohnkosten- bzw. Einkommensstruktur: Der BGE-Finanzierungsbedarf wird gedeckt durch einen deutlich höheren Steueranteil mit entsprechender Absenkung der Netto-Einkommen. Die höhere Steuer und das geringere Netto-Einkommen wird jedoch kompensiert durch die Auszahlung eines Grundeinkommens an jeden Bürger. Damit werden aber nicht alle Einkommensverluste gleich kompensiert andernfalls gäbe das BGE keinen Sinn. Weitgehend ausgeglichen werden die Einkommensverluste bei mittleren bis höheren Einkommen. Für niedrigere Einkommen wird die höhere Steuer-Mehrbelastung durch das BGE zunehmend überkompensiert. Jedem Bürger bleibt immer ein Mindesteinkommen in Höhe des Grundeinkommens. Bei sehr hohen und höchsten Einkommen gleicht das Grundeinkommen die Steuer-Mehrbelastung bei weitem nicht mehr aus und wird zunehmend marginal. Der Saldo aus dem zusätzlichen Steueraufkommen, den Einsparungen bei Sozialausgaben und -bürokratie sowie den Kosten für das Grundeinkommen ist in jedem Fall Null. Die gesellschaftlichen Finanzierungskosten für ein Grundeinkommen sind deshalb Null Euro zumindest für alle, die rechnen können.

Die Änderung der Besteuerungsgrundlagen wie ein höherer Steuersatz und der Ersatz aller Steuer-Freibeträge und sonstigen Steuervergünstigungen durch eine für alle Bürger gleiche Steuer-Rückvergütung mit der Bezeichnung „Grundeinkommen“ haben keinen Einfluss auf die Höhe der Kosten und die Kostenstruktur von Unternehmen. Sie haben jedoch eine erhebliche Umverteilungswirkung von hohen Einkommen zu mittleren und vor allem niedrigen Einkommen.
Ausführlichere Informationen zum Grundeinkommen und ein rechnerischer Nachweis der Finanzierbarkeit auf http://grundeinkommen.online/.

Verena Nedden | 18.03.2016 um 01:02 [Antworten]

Bedingungsloses Grudneinkommen durch Konsumbesteuerung

NATÜRLICH brauchen wir das bedingungslose Grundeinkommen!

Diese Idee überzeugt, sobald du den Film „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“ https://www.youtube.com/watch?v=ExRs75isitw gesehen hast.

Denken wir nur an den ganzen Druck und die Sorgen, die unser Leben mit dem Zwang bedrücken, für unser Einkommen sorgen zu müssen, und wieviel Leid ein bedingungsloses Grundeinkommen ersparen würde, sollten wir alles daran setzen, das bedingungslose Grundeinkommen als Möglichkeit zur Verwirklichung des Sozialstaatsprinzips aus Art. 1 und 20 GG in Betracht zu ziehen.

Bedingungsloses Grundeinkommen respektiert die Würde des Menschen, indem es die Grundbedürfnisse Essen, Wohnen und Wärme neben Krankenversorgung befriedigt – einfach, weil es dich gibt!

Und das Schönste ist: Wir können es JETZT! bereits umsetzen!

Dazu muss uns dreierlei klar werden:
1. Wir sind alle eins!
Das bedeutet hier: Jeder/m von uns kann die plötzliche Arbeitslosigkeit treffen, das Abrutschen in Armut, abhängig von der Praxis des Jobcenters, genötigt, unabhängig von der Qualifikation jeden Job anzunehmen, der eine Fahrtzeit von bis zu 1,5 Stunden für einen Arbeitsweg vorsieht – aber auch: wir tragen alle auf unsere Weise zu unserer Gemeinschaft bei, werden aber zu einem Großteil dafür nicht entlohnt.

2. Unser aller Einkommen ist in jedem Fall zu 50% allgemein mit Steuern und Abgaben belastet – mit Ausnahme des Grundfreibetrages für das Existenzminimum.
Es stimmt nicht, dass Reichere durch höhere Steuersätze wegen der Progression in der Einkommensteuer stärker belastet sind. Die Sprünge in den Einkommensteuersätzen liegen exakt bei den Einkommensgrößen für die Beitragsbemessungsgrenzen der Kranken- und Rentenversicherung. Im rechnerischen Ergebnis liegt die allgemeine Erwerbsbelastung bei 50%.

3. Unser Produktionsumsatz zahlt heute alle Einkommen und die darauf entfallenden Steuern und Abgaben - auch für Aktionäre oder Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft.

Wenn wir nun die heutige allgemeine Erwerbsbelastung von 50% in eine Konsumsteuer umwandeln, die ähnlich der heutigen Umsatzsteuer bei Produktverkauf an den Verbraucher vom Staat eingenommen wird, aber so konzipiert ist, dass das Netto dann geringer ist, so dass der Preis für die Konsumentin stabil bleibt, würde der Staat mehr Geld einnehmen und auch mehr ausschütten können, nämlich als bedingungsloses Grundeinkommen.

Durch eine konsequente 100%ige Konsumbesteuerung auf jeden um die Lohnnebenkosten bereinigten Netto-Umsatz könnten Steuerschlupflöcher auf einfache Weise beseitigt werden.

Jeder Staat könnte mit Konsumsteuer einen stabilen Haushalt erreichen, wenn der Verbrauch nach dem Herkunftsland-Prinzip besteuert werden würde, so dass der Staat die Steuern seiner inländischen Produktion und nicht wie bisher mit dem umsatzsteuerlichen Bestimmungslandprinzip anhand seines inländischen Verbrauchs einnehmen und ausschütten könnte. Luxusmieten wären dann nicht mehr mit der Befreiung von der Umsatzsteuer subventioniert und die Mietpreisentwicklung würde stabil bleiben, weil für die Vermieter die Vorleistungen anderer Unternehmer mangels Vorsteuerabzug nicht mehr teurer wären als für jeden anderen Unternehmer, der heute umsatzsteuerpflichtig ist.

Wird konsequent nach diesem Prinzip verfahren, schließt sich der Wirtschaftskreislauf einer jeden Gemeinschaft und die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist problemlos durchführbar und finanzierbar.

Für Einzelheiten bitte ich Sie, meine Webseite www.konsumsteuersystem.de zu besuchen.

Verena Nedden
Fachanwältin für Steuerrecht

Hanni | 29.03.2016 um 22:57 [Antworten]

Link zu Rechenbeispiel

Hallo,

ich bin großer Fan der Netzdebatte. Sehr informativ! Ich fand die Einwände von Herrn Rostam-Afschar ernüchternd, aber überzeugend. Gibt es einen link unter dem man das Rechenbeispiel sehen kann? Bitte auf deutsch.

Danke und herzliche Grüße

Hanni

ION | 11.04.2016 um 21:42 [Antworten]

Achja

Ich habe während meines Studiums bei Arbeitgebern gearbeitet die genau das machen was die gute Frau von der Gewerkschaft als nicht mehr vorhanden abstempelt. Nämlich die Angst entlassen zu werden, etliche meiner Kollegen die im Gegensatz zu mir zwingend auf diese Arbeit angewiesen waren sind vor ihren Vorgesetzten gekuscht obwohl Betriebsräte vorhanden waren. Menschen die gewzungen waren zu Malochen in permanenter Nachtschicht weil sie auf das Geld der Nacht-Zuschläge angewiesen waren. Und das waren meist Betriebe jenseits der 700 Mitarbeiter, also keine kleinen, die unter der Führung von Konzernen standen die Weltmarktführer sind. Die Gewerkschaften sprechen immer von angestrebten positiven Veränderungen für Arbeitnehmer, aber seit 20-30Jahren entwickeln sich immer Arbeitsplätze zu Präkeren. Und dabei stehen wir gerade vor der riesigen Türschwelle der Digitalisierung. Das reden sich "die" aber auch wieder schön, ledeglich unter einer Mio Arbeitsplätze sind betroffen. Ich bin zufälligerweise Informatiker und wenn ich sehe was "wir" demnächst in die Wege leiten, da kann keine evolutioniere Entwicklung mehr helfen da müssen revolutionäre Konzepte her. Und ob es das BGE wird, kann ich nicht beantworten, aber wir müssen uns als Gesellschaft komplett neu definieren und nicht darauf hoffen dass der Arbeitsmarkt das alles regulieren wird.

Plazonic, Karlo-Petar | 22.04.2016 um 04:59 [Antworten]

Pro BGE Es ist Zeit Umzudenken! SKBBGE

Warum wir alle uns so schnell wie möglich zu einem Soziokulturellem Bedingungslosem Grundeinkommen
bekennen sollten.
Seit 1889 haben wir unsere Sozialversicherung, sie Funktionierte bis wir in den 80 Jahren des letzten Jahrhunderts hinein, ab da ging es immer wieder Berg ab, Milliarden wurden fremd verwendet und natürlich wurden diese Gelder niemals zurückgezahlt.
Da sich Deutschland schon Mitte der 70 Jahren von der Vollbeschäftigung verabschieden musste, fehlten immer mehr Beitragszahler. Arbeitslosigkeit zählte seitdem zu einer Normalen Situation, das sich bis zur Jahrtausendwende auf über 5Mio. offizielle Arbeitslose herauf gearbeitet hat.
Dann kam der Große Schuss, Hartz IV, Ausbau der Minijob, Prekäre Arbeitsverhältnisse, Wegfall der Arbeitslosenhilfe, Wegfall der Absicherung fürs Alter, usw.!
Jetzt sind nur noch 3 Mio. offizielle Arbeitslos, ok plus 8 Mio. Hartz IV Empfänger und natürlich ca. 1-2 Mio. die Garnichts vom Staat bekommen und sich täglich durchschlagen. immer noch ca. 500.000 ohne Krankenversicherung
Also funktionieren unsere Sozialkassen teilweise gar nicht mehr, ohne hohe Staatliche Zuschüsse, aber auch die Pensionen sind nicht abgesichert, auch da hat der Staat vergessen Rücklagen zu bilden. Dagegen sind die Zuschüsse zur Rentenversicherung bald Kleinigkeiten. Man kann das alles Reparieren!
Nur nicht mit einem immer weiter so, die Altersarmut wird immer mehr Bürger treffen. Um diese zu verhindern brauchen wir nur einen Neuen Solidarpackt zwischen allen Gesellschaftsschichten, als Grundlage brauchen wir als aller ersterstes eine Bekämpfung der Armut, der Sozialen, der Kulturellen und der Bildung.
Deswegen brauchen wir das Soziokulturelle BGE um die Armut bei Kindern, Arbeitslosen, Kranken und Alten zu beenden.
Denn 1/5 der Bürger lebt jetzt schon in Armut oder ist Armutsgefährdet. Insgesamt haben schon 40% der Bürger nicht mehr, als das Leben, bei denen wird das Bankkonto zum Zahlen der Ausgaben benutz, gespart oder vorgesorgt für die Rente ist für diese Bevölkerung ein Traum.
Deswegen haben wir den Ansatz das das Grundeinkommen zu den Sozialversicherungen zählt, wie zum Beispiel in der Rentenversicherung.
Mit friedlichem Gruß
Karlo Petar Plazonic
Erster Vorsitzender der SKBBGE

Eck | 01.05.2016 um 12:19 [Antworten]

Grundabsicherung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Hartz4Gesetze verweigern Bürgern Mitbestimmungsrechte über Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen, sie erkennen gemeinnützig orientierte Arbeit nicht als Arbeit an,

Politiker förderten Radikalkapitalismus, Scherung zwischen Arm und Reich. Sie setzten de facto eine freiheitlich-demokratisch orientierte Grundordnung außer Kraft -

Constantin Ney | 30.12.2016 um 12:21 [Antworten]

Grundeinkommen notwendig?

Ganz kann ich der Diskussion um ein Grundeinkommen nicht folgen. Grundsätzlich ist ein jedes Gewerk zu einem vernünftigen Zusammenleben in einer Gesellschaft gleichermaßen notwendig.
Beispielhaft soll hier ein Krankenhaus dienen:
In diesem ist ein jeder Angestellter, sei es die Reinigungskraft, der Hausmeister, der Pfleger oder aber der Arzt für die Funktion des Krankenhauses gleichermaßen notwendig. Würde auch nur einer dieser Arbeitskräfte ausfallen, so wäre das Krankenhaus über kurz oder lang nicht mehr einsatzfähig. Ähnlich verhält es sich mit einer Gesellschaft als Ganzes. Auch hier ist ein jedes Gewerk für ein vernünftiges Zusammenleben unabkömmlich.

Sind alle Gewerke aber für ein vernünftiges Zusammenleben gleichermaßen notwendig, so sind sie auch gleich viel Wert.Das mag zwar vielen Menschen nicht gefallen, ist aber eine logische Schlussfolgerung. Die Reinigungskraft gleich viel Wert als der Arzt? Die Antwort sollte lauten "Ja"

Da stellt sich mir eine Frage: Wo ergibt Geld denn dann noch für einen Sinn? Wäre es nicht viel sinnvoller seine Arbeitskraft der Gesellschaft einfach zur Verfügung zu stellen? Wären dann nicht das einzige Hemmnis der Menschheit vernünftig zu leben beiseite geschafft?

Etwas was uns in sozialer Hinsicht um Lichtjahre überlegen ist, gab den Menschen folgendes als Richtschnur mit an die Hand.
"Liebet euch untereinander"

Ist Altersarmut, Armut allgemein, Umweltverschmutzung, überhaupt mit diesem Grundsatz vereinbar? Wurde da nicht etwas falsch verstanden?

Warum ändert die Welt nicht endlich das, was bereits seit Jahrtausenden ursächlich für Konflikte, soziale Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung verantwortlich war und noch weiterhin sein wird?

Die Debatte sollte deshalb nicht lauten Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein, sondern wie könnte eine sinnvolle Gesellschaftsform für die Zukunft aussehen und wie wäre diese realisierbar.

Semih RAKI | 17.01.2017 um 08:37 [Antworten]

BGE

Ich würde ein BGE gut finden, weil Menschen dadurch viel mehr Möglichkeiten erhalten etwas selbst zu gestalten.
Ich glaube kaum das jemand nicht arbeiten wird, da 1000€ nicht allzu viel ist.
Mit diesen 1000€ könnte man z.B den Strom Zuhause zahlen und noch viele andere Sachen, dadurch hätte man mehr Geld für persöhnliche Sachen über.

Nena | 17.01.2017 um 08:43 [Antworten]

Bedingungsloses Grundeinkommen

Hallo,

würde jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommen, wenn er bereits ein Vermögen hat, würde der Ansporn zur Arbeit fehlen. Wenn deswegen dann keiner mehr arbeitet, wird auch nicht mehr in diverse Sozialversicherungen eingezahlt sowie Steuern gezahlt, wodurch der Staat irgendwann pleite gehen würde. Zudem würde ein Grundeinkommen die Vorurteile gegenüber Flüchtlingen verstärken, da diesen dann unterworfen wird, nur wegen des Grundeinkommens nach Deutschland zu kommen. Außerdem würden knapp 800€ in der heutigen Gesellschaft gar nicht ausreichen, da Lebensmittel und Kleidung immer teurer werden. Und auf Grund der Oberflächlichkeit wird es zu noch mehr Ausgrenzungen kommen, wenn sich Jugendliche keine Markenkleidung o.ä. leisten können.

Semih RaKi | 17.01.2017 um 08:52 [Antworten]

BGE

NATÜRLICH brauchen wir das bedingungslose Grundeinkommen!

Denken wir nur an den ganzen Druck und die Sorgen, die unser Leben mit dem Zwang bedrücken, für unser Einkommen sorgen zu müssen, und wieviel Leid ein bedingungsloses Grundeinkommen ersparen würde, sollten wir alles daran setzen, das bedingungslose Grundeinkommen als Möglichkeit zur Verwirklichung des Sozialstaatsprinzips aus Art. 1 und 20 GG in Betracht zu ziehen.

Bedingungsloses Grundeinkommen respektiert die Würde des Menschen, indem es die Grundbedürfnisse Essen, Wohnen und Wärme neben Krankenversorgung befriedigt – einfach, weil es dich gibt!

Und das Schönste ist: Wir können es JETZT! bereits umsetzen!

Dazu muss uns dreierlei klar werden:
1. Wir sind alle eins!
Das bedeutet hier: Jeder/m von uns kann die plötzliche Arbeitslosigkeit treffen, das Abrutschen in Armut, abhängig von der Praxis des Jobcenters, genötigt, unabhängig von der Qualifikation jeden Job anzunehmen, der eine Fahrtzeit von bis zu 1,5 Stunden für einen Arbeitsweg vorsieht – aber auch: wir tragen alle auf unsere Weise zu unserer Gemeinschaft bei, werden aber zu einem Großteil dafür nicht entlohnt.

2. Unser aller Einkommen ist in jedem Fall zu 50% allgemein mit Steuern und Abgaben belastet – mit Ausnahme des Grundfreibetrages für das Existenzminimum. Es stimmt nicht, dass Reichere durch höhere Steuersätze wegen der Progression in der Einkommensteuer stärker belastet sind. Die Sprünge in den Einkommensteuersätzen liegen exakt bei den Einkommensgrößen für die Beitragsbemessungsgrenzen der Kranken- und Rentenversicherung. Im rechnerischen Ergebnis liegt die allgemeine Erwerbsbelastung bei 50%.

3. Unser Produktionsumsatz zahlt heute alle Einkommen und die darauf entfallenden Steuern und Abgaben - auch für Aktionäre oder Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft.

Wenn wir nun die heutige allgemeine Erwerbsbelastung von 50% in eine Konsumsteuer umwandeln, die ähnlich der heutigen Umsatzsteuer bei Produktverkauf an den Verbraucher vom Staat eingenommen wird, aber so konzipiert ist, dass das Netto dann geringer ist, so dass der Preis für die Konsumentin stabil bleibt, würde der Staat mehr Geld einnehmen und auch mehr ausschütten können, nämlich als bedingungsloses Grundeinkommen.

Durch eine konsequente 100%ige Konsumbesteuerung auf jeden um die Lohnnebenkosten bereinigten Netto-Umsatz könnten Steuerschlupflöcher auf einfache Weise beseitigt werden.

Jeder Staat könnte mit Konsumsteuer einen stabilen Haushalt erreichen, wenn der Verbrauch nach dem Herkunftsland-Prinzip besteuert werden würde, so dass der Staat die Steuern seiner inländischen Produktion und nicht wie bisher mit dem umsatzsteuerlichen Bestimmungslandprinzip anhand seines inländischen Verbrauchs einnehmen und ausschütten könnte. Luxusmieten wären dann nicht mehr mit der Befreiung von der Umsatzsteuer subventioniert und die Mietpreisentwicklung würde stabil bleiben, weil für die Vermieter die Vorleistungen anderer Unternehmer mangels Vorsteuerabzug nicht mehr teurer wären als für jeden anderen Unternehmer, der heute umsatzsteuerpflichtig ist.

Wird konsequent nach diesem Prinzip verfahren, schließt sich der Wirtschaftskreislauf einer jeden Gemeinschaft und die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist problemlos durchführbar und finanzierbar.

Lina Müller | 17.01.2017 um 08:53 [Antworten]

Unsere Meinung zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Hallo,

in den letzen Politikstunden haben wir uns sehr mit dem Thema befasst und würden uns gerne dazu äußern. Einerseits ist das mit dem bedingungslosen Grundgehalt eine gute Idee, da man immer ein sicherers Einkommen hat, egal ob man durch eine "Maschine" ersetzt wurde oder nicht. Außerdem hat man eine Chance sein Einkommen zuerweitern indem man arbeitet bzw sich ummschulen lässt oder weiterbildet.
Ansich sind wir gegen das eintauschen von Machinen gegen Menschen, da es auch viele Familien geben wird die ihren Unterhalt und Familie nur mit dem Bedingunslosen Grundeinkommen nicht bezahlen können und für viele Menschen wird der Alltag auch ziemlich langweilig werden, wenn sie den ganzen Tag zuhause sind und nichts wirklich zutun haben.

Levin Schenk | 17.01.2017 um 08:53 [Antworten]

Fragen zur Debatte

Hallo ich bin ein Schüler und habe eine Frage zum Thema wo das Geld her kommt. Läuft das dann über die Steuern wie bei der Rente? Oder will die Bundesrepublik das so machen wie Robin Hood und den Reichen nehmen durch sehr hohen Steuern und damit das Grundeinkommen finanzieren?

Nina | 17.01.2017 um 08:55 [Antworten]

Bedingungsloses Grundeinkommen

Hallo,

Beim Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" habe ich eine ganz klare Meinung.

Erstmal stimme ich dem Text von Nadia vom 09.03.2016 zu. Zudem finde ich das wenn jeder beispielsweise 1500€ im Monat zu Verfügung gestellt bekommt, wo bleibt denn dann noch die Wertschätzung für die Arbeit? Ja, viele sagen jetzt 1500 währe nicht viel im Monat, aber wenn man überlegt sobald man das Geld hat wird man keine Lust mehr zum Arbeiten haben. Eine Frage die Ich habe, wie will sich der Staat das Leisten wo kommt das Geld her?

Gruß
Nina

Theresa | 17.01.2017 um 08:58 [Antworten]

Bedingungslose Grundeinkommen

Ich finde, das das Bedingungslose Grundeinkommen eine gute Idee ist, weil auch die Bürger mit einer nicht so guten wirtschaftlicher Lage finanzielle Zuwendung erhalten ohne dafür Gegenleistungen erhalten. Die Würde des Menschen wird durch das Bedingungslose Grundeinkommen respektiert, weil es die Grundbedürfnisse deckt. Das System schafft Vertrauen in die Gesellschaft und ist übersichtlich. Jedoch gibt es einen Kritikpunkt und zwar sollte man überlegen woher das ganze Geld herkommen soll.

Pia & Wiebke | 20.01.2017 um 12:33 [Antworten]

Grundeinkommen

Hallo,
ich finde es gut, wenn jede Person ein Grundeinkommen vom Staat zur Verfügunggestellt bekommt. Familien haben somit beispielsweise mehr Geld die Bildung der Kinder zu finanzieren und ihnen eine schöne Freitzeit zu gestalten mit Hobbys, Vereinen und Urlaube. Außerdem stecken die Eltern in wenigern Finanzkrisen. Es gibt weniger Obdachlose, da sie sich eine Wohnung leisten können.
Unsere Demokratie wird dadurch stärker unterstrichen, weil alle Menschen in Deutschland durch das Grundeinkommen gleichberechtigt werden. Dennoch gibt es auch einige Kritikpunkte.
Arbeitslosenqoute steigt an, weil vielen Alleinstehnden das Grundeinkommen wie zum beispiel 1.500 € zum leben reicht.
Es wird die frage gestellt, wie der Staat das Geld zu Verfügung stelllt.
Ich würde mich sehr über ihre Meinung freuen.
LG Pia & Wiebke

sarah | 20.01.2017 um 12:48 [Antworten]

ist ein Grundeinkommen sinnvoll?

Hallo,
ich finde das Grundeinkommen sinnvoll besonders bei Familien bei denen vielleicht nur der Vater/Mutter arbeiten kann und somit dann mehr Zeit für seine Familie hat, da er weniger arbeiten muss z.B. Teilzeitjob. Außerdem kann das Grundeinkommen wirklich Menschen motivieren selbständig zu werden oder auch mal ein Beruf auszuprobieren ohne die Familie zu gefährden, also du musst nicht den Job ausüben bei dem du den höchsten Lohn bekommst z.B. kann man Gärtner werden auch wenn man nicht viel Lohn bekommt. Es wurde aber nicht richtig angesprochen, dass Arbeitslose durch dieses Einkommen keine Motivation mehr haben, Arbeit zu suchen. Und das kann dazu beitragen, dass die Arbeitslosenrate steigt. Das Kindergeld führte nämlich dazu, dass mehr Kinder gezeugt wurden, um mehr Geld zu bekommen und das Geld im Vordergrund war, anstatt das Kind. Ich finde daher, dass das BGE Vorteile aber auch Nachteile hat und die Nachteile gründlich bedacht werden sollten.

Mohammed ft. marc | 20.01.2017 um 14:50 [Antworten]

Brauchen wir das Bedingungslose Grundeinkommen

Durch die zunehmende Entwicklung der Arbeitswelt, werden viele Jobs durch Maschinen ersetzt, auch aus diesem Grund herrscht eine steigende Arbeitslosigkeit. Doch was stellt man mit sich an, wenn man eine hohe Bildung genossen hat, jedoch trotzdem Arbeitslos ist und ohne finanzielle Mittel dasteht? In diesem Zusammenhang ist das Bedingungslose Grundeinkommen ein angebrachtes Mittel um solchen Menschen am Leben teilhaben zu lassen.

Mara&Carina | 20.01.2017 um 14:55 [Antworten]

Bedinungsloses Grundeinkommen

Hallo
Momentan beschäftigen wir uns mit der Frage ob das BGE wirklich eine Lösung ist.
Unserer Meinung nach ist das BGE eine Möglichkeit aber keine endgültige Maßnahme. Wenn die Maschinen uns als Arbeiter ersetzten tritt doch die Frage auf wer das kauft was die Maschinen produzieren. Kann man es denn jedem Menschen ermöglichen seinen Lebensstandard zu halten? Und wer garantiert uns das der Staat diese Zahlung immer leisten wird ?
Dadurch das die Menschen dann nichts mehr zu tun haben steigt auch die Unzufriedenheit unter uns und die Unzufriedenheit mit dem Staat steigt. Kann es nicht sein das es in einem anderen Land besser ist?

Das BGE ist unserer Meinung nach nur eine vorrübergehende Möglichkeit und keine dauerhafte Lösung.

Anastasia und Tom | 20.01.2017 um 14:55 [Antworten]

Bedingungsloses Grundeinkommen

Hallo da draußen!
Ist das Bedingungslose Grundeinkommen wirklich die richtige Lösung?
Unsere Klasse diskutiert gerade über das BGE im Unterricht und wir fragen uns, ob das wirklich eine sinnvolle Lösung für uns alle in Deutschland wäre.

Unserer Meinung nach hätte es zwar vielleicht am Anfang viel Sinn und würde vielen Menschen etwas bringen, aber irgendwann könnte der Staat nicht mehr genug Mittel aufbringen um jedem etwas auszahlen zu können, weil sich die Leute irgendwann denken, dass sie es nicht nötig haben zu arbeiten wenn es jemanden gibt der für sie sorgt und sie mit Geld versorgt während sie zu Hause auf der Couch die Füße hoch legen.
Jeder wäre motivationslos bei der Jobsuche und würde keinen wirklichen Sinn mehr in Arbeit sehen. Es gäbe auch niemanden mehr, der sich für kleine Jobs interessieren würde. Viele Arbeitsplätze gehen jetzt zwar schon verloren durch den Fortschritt in der Technik, aber es gibt Jobs die kann und werden nicht so schnell durch Maschinen ersetzt werden können.

Woher soll außerdem der Staat so viel Geld aufbringen können auf einen längeren Zeitraum? Woher will der Staat überhaupt die ganzen Mittel jetzt schon aufbringen? Irgendwer muss doch dafür zahlen. Am Ende sind das wieder die jennigen, die etwas für ihr Geld tun. Und das kommt unserer Meinung nach einer Strafe gleich, wenn noch mehr Zahlungen auf den Schultern eines Einzelnen zahlenden lasten.
Wirkt das nicht unfair?

Liebe Grüße
die Klasse BGW32B

David | 23.01.2017 um 12:09 [Antworten]

Grundeinkommen - Debatte

Liebe Redaktion,

ich bin für das Grundeinkommen, weil sich dadurch die soziale ungleicheit im Staat etwas bessern würde. Es ermöglicht uns außerdem unabhängig von Arbeit oder Herrkunft an Geld zu kommen. Natürlich würde sich der Staat dann verändern, wenn es heißt einkommen zu haben ohne dafür zu arbeiten. Auch in der Hinsicht der Flüchtlinge würde es zwar heißen sie würden nur kommen, aufgrund des Grundeinkommens. Jedoch halte ich es für gut wenn jeder etwas Reichtum hat.

Liebe Grüße
David

kys | 23.01.2017 um 12:50 [Antworten]

Grundeinkommen - Debatte

Ich persönlich bin für ein Grundeinkommen, da dadurch die gleichheit in einem sozialem Staat wie unserem, gesichert ist.
Natürlich wird dann ein Vorurteil, wie "Ausländer kommen nach Deutschland, umdes Geldes willen", gestärkt. Dennoch, wenn man einfach stärker überprüft, ob jemanden das Grundeinkommen zusteht, denke ich das man es trotzdem beibehalten solle. Ein weltweites Grundeinkommen, sollte ein Endziel sein, und Deutschland sollte als gutes Beispiel damit vorrangehen, um vielleicht andere Länder zu gleichem zu animieren. Ein gleiches, freies und gerechtes Modell.

Natürlich sollte das Grundeinkommen nicht als "Wieso sollte ich arbeiten, Geld bekomme ich ja" angesehen werden. Das Grundeinkommen sollte als Stütze vom Staat fürs Volk gelten.

Dies ist nicht von jetzt auf gleich erreichbar, aber wenn wir alle zusammen daran arbeiten, werden wir er früher oder später umsetzen können, dessen bin ich mir bewusst.

Mit einem Grundeinkommen wird nicht Milch und Honig fließen. Aber Sicherheit. Das ist in einer verwirrenden Welt viel.

Ney | 15.02.2017 um 14:05 [Antworten]

Wir brauchen kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern endli

Die Menschheit ist schon ein zähes Konstrukt und ich frage mich allen ernstes, wann die wirklich gebildeten Personen auf diesem Planeten erscheinen werden. Vielleicht liegt das Problem ja darin, dass vermeintlich gebildete Personen Menschen ausbilden, welche dann Gebildete genannt werden. Sie vermarkten ihren Nachkommen fortwährend ein ungerechtes System als notwendig und verstehen gar nicht, dass so im besten Falle ein ungerechtes System dabei rauskommen wird.
Auch wenn es die vermeintliche Elite nicht hören will, aber kein einziges Gewerk in einer funktionierenden Gesellschaft als Ganzem ist mehr für diese Wert als die anderen. Verdeutlichen kann man das am Beispiel eines Krankenhauses: Hier arbeiten Ärzte neben Krankenpfleger, Hausmeister und Reinigungskräften. Für die Funktion des Krankenhauses gibt es keine Wertigkeit der einzelnen Gewerke, denn fehlt die Reinigungskraft, so verkeimt die Bude und nach kurzer Zeit war es das mit der Hilfe in diesem Krankenhaus. Genauso ist es auch wenn der Hausmeister, die Krankenpfleger oder all die anderen notwendigen Mitarbeiter fehlen.
Dieses Beispiel können sie ohne Probleme auf eine Gesellschaft als funktionierendes Ganzes übertragen. Die Menschheit sollte endlich mit diesem Nonsens aufhören und allen Menschen ein gleichberechtigtes Miteinander ermöglichen. Seine Arbeitskraft der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen hätte noch ein paar Vorteile, nämlich:
- Das Geld welches die Menschen in ein unvernünftiges Leben zwingt könnte man abschaffen.
- Dies wiederum löste die Fessel der Menschheit und sie könnte endlich umweltfreundliche und langlebige Produkte produzieren. Der Arbeitsaufwand der Menschheit würde sich erheblich reduzieren und die einzelnen Arbeitnehmer hätten wieder viel mehr Zeit um am Leben teilzunehmen. Eine jede Produktionssteigerung wäre somit eine Entlastung der Arbeitnehmer.
- Sie könnte auf der Stelle alle Energien erneuerbar herstellen was sie nicht aus Unvermögen, sondern Aufgrund ihres kranken Systems nicht tut. Hierbei nimmt sie schändlicher Weise die Zerstörung der Erde in kauf.

Die Menschheit versteht die Funktionsweise dieser Welt nicht. Albert Einstein hatte sie verstanden als er sagte: „Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“

Wir brauchen also kein bedingungsloses Grundeinkommen, wir brauchen endlich ein System, in welchem alle Menschen egal welcher Herkunft sie sind und was sie zur Gesellschaft beitragen gleichberechtigt und auf Augenhöhe leben können.

Samuel Albert | 19.02.2017 um 06:24 [Antworten]

Grundeinkommen - Finanzierung durch die Reichen

Das Grundeinkommen sollte erstens nur für Deutsche Staatsbürger gelten um Sozialtourismus nach Deutschland zu vermeiden und zweitens nicht steuerfinanziert sein, sondern es sollten den reichsten Menschen Deutschlands ein Teil ihres Vermögens enteignet und der Gesellschaft für das Grundeinkommen zur Verfügung gestellt werden. Hierzu ist ein entsprechendes Gesetz zu erlassen. Das Grundgesetz erlaubt ausdrücklich die Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit "Eigentum verpflichtet".

Die reichsten 800 Menschen in Deutschland verfügen über mehr Vermögen als die ärmsten 40 Millionen! Hier ist also mehr als genügend Geld zur Finanzierung des Grundeinkommens vorhanden!

Bei Einführung des Grundeinkommens würden die meisten Menschen weiterhin arbeiten gehen. Bei der Volksabstimmung in der Schweiz, wo das Volk das Grundeinkommen abgelehnt hat, gab es meines Wissens eine Befragung, wo 80 % der Befragten angaben, auch nach Einführung des Grundeinkommens weiterhin arbeiten zu wollen.


 
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