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Sensible Daten - Die Kunst der Überwachung

Die zweisprachige Konferenz "Sensible Daten – Die Kunst der Überwachung" in München befasste sich vom 20. bis 22. Januar mit Fragen der (digitalen) Überwachung der Gesellschaft. Die Konferenz wurde von den Münchner Kammerspielen in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet und von Tobi Müller und Sarah Harrison kuratiert.

Infos zur Veranstaltung

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der einzelnen Veranstaltungen als Audio-Aufzeichnung und Video-Interviews mit Expertinnen und Experten der Konferenz.

Logos der Münchner Kammerspiele, des Goethe-Institut New York und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.Logos der Veranstalter (© Münchner Kammerspiele, Goethe-Institut, bpb)

Bots, Fake News und Big Data: Das Ende der Demokratie?

Die Meinungen überschlagen sich derzeit über den Einfluss von Bots, Fake News und Big Data auf Wahlen, die öffentliche Meinung und die Demokratie. Manche Experten sind sicher: Von Algorithmen gelenkte, Künstliche Intelligenz ist eine Gefahr für freiheitliche Gesellschaften. Andere geben Entwarnung: Der Mensch entscheide schließlich wie die Technik tickt. Yvonne Hofstetter ist Unternehmerin. Sie führt ein Big Data Unternehmen und warnt gleichzeitig vor den Gefahren der Fremdsteuerung und Überwachung. Ein Widerspruch? Findet sie nicht. Weiter...

10 Jahre Wikileaks: Kampf der Quellen (englisch)

Für manche ist Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, eine Heldenfigur. Im Zuge des Wahlkampfs um die US- amerikanische Präsidentschaft hat WikiLeaks aber auch von linker Seite Kritik einstecken müssen. Was ist wichtiger, fragen derweil Rechercheprofis: Die Wahrheit der Dokumente oder die Interessen der Quelle? Weiter...

Panama Papers und Wikileaks: Wie gehen Journalisten mit geheimen Informationen um?

Frederik Obermaier ist einer der Journalisten hinter der Veröffentlichung der Panama Papers. Dafür hat er, gemeinsam mit vielen anderen internationalen Journalist/-innen, unzählige Dokumente einer anonymen Quelle ausgewertet. Wir wollten von ihm wissen, wie man als Journalist mit so einer Quelle umgeht und wie man entscheidet, welche Informationen veröffentlicht werden. Weiter...

Redaktion am 08.02.2017

Mit der Handykamera gegen die Ungerechtigkeit: Überwachung, Rassismus & Black Lives Matter

Für die Black Lives Matter Bewegung in den USA spielt das Festhalten polizeilicher Übergriffe per Handykamera eine große Rolle im Kampf gegen den institutionalisierten Rassismus. Auch in Großbritannien erkennen zivilgesellschaftliche Bewegungen, dass sie die Werkzeuge der Überwachung für ihre eigenen Zwecke nutzen können. Adam Elliott-Cooper erforscht am Londoner King's College das Verhältnis von Polizei und Gesellschaft. Er warnt davor, dass rassistische Klischees auch in technischen Lösungen fortgeschrieben werden können. Weiter...

Freunde vor dem Schlüsseloch? Deutschland und die NSA

Seit März 2014 gibt es einen Untersuchungsausschuss im Bundestag zur NSA-Affäre, der "Ausmaß und Hintergründe der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland aufklären" soll. Im Kern schlummert die grundsätzliche Frage, inwiefern Geheimdienste demokratisch reguliert werden können, die eigenen wie die der anderen. Und welche Bedrohung größer ist: die durch die NSA oder die durch die Cyberangriffe? Weiter...

Redaktion am 08.02.2017

William Binney und die NSA: Warum ich zum Whistleblower wurde!

William "Bill" Binney ist einer der ersten und bekanntesten Whistleblower, die der NSA den Rücken gekehrt haben. Binney verließ die Agency kurz nach den Anschlägen vom 11. September und warnt seither vor den Gefahren grenzenloser und unkontrollierter Überwachung. Weiter...

Future Schock: Smart Cities, Big Data (englisch)

Wer regiert die Stadt der Zukunft: Wenn wir unsere Wohnungen online vermieten, um den Lebensstandard zu halten, wenn in Kleinstädten eine App den öffentlichen Verkehr ersetzt, und wenn unser digitaler Datenverkehr privaten Firmen nützt, die ehemals öffentliche Aufgaben übernehmen? Weiter...

Gatekeeping across borders (englisch)

In den Kindertagen des Internet träumten viele von einer schrankenlosen Gesellschaft. Heute kann man das nur gegen obszöne Honorare behaupten. Die sogenannten Gatekeeper, die Wächter über den Zugang und die Vorsortierung der Information, sind nicht weggefallen. Im Gegenteil, sie sind mächtiger denn je. Google oder Facebook entscheiden mit, was wir sehen. Weiter...

Redaktion am 08.02.2017

Mit Überwachung gegen die Überwacher: Das Tactical Technology Collective

Überwachung ist ein ziemlich technisches Thema. Das Tactical Technology Collective, kurz Tactical Tech, will das mit seinem interdisziplinären Ansatz ändern. Mit einer Mischung aus Künstlern, Hackern und Aktivisten will das Kollektiv das Thema sinnlicher erzählen. Weiter...

Sehen und gesehen werden: Überwachung als Selbstverteidigung

Der Lauschangriff erfolgt nicht immer im Geheimen. In Großbritannien hat man bereits lange Erfahrung mit öffentlichen Kameras. Im Online-Versand findet man leicht Programme, um Handys abzuhören. Und die lückenlose Überwachung mit Kameras prägt heute jedes Stadtbild. Können diese Blicke auch umgedreht werden? Welche Rolle spielen Kameras etwa im Kampf der Bewegung Black Lives Matter, um Polizeigewalt zu bezeugen? Beginnt die Handlungsmacht des Einzelnen gerade da, wo ihm seine Souveränität genommen wurde? Weiter...

Erstelle dein Profil: Politische Kunst und Technologie

Wenn Kunst wieder politisch agiert und den goldenen Theaterrahmen verlässt, tritt sie dann selbst in den Fokus von geheimdienstlichen Interessen? Fragen wir die Regisseurin ANGELA RICHTER, die mit Whistleblowern auf der ganzen Welt gesprochen hat. Ist es denkbar, dass wir mit sozial schärfer arbeitenden Werken auch die Komfortzone der Kunstbetrachtung verlassen? Weiter...

Mit Kunst gegen Überwachung? Politische Kunst und Aktivismus

Kann man mit Kunst etwas gegen Überwachung tun? Wie politisch kann und sollte Kunst sein? Und ab wann ist Kunst Aktivismus - und andersrum? Florian Malzacher ist Dramaturg und Kurator und beschäftigt sich in seiner Arbeit vor allem mit Kunst an der Schnittstelle zum Aktivismus. Weiter...

Schlussrunde zu "Sensible Daten - Kunst der Überwachung"

NISHANT SHAH und RENATA AVILA lassen das Wochenende Revue passieren, bevor sie mit den KuratorInnen Sarah Harrison und Tobi Müller zur größten Frage vordringen wollen, die da lautet: Was tun? Um sachdienliche Hinweise aus dem Publikum wird dringend gebeten. Weiter...

 
DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart: Wirklichkeit wird geschönt, Kritik unterdrückt, Oppositionelle werden überwacht und gebrochen. Weiter... 

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Debatte

Bedingungsloses Grundeinkommen

Was wäre, wenn jede_r von uns jeden Monat vom Staat einen festen Betrag aufs Konto überwiesen bekäme - ohne etwas dafür tun zu müssen? Das ist, vereinfacht gesagt, die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Die Idee ist kontrovers, denn sie kratz an einigen elementaren Fragen: Ist der Mensch von Natur aus faul oder fleißig? Wie sehr vertrauen wir unseren Mitmenschen wirklich? Was ist der eigentliche Sinn von Arbeit? Woran misst sich eigentlich der Wert von Arbeit? Weiter... 

Debatte

NPD-Verbot

Soll die NPD verboten werden? Oder muss die Demokratie auch ihre Feinde aushalten? Wer positioniert sich wie in der Debatte über ein Verbot der NPD? Unser Dossier-Schwerpunkt zum NPD-Verbot bietet Infos zu einer gesellschaftlichen Diskussion, die nun schon mehr als ein Jahrzehnt andauert. Weiter... 

Über Netzdebatte

Nach eineinhalb Jahren öffnet sich Netzdebatte - thematisch wie in den Formaten. Den netzpolitischen Fokus lässt das Weblog hinter sich und widmet sich künftig vielen gesellschaftspolitischen Themen mit Diskussionspotenzial. Weiter...