Entgrenzter Rechtsextremismus?

Entgrenzter Rechtsextremismus?
Internationale Perspektiven und Gegenstrategien

Fachtagung vom 9. bis 10 Februar 2015 im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München



Rechtsextremismus ist in Europa und Übersee zu einem steten Thema geworden. Beinahe 1.000 aktive Hate Groups existieren derzeit in den USA. In Russland wurden seit 2004 mehr als 500 rassistische Morde sowie Tötungen politischer Gegner begangen. Und bei den Europawahlen 2014 konnten verschiedene rechtsextreme Parteien Mandate gewinnen. Der Referenzrahmen dieser Akteure ist stets der Nationalstaat und doch stehen sie in stetem Austausch mit Gleichgesinnten in anderen Ländern. Existiert hier so etwas wie eine "Braune Internationale"? Diese Frage bildete neben Bestandsaufnahmen zur Situation der extremen Rechten in verschiedenen Ländern einen Schwerpunkt der zweitägigen Tagung. Dabei galt es zu diskutieren, wie dem Rechtsextremismus zu begegnen ist – unterschiedliche Projekte, die seit Jahren aktiv sind, stellten ihre Arbeit vor.

PDF-Icon Programm (PDF-Version: 38 KB)

Prof. Dr. Betty Dobratz, Iowa State University, Ames, USA (links)
Dr. Andreas Umland, Institut für Euro-Atlantische Kooperation Kiew, Ukraine (rechts)
Moderation: Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing (Mitte)

Tagungsbericht

Entgrenzter Rechtsextremismus?
Internationale Perspektiven und Gegenstrategien

In einer globalisierten Welt verwischen Grenzen. Auch das Thema Rechtsextremismus kann nicht mehr alleine aus einer nationalen Perspektive betrachtet werden. Eine Bestandsaufnahme des Rechtsextremismus in Europa und Übersee bildete den Ausgangspunkt dieser internationalen Fachtagung. Ein zweiter Schwerpunkt lag beim Austausch von Erfahrungen, wie Rechtsextremismus in der Bevölkerung begegnet werden kann. Weiter...

Begrüßung durch Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Rede

Eröffnungsrede von Thomas Krüger zur Tagung "Entgrenzter Rechtsextremismus"

Was haben deutsche Rechtsextreme – ausländerfeindlich und allein auf ihren Nationalstaat bezogen – mit Griechenland zu tun? Und doch: ein Großteil der rechtsextremen Parteien und Organisationen in Europa und der westlichen Welt ist miteinander verbunden, sie tauschen sich aus und agieren gemeinsam. Entgrenzt sich der Rechtsextremismus? Weiter...

Radiosendung des Bayerischen Rundfunks

Bayern 2: Rechtsextremismus in Europa

In einem Radiofeature für den Bayerischen Rundfunk (BR) setzen sich Thies Marsen und Ralf Homann mit "Rechtsextremismus in Europa" auseinander. Dafür haben Sie mit Teilnehmenden und Referierenden der Tagung gesprochen. Weiter...

Audiodokumentation

Audiodokumentation: Bekämpfung rechtsextremistischer Gewalt durch Hate-Crime-Gesetze

Seit der Aufdeckung des "NSU" wird auch in Deutschland wieder über eine Strafverschärfung für Gewalttäter diskutiert, die aus Hass auf vermeintlich Andere handeln. Das Konzept der Hate Crimes und deren Erfassung spielt auch in der internationalen Debatte eine wichtige Rolle. Geht die Strafverschärfung durch Hass als Motiv über Symbolpolitik hinaus? Weiter...

Bildergalerie

Impressionen von der Tagung

Eindrücke aus den Veranstaltungen der zweitägigen Konferenz "Entgrenzter Rechtsextremismus? Internationale Perspektiven und Gegenstrategien" Weiter...

Grenzübergreifende Konzepte der radikalen Rechten

Kurzbericht und Abstracts zu Panel 1

Panel 1: Grenzübergreifende Konzepte der radikalen Rechten

Die radikale Rechte verbindet länderübergreifend mehr als die bloße Negation der bestehenden Verhältnisse. Unterschiedliche Konzepte kursieren. Verbreitet ist nach wie vor die von Sir Oswald Mosley ersonnene Idee einer faschistischen "Internationale". In Kreisen der sogenannten "Neuen Rechten" kursieren hingegen Ideen eines "Reich Europa", während der Russe Alexander Dugin für ein "Eurasien" von Dublin bis Wladiwostok votiert. Diese Vorstellungen wurden analysiert und gegenübergestellt", Weiter...

Die ideologische Modernisierung des Rechtsextremismus: Dr. Magali Balent, Institut de Relations Internationales et Stratégiques (IRIS), Paris, Frankreich
Dr. Heléne Lööw, Uppsala Universitet, Schweden
Dr. Andrea Mammone, Royal Holloway University of London, Großbritannien
Moderation: Nina Horaczek, Falter, Wien, Österreich

Kurzbericht und Abstracts zu Panel 3

Panel 3: Die ideologische Modernisierung des Rechtsextremismus

Um politisch erfolgreich werden zu können, haben rechtsextreme Parteien in verschiedenen Ländern begonnen, ihre Agenda zu "entschärfen. Sie wissen, dass unverhohlener Rassismus und Antisemitismus nicht nur der Mobilisierung von Wählerinnen und Wählern entgegenstehen, sondern unter Umständen auch einer möglichen Regierungsbeteiligung. Doch verändert dies wirklich den Charakter der Parteien? Was ist mit ihrer Basis? Unterscheidet sich ihre neue Programmatik tatsächlich von der alten? Weiter...

Kurzbericht und Abstracts zu Panel 2

Panel 2: Rechtsterrorismus als internationales Problem

Das Auffliegen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds im November 2011 hat Deutschland erschüttert. Ähnliche Anschläge gab und gibt es in vielen anderen Ländern. Rechtsterrorismus ist kein singuläres Phänomen, sondern ein internationales Problem. Dieser Erkenntnis folgend werden Ursachen diskutiert, die möglichen Netzwerke und ideologischen Begründungen skizziert und gefragt, wie solche Taten in Zukunft verhindert werden können Weiter...

Kurzbericht und Abstracts zu Panel 4

Panel 4: Die rechtspopulistische Offensive

Bei der Europawahl 2014 konnten rechtspopulistische Parteien erneut Stimmen und Sitze hinzugewinnen. Sie inszenieren sich als "Kraft des Wandels", sie provozieren, simplifizieren und (re-)produzieren Feindbilder. Als selbst erklärte Demokraten stellen sie die liberale Gesellschaft in Frage. Welche Faktoren bedingen ihren Aufstieg? Warum gelingt es ihnen, Mediendiskurse und die politischen Agenden anderer Parteien zu beeinflussen? Wie sehen die Gesellschaften aus, die sie anstreben? Weiter...

Kurzbericht und Abstracts zu Panel 5

Panel 5: Rechtsextremismus in Europa

Rechtsextreme Parteien und Bewegungen sind in Europa heute längst nicht überall marginalisiert. Sie hetzen gegen Einwanderer und Flüchtlinge, fordern eine ethnisch homogene Nation in Grenzen vergangener Zeiten, halten Parlamente für "Schwatzbuden" und versuchen, mit ihren Parolen die Öffentlichkeit zu entflammen. Wann und warum können solche Gruppierungen erfolgreich sein? Welchen Rückhalt finden sie tatsächlich in der Bevölkerung? Wie vernetzt sind sie transnational? Weiter...

 

Dossier

Rechtsextremismus

Das Auffliegen der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) hat gezeigt: In Deutschland sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Aber nicht nur im Untergrund oder am Rand der Gesellschaft gibt es rechtsextreme Einstellungen wie Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und den Glauben an einen starken Führer. Weiter... 

Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch. Weiter... 

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