Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin.

Der Weg zur deutschen Einheit

Durch die Maueröffnung am 9. November 1989 veränderten sich schlagartig die Möglichkeiten zur Wiedervereinigung, wie sie in der Präambel des Grundgesetzes 1949 als Verfassungsziel festgeschrieben und in Art. 23 geregelt worden war. Doch zur Auflösung des Status quo der beiden deutschen Staaten bedurfte es mehr als einer friedlichen Revolution: Entscheidend wurden auch diplomatisches Geschick und die Bereitschaft der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, durch den sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei zu machen.

Am 19. Dezember 1989 besucht Bundeskanzler Helmut Kohl Dresden - er wird begeistert empfangen.

Manfred Görtemaker

Beginn der deutschen Einigung

Immer mehr Menschen in der DDR forderten die Wiedervereinigung. Die Bundesregierung legte dazu ein Zehn-Punkte-Programm vor. Der Ausgang der Volkskammerwahl vom 18. März 1990 beschleunigte den Einigungsprozess. Weiter...

Am 17. Juli 1990 besucht Bundeskanzler Helmut Kohl den sowjetischen Machthaber Michail Gorbatschow in dessen Heimat im Kaukasus. Die Bilder des gemeinsamen Spaziergangs gehen um die Welt.

Manfred Görtemaker

Verhandlungen mit den Vier Mächten

Bei der Deutschen Frage hatten die vier Siegermächte ein gewichtiges Wort mitzureden. Die Bundesregierung unter Helmut Kohl setzte nicht nur die Wiedervereinigung durch. Das geeinte Deutschland wurde zudem vollständig souverän und Mitglied der NATO. Weiter...

Außenminister Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der westdeutschen Botschaft in Prag. Am 30. September 1989 informiert er die rund 4.000 DDR-Flüchtlinge darüber, dass ihre Ausreise in die Bundesrepublik bewilligt wurde.

Nicholas Brautlecht

Die Prager Botschaftsflüchtlinge

"Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise..." – der Rest ging in einem Jubelsturm unter. In Prag verkündete Hans-Dietrich Genscher die Ausreisegenehmigung für Tausende DDR-Flüchtlinge. Weiter...

Der ungarische Außenminister Gyula Horn (rechts) und sein österreichischer Amtskollege durchtrennen am 27. Juni 1989 im ungarischen Sopron den Stacheldraht am gemeinsamen Grenzzaun. Am 19. August 1989 sollte hier waehrend eines Festes der Begegnung der "Eiserne Vorhang" zwischen Oesterreich und Ungarn fuer wenige Minuten symbolisch geoeffnet werden. Tatsaechlich durchstuermten rund 600 Ungarn-Urlauber aus der DDR unter den Augen ungarischer Soldaten die Grenze in Richtung Westen.

Nicholas Brautlecht

Das Ende des Eisernen Vorhangs

Am 27. Juni 1989 durchtrennen die Außenminister Ungarns und Österreichs gemeinsam den Grenzzaun zwischen ihren Ländern. Das Bild geht um die Welt. Wie kam es zu diesem Ereignis? Weiter...

DDR-Bürger stehen 1990 vor der Sparkasse in Görlitz Schlange um DDR-Mark in DM umzutauschen. Die Währungsunion sah einen Umtauschkurs von 1:1 vor.

Manfred Görtemaker

Probleme der inneren Einigung

Für die Deutsche Einheit gab es keinen Präzedenzfall. Es mussten komplexe politische, rechtliche und wirtschaftliche Fragen gelöst werden. Weiter...

Bröckelnde Allianz: der britische Premierminister Winston Churchill (links), US-Präsident Franklin D. Roosevelt (Mitte) und der sowjetische Staatschef Josef Stalin (rechts) in Jalta 1945.

Manfred Görtemaker

Die deutsche Frage in der internationalen Politik

Die Planungen für eine deutsche Wiedervereinigung stießen im Ausland auf große Skepsis. Zu groß schienen die Vorurteile und Ängste der anderen Staaten zu sein. Weiter...

Lothar de Maizière, Spitzenkandidat der Allianz für Deutschland, gewann die ersten und letzten freien Volkskammerwahlen deutlich und wurde der letzte Ministerpräsident der DDR.

Der Weg zur deutschen Einheit

Volkskammerwahl 1990

Die Volkskammerwahl vom 18. März 1990 wurde nicht nur durch die Diskussion über die Errichtung der Wirtschafts- und Währungsunion zwischen den beiden deutschen Staaten bestimmt, sondern stand insgesamt bereits stark unter dem Einfluss westdeutscher Parteien und Politiker. Weiter...

Feier nach der Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 12. September 1990 in Moskau (v.l.n.r. Frankreichs Außenminister Roland Dumas, Außenminister der Sowjetunion Eduard Schewardnadse, sowjetischer Staatschef Michael Gorbatschow, US-Außenminister James Baker, Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, DDR-Außenminister Lothar de Maiziere und Englands Außenminster Douglas Hurd).

Staatsvertrag

Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland

Der 1990 abgeschlossene Zwei-plus-Vier-Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten stellt die endgültige Souveränität des vereinten Deutschlands her. Weiter...

In der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1989 steigen Menschen auf die Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor und feiern die Öffnung der Grenzübergänge.

Volkswirtschaft

"Totalschaden" - Das Finale Grande der DDR-Volkswirtschaft 1989

Wäre es auch ohne den 9. November zum Mauerfall gekommen? Darauf weisen mehrere SED und Stasi-Unterlagen hin. Die DDR war im Herbst 1989 so pleite, dass sie erwog, im Tausch gegen neue Milliardenkredite aus dem Westen die Grenze zu öffnen. Weiter...

 
Helmut Kohl nimmt nach seiner Wahl am 1. Oktober 1982 die Glückwünsche der CDU/CSU-Fraktion entgegen. Der CDU-Vorsitzende wurde von der neuen Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP zum sechsten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden - in einer geheimen Abstimmung im Bundestag über das konstruktive Mißtrauensvotum zum Sturz von Bundeskanzler Helmut Schmidt.Patricia M. Clough

Ära Kohl? Eine Kanzlerschaft in den 1980er Jahren - Essay

Als Kanzler prägte und verkörperte Helmut Kohl die lethargische, konservative Bonner Republik der 1980er Jahre. Erst ganz am Ende des Jahrzehnts gab er seiner Karriere und der deutschen Geschichte eine entscheidende Wendung. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Am 15. Januar 1990 entmachteten sie endgültig das "Werkzeug" zur Machterhaltung der damals totalitär regierenden Sozialistischen Einheitspartei SED. Weiter... 

Mit Menschenketten, Demonstrationen und einer Kundgebung im Bonner Hofgarten demonstrierten ca. 400.000 Menschen aus allen Teilen des Bundesgebietes und vielen politischen Richtungen gegen die Nachrüstung vor ca. 30 Jahren.Sammel-Dossier

Der Kalte Krieg

Der Kalte Krieg gilt als Bezeichnung für die spannungsreiche Konfrontation der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs zwischen 1945 und 1989. Beide Staatenbünde versuchten weltweit Einflusssphären auszubauen, bedrohten sich durch atomare Hochrüstung und führten lokale Stellvertreterkriege. Weiter... 

Online-Angebot

Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt. Weiter... 

Teaser Jugendopposition in der DDROnline-Angebot

Jugendopposition in der DDR

Ausgezeichnet mit Grimme Online Award: Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Videos, Fotos und Dokumenten. Weiter... 

kinofenster.de-LogoOnline-Angebot

Kinofenster.de: Friendship!

Go West! Von Ost-Berlin nach New York und dann Richtung San Francisco – die Geschichte einer abenteuerlichen Reise im Jahr 1989. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht. Weiter...