Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin.

Fünf Fragen an

Wie haben Sie den Herbst 1989 erlebt und was hat sich nach dem Ende der DDR für Sie verändert? Wir haben 17 Menschen fünf gleiche Fragen gestellt. Die Antworten sind eine lebendige Mischung aus persönlichen und familiären Schilderungen, politischen Statements, aber auch Gegenfragen. Es sind Erinnerungen an die Zeit der deutschen Teilung, den Prozess der Wiedervereinigung sowie Wünsche für die Zukunft.

Klaus Everhardt

Ein Land. Aber doch sehr unterschiedlich.

Europa sei eine schöne Sache, so Klaus Everhardt. Aber erst einmal hätte Deutschland zu seiner Einheit wiederfinden müssen. Nach wie vor gebe es keine Gleichberechtigung. Weiter...

Peter-Stefan Greiner

"Wir wollten eine demokratische DDR"

Dass im Kapitalismus nicht jeder auch einen Job bekommt, hätte Peter-Stefan Greiner nicht gedacht. Er verlangt gerade heute wieder mehr soziales Engagement, auch von der Wirtschaft. Weiter...

Margot Hattenhauer

"Es war ein heilloses Durcheinander"

Beim Mittagessen erfuhr Margot Hattenhauer, dass die Mauer gefallen war - über das Radio. Sie kann sich noch gut an ihre erste Fahrt in den Westen erinnern und an Erdbeeren im November. Heute vermisst sie vor allem den sozialen Zusammenhalt der DDR. Weiter...

Beatrice Hoffmann

"Wir könnten in der Entwicklung schon ein paar Jahre weiter sein"

Beatrice Hoffmann hat den Fall der Mauer sehr zwiespältig erlebt. Es war schwierig einzuschätzen, was das bedeuten würde? Damals wie heute kann sie in der Wiedervereinigung positive und negative Aspekte sehen. Weiter...

Tina Hofmann

"Man hat sich über alles gefreut, was neu war"

Tina Hofmann hat die Wiedervereinigung als Kind erlebt. Viel wichtiger als das Politische war für sie, dass sie ihre Großmutter besuchen konnte, die ein halbes Jahr zuvor im Westen geblieben war. Weiter...

Sebastian Kloppfleisch

Das Bewusstsein von Endlichkeit

Das Ende der DDR erfuhr Sebastian Kloppfleisch als einen Moment, in dem alles aus den Fugen zu geraten schien. Die damit verbundene biografische Erfahrung sei die Gewissheit, dass alles enden kann. Weiter...

Marion Klötzke

"Auf einmal hieß es: Die Mauer ist weg"

Der Fall der Mauer kam überraschend. Marion Klötzke reiste mit ihrer Familie gleich danach in die naheliegenden Dörfer hinter der Mauer. Weiter...

Jürgen Ludwig

"Diese Art des Preisgebens fand ich nicht gut"

Jürgen Ludwig kritisiert, wie die Wiedervereinigung verlaufen ist. Sein Wunsch für die Zukunft: Die unglückselige Diskutiererei von Deutschland-Ost und Deutschland-West solle endlich aufhören. Weiter...

Frank Ruhnke

Liebesglück im Westzug

Auf der Fahrt mit dem Westzug traf Frank Ruhnke seine jetzige Ehefrau – ein besonderer Tag für die beiden. Seine wichtigste Erinnerung an die DDR: Die Menschen waren gleich. Weiter...

André Schäfers

Ende 89 hatte man viel Hoffnung

André Schäfers Leben hat sich seit 1989 rasant geändert: Der ehemalige Bausoldat ist mitlerweile im Bildungsbereich tätig. Was er für die Zukunft wünscht, ist: "viel mehr Miteinander." Weiter...

Sylvana Schäffer

"Es ist alles offener und freier"

Für Sylvana Schäffer brachte die Wiedervereinigung vor allem mehr Freiheit, wie z.B. die Möglichkeit, Politik studieren zu können. Weiter...

Gerd Schmiedel

"Man war neugierig auf das andere System"

Für den Journalisten Gerd Schmiedel boten die ersten Jahre nach dem Mauerfall neue Möglichkeiten bei der Themenwahl: Er konnte sich Themen widmen, "die völlig frei waren und zu denen Westkollegen sich höchst selten bewegten". Weiter...

Johannes Sparsbrod

"Die Freiheit war möglich"

Das Ende der DDR bedeutete für Johannes Sparsbrod vor allem die Möglichkeiten zur freien Entfaltung. Weiter...

Holger Uske

1989 stand das Land still

Holger Uske erinnert sich ungern an das Land, in dem er aufwuchs, seinen Zwang und seiner ideologischen Einsilbigkeit. An Deutschland appelliert er: Gleichgültig, wie man die Einheit im Nachhinein bewertet: "Nun haben wir sie und man sollte sie nutzen." Weiter...

Renate Waldmann

Gemeinschaftsgefühl als Erinnerung

Für viele brachte das Jahr 1989 auch die Arbeitslosigkeit. Für Renate Waldmann war die Wiedervereinigung deshalb ein erfreuliches und zugleich dramatisches Ereignis. Weiter...

Margit Winter*

"Bleib um Himmels willen zu Hause"

Die Nachricht der Maueröffnung löste in Margit Winter* zunächst Panik aus. Sie glaubte, dass es sogar einen Krieg geben könnte. Die Ereignisse am 9. November 1989 veränderten für Frau Winter vor allem den Weitblick, denn zu lange hatte der Mauerzaun nur 500 Meter entfernt von ihrem Haus gestanden. *Name geändert Weiter...

Klaus Zeymer

"Ich war in der DDR eigentlich zufrieden"

Klaus Zeymer findet, dass die Menschen wegen der hohen Arbeitslosigkeit ruhig noch einmal auf die Straße gehen könnten. Harte Auseinandersetzungen wünscht er sich aber nicht. Weiter...

 

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Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt. Weiter... 

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Jugendopposition in der DDR

Ausgezeichnet mit Grimme Online Award: Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Videos, Fotos und Dokumenten. Weiter... 

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Kinofenster.de: Friendship!

Go West! Von Ost-Berlin nach New York und dann Richtung San Francisco – die Geschichte einer abenteuerlichen Reise im Jahr 1989. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht. Weiter...