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Glossar

Akteneinsicht

Es gibt unterschiedliche Kategorien von Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS):

1. die sogenannten Opferakten, Akten über einzelnen Personen/Personenzusammenhänge

2. IM-Akten (also Akten "Inoffizieller Mitarbeiter"), die wie die "Opferakten" auch nur beschränkt für die Forschung zugänglich sind (Persönlichkeitsschutz der Opfer, aber auch Intimschutz der Täter)

3. Akten aus dem Arbeitszusammenhang der MfS-Mitarbeiter einschließlich der Personalakten von MfS-Mitarbeitern

4. Akten der allgemeinen Sachablage, also Akten, die zwar Personen, aber auch Vorgänge, Ereignisse oder dergleichen betreffen

5. Akten, die nicht aus der Arbeit des MfS entstanden sind, aber aus unterschiedlichen Gründen vom MfS verwahrt worden sind.

Seit Januar 1992 haben Bürgerinnen und Bürger das Recht, die über sie angelegten Akten des MfS zu lesen. Betroffene erhalten auf Antrag bei der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des MfS (BStU) entsprechend des Stasiunterlagen-Gesetzes (StUG) Einsicht in ihre Personen-Akten. Die Daten anderer Betroffener und Dritter werden dabei anonymisiert. Die Namen der MfS-Mitarbeiter bleiben ungeschwärzt. Wenn die auf die Betroffenen angesetzten Inoffiziellen Mitarbeiter des MfS dort lediglich mit Decknamen genannt sind, können die Betroffenen einen Antrag auf Bekanntgabe des Klarnamens stellen. Außerdem bekommen sie, falls sie das wünschen, die zu ihrer Person vorhandenen Unterlagen als Duplikate ausgehändigt.Nach dem Stasi-Unterlagengesetz ist auch die Akteneinsicht für Wissenschaftler, Journalisten u.a. geregelt. Sie können neben der Einsicht in allgemeines Schriftgut auch die Einsicht in die Akten der Mitarbeiter des MfS beantragen. Für die Opferakten brauchen sie eine schriftliche Einwilligung der Betroffenen.



18.05.2006



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