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Glossar

Politische Haft

Im allgemeinen und behördlichen Sprachgebrauch der DDR existierten politische Häftlinge nicht. Offiziell registrierte man nur "kriminelle Täter". Erst durch eine zusätzliche Bewertung konnte ein Delikt zu einer Straftat "mit politischem Einschlag" erklärt werden. Von 1945 bis 1990 waren etwa 200.000 Bürgerinnen und Bürger der DDR aus politischen Gründen inhaftiert, z.B. wegen ungesetzlichem Grenzübertritt, Staatsverleumdung oder Widerstand gegen die Staatsgewalt. Im Gegensatz zu allen anderen strafrechtlichen Tatbeständen, die der Kriminalpolizei oblagen, war das MfS für politische Sachverhalte und deren strafrechtliche Aufklärung zuständig.

Das MfS unterhielt eigene Untersuchungshaftanstalten, in denen physische und psychische Misshandlungen politischer Gefangener keine Ausnahme bildeten. Auch nach der Entlassung mussten politische Gefangene mit Restriktionen rechnen, z.B. Berufsverboten. Der Umgang mit politischen Gefangenen in der DDR fand international erstmals im Zuge des UN-Beitritts der DDR 1973 größere Beachtung. In der Folge musste die DDR vor der UN-Konferenz über die menschenrechtliche Lage im Land Bericht erstatten. Seit 1963 wurden mehr als 30.000 politische Häftlinge von der Bundesrepublik freigekauft.



18.05.2006


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