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Glossar

Inoffizieller Mitarbeiter (IM)

Geheime Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), auch "Spitzel" genannt. Die Funktion der IM war maßgeblich durch die Rolle des MfS in der DDR bestimmt. Dieses hatte die Aufgabe, auf der Basis der Beschlüsse der SED die DDR vor Angriffen zu schützen. Außerdem sollte es die territoriale und staatliche Ordnung des Landes garantieren und Beeinträchtigungen der Sicherheit vorbeugend begegnen. Für das MfS war es daher eine Schlüsselfrage, an Kenntnisse über Aktivitäten zu gelangen, von denen es annahm, dass sie der DDR auf politischem, ökonomischem, gesellschaftlichem und militärischem Gebiet schaden könnten.

Die Gewinnung von Informationen wurde durch Technik erleichtert, doch konnten solche Hilfsmittel nicht den Menschen mit seiner Fähigkeit ersetzen, Gedanken anderer Personen zu erforschen oder auf diese einzuwirken, in denen das MfS den "Feind" vermutete. Die IM fungierten somit als zentrale Schnittstelle zwischen MfS und Gesellschaft. Der erste Minister des MfS, Wilhelm Zaisser, beschrieb es so: "Unser IM-Bestand, das sind unsere Atmungsorgane und ohne diese können wir nicht leben und nicht arbeiten". Für Erich Mielke waren die IM "Hauptwaffe zur Aufspürung und Aufklärung des Feindes, zur Gewinnung wertvoller operativer Informationen". Sie hatten die Funktion, unmittelbar auf Entwicklungen oder Personen Einfluss zu nehmen, und stellten damit auch den Charakter eines gesellschaftspolitischen Steuerungspotentials dar, das politischen Vorgaben und Zielen zum Durchbruch verhelfen sollte. Zuletzt gab es 174.000 aktive Inoffizielle Mitarbeiter.

Neben den "regulären" IM gab es die "IMB", Inoffizielle Mitarbeiter der Abwehr mit Feindverbindung bzw. zur unmittelbaren Bearbeitung im Verdacht der Feindtätigkeit stehenden Personen. Diese mit der Richtlinie 1/79 vom 8.12.1979 eingeführte Kategorie führte die Vorläuferkategorien "IMF" und "IMV" zusammen.



18.05.2006


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