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Glossar

Bausoldaten

Bausoldaten waren in der DDR Kriegsdienst- bzw. Totalverweigerer. Ihnen wurde jedoch von der SED-Regierung nicht ein Zivildienst, sondern ein waffenloser Dienst innerhalb der Armee zugewiesen. Sie trugen die übliche Uniform mit einem goldenen Spaten auf der Schulter. So wurde ein waffenloser Wehrersatzdienst für diejenigen möglich, die "aus religiösen Anschauungen oder aus ähnlichen Gründen den Wehrdienst mit der Waffe ablehnen".

Die ersten 220 Bausoldaten wurden im November 1964 eingezogen. Bis Ende 1989 dienten insgesamt 12.000 bis 15.000 junge Männer als Bausoldaten, insgesamt weniger als ein Prozent aller Wehrpflichtigen. Mit der Entscheidung, als Bausoldat in der Nationalen Volksarmee (NVA) zu dienen, waren vielfältige Repressionen verbunden. Sie stellte jedoch eine Alternative zur Totalverweigerung dar, die bis etwa 1985 mit Gefängnisstrafen geahndet wurde.

Die Forderung nach einem Zivildienst ("Sozialer Friedensdienst") wiederholte sich bis zur Revolution 1989/90. Bausoldaten stellten ein wichtiges Reservoir für die Opposition in der DDR dar. Ohne sie hätte es die späteren Basisgruppen der DDR-Opposition nicht gegeben, weil sie die wichtigsten Keimzellen für die unabhängigen Friedensbewegung waren, aus der sich wiederum die DDR-Opposition entwickelte.



18.05.2006


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