Denkmal für die Berliner Mauer

Konturen

Im gesamtdeutschen Alltag haben die Vorgänge der Umgestaltung und Erneuerung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft alsbald konkrete Umrisse angenommen. Derartige Konturen der Einigung werden unter anderem erkennbar in Infrastruktur, Arbeit und Wirtschaft, Mobilität, politischer und sozialer Beteiligung, Lebensstilen und Lebensbedingungen.

Im Vergleich zum Westen ist der Anteil an befristeten Arbeitsverhältnissen im Osten nach wie vor etwa doppelt so hoch. - Unterzeichnung eines Vertrags.

Christoph Köhler / Alexandra Krause

Arbeit

Hohe Arbeitslosigkeit, schwache Gewerkschaften, extremer Kostendruck: Gibt es den "wilden Osten", in dem eine Beschäftigungspolitik des Heuerns und Feuerns herrscht? Und ist der Osten zum Vorreiter eines flexiblen Kapitalismus geworden? Weiter...

"Umbruchsarbeitslosigkeit": Schlagartig wurden im Osten Millionen von Arbeitskräften entlassen. - Menschen am Eingang der Agentur für Arbeit.

Melanie Booth

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Wie hat sich die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren in Deutschland entwickelt? Welche Unterschiede bestehen zwischen Ost und West? Und welche Personengruppen tragen ein hohes Risiko, arbeitslos zu werden? Weiter...

Gymnasiastinnen im brandenburgischen Wittstock: Vor allem junge Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen ziehen seit Ende der 90er Jahre zunehmend aus ihrer ostdeutschen Heimat in den Westen.

Bernd Martens

Zug nach Westen – Anhaltende Abwanderung

Die DDR war zeitlebens ein Auswanderungsland. Dieser Trend hat sich auch nach 1990 fortgesetzt. Vor allem gut ausgebildete junge Frauen kehren ihrer ostdeutschen Heimat den Rücken – mit negativen Effekten für die "Bleibegesellschaft". Weiter...

Straßenszene am Brandenburger Tor: Für den Wandel der Sozialstruktur im Osten waren die Jahre 1990-2000 sehr entscheidend.

Michael Hofmann

Soziale Strukturen in der DDR und in Ostdeutschland

Arbeiter, Kleinbürger, Eliten: Welche Auswirkungen hatte die Wende auf die sozialen Milieus? Michael Hofmann mit einem Überblick über Entwicklungen und Veränderungen der sozialen Strukturen in Ostdeutschland. Weiter...

Flugverkehr, Schienennetz, Autobahn: Die DDR hinterließ enorme Infrastrukturlücken.

Tobias Jaeck

Infrastruktur und Infrastrukturlücke in Ostdeutschland

Die DDR hinterließ eine große Infrastrukturlücke. Ursachen dafür reichen bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Heute sind im Osten die Infrastrukturlücken größtenteils geschlossen. In einigen Bereichen ist die Versorgung sogar besser als im Westen. Weiter...

Leerstand im Osten: Abriss eines Plattenbaus aus DDR-Zeiten in der Innenstadt von Dresden im Jahr 2005.

Ronald Gebauer

Wohnen

Lange Zeit mangelte es in Ost wie West an Wohnraum. Abwanderung, Suburbanisierung und demographischer Wandel führen heute in vielen Regionen zu einem dramatischen Bevölkerungsverlust, vor allem im Osten und altindustriell geprägten Gegenden im Westen. Weiter...

Was mittel- und langlebige Konsumgüter betrifft, sind die Ostdeutschen in der kapitalistischen Warenwelt und Konsumkultur längst angekommen.

Axel Salheiser

Ausstattung privater Haushalte

Unbegrenztes Güterangebot statt Zuteilung und "Vitamin B": Ob Waschmaschine, Farbfernseher oder Auto – der Nachholbedarf im Osten beflügelte in den Jahren 1990 bis 1992 die Wirtschaft im Westen. Weiter...

Einrichtung einer "Konsum"-Verkaufsstelle im DDR-Museum in Malchow, Mecklenburg-Vorpommern, im Jahr 2009.

Axel Salheiser

Konsum

Von der sozialistischen Warteschlange zur bunten kapitalistischen Warenwelt: In der DDR waren viele Produkte nicht oder kaum erhältlich. Glück hatte, wer mit Westgeld in Intershops einkaufen konnte. Weiter...

Beim Umbau des Schulsystems konnte auf die gemeinsame Tradition der deutsch-preußischen Staatsschule zurückgegriffen werden.

Bernd Martens

Wende in den Schulen

Der Umbau des Schulsystems verlief erstaunlich problemlos. Dabei kopierten die neuen Länder nicht bloß die Systeme im Westen, sondern setzten auf eigene Lösungen. Heute sind die Schulen im Osten fester Bestandteil einer gesamtdeutschen Bildungslandschaft. Weiter...

Handtücher im Waschraum einer Erfurter Kinderkrippe. Foto: AP

Ronald Gebauer

Kitas und Kindererziehung in Ost und West

Vollversorgung und Einflussnahme versus Unterangebot und konzeptionelle Vielfalt: Was unterschied die Kinderbetreuung in Ost und West? Und welche Herausforderungen gilt es heute gemeinsam zu meistern? Weiter...

Nicht alle regionalen Unterschiede der Kinder- und Jugendhilfe lassen sich mit dem jahrzehntelangen Systemunterschied Ost-West erklären.

Karl Friedrich Bohler/Tobias Franzheld

Kinder- und Jugendhilfe vor und nach dem Systemwechsel

Kinder- und Jugendhilfe galt in der DDR als "Schönheitsfehler des Sozialismus". Im Vordergrund standen daher korrigierende Einflussnahme und Umerziehung zur sozialistischen Persönlichkeit. Weiter...

Kindertagesstätte in Dresden. Mit der angebotenen Kinderbetreuung sind Ostdeutsche im Durchschnitt zufriedener als Westdeutsche.

Axel Salheiser

Lebenszufriedenheit

Wie zufrieden sind die Menschen in Ost und West mit der eigenen sozialen Situation und ihren privaten Lebensbedingungen? Und welche Faktoren beeinflussen die Lebenszufriedenheit? Weiter...

Familienausflüge wie hier bei Dresden gehören in Ost und West zu den beliebten Freizeitaktivitäten.

Steffen Schmidt / Anne Wilhelm

Freizeitverhalten

Ressourcenknappheit und die ideologische Verbindung von Arbeit und Freizeit engten in der DDR die Möglichkeiten einer selbstbestimmten Freizeitgestaltung ein. Dennoch: Damals wie heute teilen Ost und West in ihrer Freizeit dieselben Vorlieben. Weiter...

Deponie in der Nähe der Bitterfelder Chemie A.G. im Februar 1992.

Axel Salheiser

Umwelt

Bereits zu DDR-Zeiten kritisierten viele Aktionsgruppen die starke Umweltverschmutzung. Diese war auch abseits großer Industriestandorte spürbar. Wie sieht die subjektive Wahrnehmung und Bewertung von Umweltbelastungen heute aus? Weiter...

Blick auf das Rathaus von Görlitz.

Winfried Kluth

Kommunale Selbstverwaltung in Ostdeutschland

In der DDR war das Prinzip des "demokratischen Zentralismus" auch für die Kommunen bindend. Die Neuordnung auf kommunaler Ebene nach 1990 war nur ein wichtiger Mosaikstein der Verwaltungsreform und ebenso Bestandteil eines umfassenden Systemwandels. Weiter...

Abgeordnete aus Bundestag und Landtagen bringen, wie die Bevölkerung selbst, je besondere Erfahrungen und Denktraditionen aus ihrer unterschiedlichen Sozialisation in Bundesrepublik und DDR mit.

Lars Vogel

Politische Repräsentation in der Demokratie

Partei, Wähler, Land: Wem fühlen sich Abgeordnete verpflichtet? Und wollen Politiker in erster Linie Orientierung bieten oder Anregungen der Bürger umsetzen? Welche Unterschiede lassen sich bei den Parteien ausmachen? Und welche in Ost und West? Weiter...

Arbeiter der Union Werkzeugmaschinen GmbH in Chemnitz, die 1996 als Mitarbeitergesellschaft neu gegründet wurde.

Fritsch / Schindele / Rusakova / Wyrwich

Von (fast) Null auf Hundert

In der DDR war berufliche Selbstständigkeit nur in wenigen ökonomischen Bereichen erlaubt. Mit der Wende erlebte der Osten aber einen wahren Gründungsboom. Weiter...

Bei den Investitionszuweisungen lässt sich seit dem Ende der 1990er Jahre ein permanenter Rückgang feststellen. Gleichwohl erreichten die Investitionszuweisungen an die ostdeutschen Kommunen auch im Jahr 2007 noch mehr als 250 Prozent des entsprechenden Niveaus im Westen.

Martin Rosenfeld

Finanzausgleich/Finanztransfers Ostdeutschland

Jährlich fließen Zahlungen in Milliardenhöhe in die Neuen Länder. Welche Ziele werden damit verfolgt? Wie setzen sich diese Zahlungsströme zusammen? Und welche Effekte sind damit verbunden? Weiter...

Lehrling in einem Projekt für die berufliche Qualifizierung arbeitsloser Jugendlicher in Berlin 2008.

Holle Grünert / Thomas Ketzmerick

Nachwuchskräfte für Betriebe – vom Überschuss zur Knappheit

Im Osten strömte eine immer größere Zahl an Schulabgängern auf einen Arbeitsmarkt mit geringer Nachfrage. Vielen gelang trotz abgeschlossener Berufsausbildung kein Einstieg in Beschäftigung. Weiter...

Berlin, 1997: Bauarbeiter demonstrieren auf der Baustelle des neuen Reichstags für die Einhaltung von Mindestlöhnen.

Steffen Schmidt / Anne Wilhelm

Nicht-institutionalisierte politische Beteiligung und Protestverhalten

Politische Partizipation gehört zur Demokratie. Wie haben sich Beteiligung und Protestverhalten außerhalb von Institutionen in Ost und West entwickelt? Weiter...

Das Lebenszufriedenheit der Ostdeutschen nähert sich seit der Wende dem Niveau in Westdeutschland an, erreicht dieses aber nicht. - Ein Jugendlicher springt bei Mühlheim in einen See.

Sebastian Grümer

Subjektives Wohlbefinden in Ost- und Westdeutschland

Wie geht es den Menschen in Ost und West seit dem Fall der Mauer? Sebastian Grümer mit einem Überblick zum subjektiven Wohlbefinden. Weiter...

Dortmund, 2003: Eisenbahngewerkschafter fordern eine Angleichung der Ostgehälter an das westliche Niveau.

Ronald Gebauer / Bernd Martens

Einkommen und Vermögen – wachsende Ungleichheiten

Trotz Annäherung: In den neuen Bundesländern leben die ärmeren Deutschen. Das zeigt ein Blick auf Einkommen und Vermögen in Ost und West. Weiter...

Seit Beginn der 1980er Jahre haben die großen Parteien in Deutschland einen kontinuierlichen Mitgliederrückgang zu verzeichnen. - Plakate der Parteien zur Bundestagswahl 2009.

Steffen Schmidt

Mitgliedschaft und Aktivitäten in Parteien und Verbänden

Parteien und Verbände bieten die Möglichkeit, sich aktiv an Politik zu beteiligen – auch außerhalb von Wahlen. Allerdings machen davon immer weniger Menschen Gebrauch, wie Steffen Schmidt zeigt. Weiter...

Abstimmung im Europäischen Parlament in Straßburg: Der Frauenanteil unter deutschen Abgeordneten hier liegt seit 1989 bei mehr als einem Drittel.

Steffen Schmidt / Sabrina Röser

Politische Partizipation von Frauen

Mit der Wiedervereinigung kam es zu einem Anstieg politischer Partizipation von Männern und Frauen. Während im Westen der gender gap bei einigen Formen der Beteiligung noch immer existiert, fallen die Unterschiede im Osten traditionell geringer aus. Weiter...

Anti-Atomkraft-Aufkleber auf dem Schuh einer Wählerin bei der Bürgerschaftswahl in Bremen.

Steffen Schmidt

Politisches Interesse

Bis zur Wiedervereinigung stieg das politische Interesse in Deutschland, nahm dann sprunghaft zu, um sich in Folge mit politischem Desinteresse die Waage zu halten. Sowohl in West- wie in Ostdeutschland sinkt das politische Interesse aber spürbar, je jünger die Menschen sind. Weiter...

In den meisten europäischen Ländern nehmen mindestens ein Fünftel der Wahlberechtigten an Wahlen nicht mehr teil. - Eine Wählerin gibt bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Stimme ab.

Steffen Schmidt / André Stiegler

Beteiligung an Wahlen

Deutschlandweit ist die Wahlbeteiligung bei den drei letzten Bundestagswahlen stetig zurückgegangen. Die Politikwissenschaft interpretiert dies zum einen als Beleg für ein stabiles politisches System, zum anderen als Ausdruck zunehmender Politikverdrossenheit. Weiter...

Dossier

Brandenburger Tor

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

Auf der Seepromenade Warnemünde
3. Juli 1990Spezial

Ostzeit

Die Fotografen der Agentur Ostkreuz erzählen in ihren Bildern Geschichten aus einem vergangenen Land – authentisch und ungeschönt. Sie zeigen den Alltag, die Arbeit und die Menschen hinter der DDR. Weiter... 

Online-Angebot

Einen Tag nach der Grenzöffnung am 9. November 1989 steigen Menschen auf die Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor.

Chronik der Mauer

1961 bis 1990: Die Chronik zeichnet die gesamte Geschichte der Mauer nach, in Text, Bild, Film, Ton, Dokumenten und Interviews mit Zeitzeugen. Weiter...