Ein britischer Soldat bewacht eine Gruppe deutscher Kriegsgefangener.

Der Zweite Weltkrieg

Vor 70 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Als nationalsozialistischer, rasseideologischer Vernichtungskrieg hatte er Millionen Menschen das Leben gekostet: 6 Millionen europäische Juden fielen dem Rassewahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht. Mit insgesamt 60-70 Millionen Toten steht der Zweite Weltkrieg für die Tragödie des 20. Jahrhunderts. Eine bipolare Weltordnung entstand, das Gesicht Europas veränderte sich völlig.

     
Das Zuchthaus des kleinen Städtchens Waldheim am 06.11.1992. Im Frühjahr 1959 wurden in Waldheim innerhalb von zwei Monaten mehr als 3.400 Menschen in Schnellverfahren als angebliche Naziverbrecher zu langjährigen Haftstrafen und in 32 Fällen zum Tode verurteilt. 24 der Todesurteile wurden im Zuchthaus auch vollstreckt.

Die Ahndung von NS- und Kriegsverbrechen in der SBZ/DDR

Die Strafverfolgung der NS-Verbrecher verlief in Ostdeutschland im Spannungsfeld zwischen politischer "Säuberung" und willkürlichem Terror, zwischen der Ahndung von NS-Verbrechen und der Sowjetisierung Ostdeutschlands, zwischen Geheimhaltung und Propaganda im Ost-West-Konflikt. Bis heute ist dieses unübersichtliche Kapitel der ostdeutschen Nachkriegsgeschichte in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Weiter...

Buchenwald-Prozess: Die Angeklagte Ilse Koch, Ehefrau des Kommandanten des KZ-Buchenwald, Karl
Koch, während der Verhandlung, vermutlich 8. Juli 1947.

Die Verfolgung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen

Noch während des Krieges beschlossen die Alliierten, den Nationalsozialismus und den Militarismus in Deutschland zu beseitigen. Die Verbrechen der Deutschen sollten gesühnt und die Täter bestraft werden. Weiter...

Der amerikanische Soldatenfriedhof (Omaha Beach) bei Colleville-sur-Mer in der Normandie.

Der Zweite Weltkrieg – eine historische Zäsur

70 Jahre nach Kriegsende gibt es kaum noch jemanden, der die NS-Diktatur als Erwachsener erlebt hat und von dem Krieg erzählen kann, den die Nationalsozialisten angezettelt haben. Umso schwerer fällt es heute, diese Vergangenheit zu verstehen. Weiter...

Hitler lässt das entmilitarisierte Rheinland besetzen: Truppen der Wehrmacht beim Einmarsch in Köln am 7. März 1936.

Der Weg in den Krieg

Nachdem Hitler das öffentliche und private Leben "gleichgeschaltet" hatte, begann er, Militär, Wirtschaft und Gesellschaft auf den kommenden Krieg vorzubereiten. Sukzessive Verletzungen des Versailler Vertrags folgten. Spätestens mit der "Zerschlagung der Rest-Tschechei" mussten Frankreich und Großbritannien einsehen, dass ihre Politik der Beschwichtigung gescheitert war. Weiter...

Karten und Grafiken: "Weltkrieg"

Als der Krieg nach Deutschland kam: Der Weg nach Köln

Teil 1 der Dokumentation über das Ende des 2. Weltkriegs

Im Februar 1945 begannen amerikanische Truppen eine Großoffensive, die das Ende des Dritten Reiches bringen sollte. Mit dabei waren zwei Dutzend Kameraleute der US-Armee, die den Untergang Nazideutschlands dokumentierten.

Aus der Mediathek

Siegesparade der Wehrmacht vor Hitler in Warschau am 5. Oktober 1939.

Der Krieg in Europa

Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg, wobei das Kampfgeschehen zunächst fast völlig auf den europäischen Kontinent beschränkt blieb. Als Bündnispartner der Kriegsparteien erschienen im Hintergrund bereits die Großmächte Japan und die Vereinigten Staaten. Der europäische Krieg trug somit von Beginn an den Keim eines Weltkrieges in sich. Weiter...

Befreiung des KZ Wöbbelin in der Nähe von Schwerin am 4. Mai 1945.

Krieg und Holocaust

Der Kern des Nationalsozialismus zeigte sich im Völkermord an den europäischen Juden. Die systematische, von Staats wegen organisierte und seit 1941 fabrikmäßig betriebene Tötung von sechs Millionen Juden war das spezifische NS-Verbrechen, in dem die nationalsozialistische Rassenpolitik ihren schrecklichen Höhepunkt fand. Weiter...

Karten und Grafiken: "Kriegsfolgen"

Jagdflugzeug Messerschmitt Bf 109 (unten) neben einem Sturzkampfflugzeug Junkers Ju 87, Anfang 1941.

Waffen, Militärtechnik und Rüstungspolitik

Trotz des Verbots durch den Versailler Vertrag verlor Deutschland in den 1920er Jahren durch geheime Kooperation mit der Sowjetunion den Anschluss in der Panzer- und Luftrüstung nicht ganz. Die geheime Forschung und Erprobung in diesen Bereichen waren die Voraussetzung dafür, dass Deutschland ab 1935 in offener Aufrüstung seinen internationalen Rückstand ausgleichen konnte. Das galt vor allem für die neue Luftwaffe. Weiter...

Abgekämpft: deutsche Soldaten in einer Kampfpause nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944.

Soldatische Kriegserfahrungen

So unterschiedlich wie die Einsätze und Einsatzorte der Soldaten fallen auch ihre zu Papier gebrachten Erfahrungen aus. Gleichwohl kann man von typischen Erfahrungen oder übergreifenden Phänomen sprechen. Mit Langeweile und Enthemmung lassen sich zwei Extreme beschreiben, zwischen denen sich der militärische Alltag bewegte. Weiter...

Helmuth James Graf von Moltke (1907-1945), führender Kopf des "Kreisauer Kreises", vor dem "Volksgerichtshof" im Januar 1945.

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Das Bild vom Widerstand Deutscher gegen Hitler und sein Regime während des Krieges ist vielfältig. Einige tausend Menschen boten dem Regime mutig die Stirn. In der deutschen Bevölkerung bildeten sie freilich eine verschwindende Minderheit. Weiter...