68er Dossier
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Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblätter

10.6.2008
Kaum ein Phänomen der deutschen Nachkriegsgeschichte ist so umstritten und hat so unterschiedliche Deutungen erfahren wie die Ereignisse der Jahre 1967/68. Die Unterrichtseinheit für die Sek. I beschäftigt sich mit dem historischen Phänomen "1968" und seiner Bewertung.

"1968" - Lehrerinformation für die online - Materialien der Bundeszentrale für politische Bildung



Konzeption der Unterrichtseinheit



Übersicht


Thema "1968"
Zeit 135 Min / 3 Unterrichtsstunden
Adressaten Sekundarstufe I, Klasse 9 oder 10
Inhalte
  • Chronologie der späten 60er Jahre
  • langfristige Folgen der Ereignisse von 1967/68 für die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
  • aktuelle Kontroversen um "1968" und die Folgen
  • Ziele
  • Kenntnis der wichtigsten Ereignisse, die zum Verständnis von "1968" beitragen
  • Einordnung der 68er Protestbewegung im nationalen und internationalen Rahmen
  • Verständnis für die besondere Situation der 68er-Protestbewegung in der DDR
  • Kenntnis und Bewertung der Folgen der 68er-Protestbewegung
  • Fähigkeit an der aktuellen Debatte um "1968" teilzunehmen
  • Methodik Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Unterrichtsgespräch
    Materialien
  • M1: Karikatur "Der Schatten der 68er"
  • M2: Eine Nachkriegs-Biographie in der Bundesrepublik
  • M3: Chronik der Ereignisse
  • M4: "68" in der DDR – das andere "68"
  • M5: Was bleibt?
  • M6: "Flegeljahre verwöhnter Wohlstandskinder" – eine Abrechnung von Tilman Gerwien
  • M7 / M8: Zusatzmaterialien für die Sek. II: "1968" in der deutschen Nachkriegsgeschichte

  • Ansatz



    Der aktuelle Streit um die Einschätzung der 68er – Bewegung und ihrer Folgen für die deutsche Geschichte verlangt eine besondere Berücksichtigung des Themas im Unterricht. Der Schwerpunkt der Unterrichtseinheit liegt auf der Beschäftigung mit dem historischen Phänomen "1968" und seiner Bewertung. Nicht weniger wichtig ist aber angesichts der derzeitigen Kontroversen die Auseinandersetzung mit den Folgen der sog. 68er-Bewegung. Für die SI empfiehlt sich ein biografischer Ansatz.

    Grundlage sind die Biografien zweier Jugendlicher aus den 60er Jahren, die eine aus der alten Bundesrepublik, die andere aus der DDR. Eine ausführliche Chronologie liefert weitere notwendige Informationen.
    Die Beschäftigung mit der Situation Gleichaltriger in den späten 60er Jahren erlaubt heutigen Jugendlichen einen leichteren Zugang zu der zu untersuchenden Phase der deutschen Geschichte. Gleichzeitig veranlasst er sie, über ihre eigene individuelle und gesellschaftliche Situation nachzudenken. Vieles, was heute selbstverständlich ist, ist in der Bundesrepublik seit den späten 60er Jahren erkämpft worden. Die so gewonnenen Freiheitsräume und Beteiligungschancen sucht man auch heute noch in vielen Teilen der Erde vergeblich.

    Was in der Gesellschaft kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers behandelt und aus verschiednen Blickwinkeln betrachtet werden. Es gehört auch selbstverständlich zu einem modernen Geschichtsunterricht, dass die Ambivalenz der Ereignisse, ihrer Ergebnisse und Folgen aufgezeigt werden. Zu den Errungenschaften gehören auch die Schattenseiten!

    Vorschläge zum Unterrichtsverlauf



    1. Einstieg
    • a. Karikatur ( M1: "Der Schatten der 1968er") Beschreibe die wesentlichen Elemente der Karikatur und formuliere eine Überschrift
    • b. Formulierung von Untersuchungsfragen für die Unterrichtseinheit (UE) (z. B.: Was ist in den 60er Jahren in Deutschland geschehen; welche Folgen hatten die 68er-Ereignisse?)
    2. Erarbeitung 1 (Partnerarbeit)
    • a. Erarbeite anhand von Gerhards Biographie (M2), was seine Kindheit, seine Schulzeit und seine Studienzeit geprägt hat.
    • b. Mache dir die Entwicklung Gerhards deutlich
    • c. Vergleiche Gerhards Erfahrungen mit deinen eigenen.
    3. Erarbeitung 2 (Gruppenarbeit)
    • a. Vergleiche die Ereignisse (M3) mit Gerhards Biografie (M2) (Raster!). Wo lassen sich Übereinstimmungen feststellen.
    • b. Untersuche die "Chronik der Ereignisse"(M3) auf weitere Aspekte, die in Gerhards Biografie nicht angesprochen sind.
    • c. Konrad lebt in der DDR (M4). Wie erfährt er die 60er Jahre?
    • d. Vergleiche Konrads Erfahrungen (M4) mit denen Gerhards (M2). Wo kannst du Ähnlichkeiten, wo Veränderungen feststellen?
    4. Erarbeitung 3 (Partnerarbeit)
    • a. In M 5 werden die Veränderungen in Deutschland seit den 60er Jahren in einem Schaubild vorgestellt. Welche Veränderungen werden deutlich?
    • b. Der Autor von M6 übt Kritik an den 68ern. Fasse die Kritikpunkte des Autors zusammen.
    • c. Vergleiche die Aussage der Karikatur (M1) mit dieser Kritik (M6)
    5. Plenum (Abschlussdiskussion: Was ist von "1968" geblieben?)
      Überprüft an euch selbst und an eurem Umfeld, was "1968" für euch und die Gesellschaft, in der ihr lebt, gebracht hat.
      Gerhard Konrad Internationale Ereignisse Ereignisse in Deutschland Forderung
    1965          
    1966          
    1967          
    1968          
    1969          


    Zusatzmaterialien als Impulse für die Schlussdiskussion



    Foto: Oleg Stepanov/bpbRudi-Dutschke-Strasse in Berlin (© Oleg Stepanov/bpb)
    Ende 2004 - zum 25. Todestag Rudi Dutschkes - wurde eine Bürgerinitiative in Berlin zur Umbenennug der Kochstraße zur "Rudi-Dutschke-Straße" angestoßen. Diese Idee löste jedoch eine breite öffentliche Diskussion aus, da diese Straße direkt vor dem Axel-Springer-Verlagshaus und der "Axel-Springer-Straße" mündet. Wie waren wohl die Argumente der Pro- und Contraseite dieser Diskussion?





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    Text: Harald Schneider und Hans Woidt

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