Marshallplan
US-Außenminister George Marshall.

Gemeinsam gegen die "Achsenmächte"

Nur ein vereinigtes, ökonomisch gesundes Europa sei immun gegen jede Art von Totalitarismus – so die Überlegung der Amerikaner. Aber auch wirtschaftspolitische Absichten spielten eine Rolle bei der Entwicklung des Marshallplans. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Von links: Großbritanniens Feldmarschall Bernard Montgomery, US-General Dwight D. Eisenhower, der sowjetische Marschall Georgi Schukow und der französische General Jean de Lattre de Tassigny vor dem sowjetischen Hauptquartier in am 5. Juni 1945 im Vorfeld einer Sitzung des alliierten Kontrollrates. In dieser Sitzung schließen die vier alliierten Mächte einen Pakt, in dem sie die vollständige Niederlage von Nazi-Deutschland bekräftigen und die Macht über alle Aspekte des Lebens in Deutschland übernehmen. Sowohl der Staat als auch die Stadt Berlin werden in vier Besatzungszonen und Sektoren unterteilt, wobei für die nationalen Grenzen diejenigen von 31. Dezember 1937 zugrunde gelegt werden.

Krieg und Kriegsende

Es war eine ungleiche Allianz, die sich im Krieg gegen Deutschland und seine Verbündeten zusammengeschlossen hatte: Die USA, Großbritannien und die Sowjetunion wichen in ihren ideologischen und ordnungspolitischen Vorstellungen teilweise erheblich voneinander ab. Spätestens nach Kriegsende traten diese Differenzen immer offener zu Tage – vor allem bei den Verhandlungen über die Zukunft Deutschlands und Europas. Weiter...

Deutschlandkarte mit den vier Besatzungszonen.

Besatzungspolitische Ausgangspositionen

Auf der Konferenz in Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 war die Aufteilung Deutschlands in drei Besatzungszonen beschlossen worden. Berlin wurde im Zuge einer Sonderregelung in drei Sektoren aufgeteilt. Erst nach dieser Konferenz wurde Frankreich in den Kreis der Besatzungsmächte einbezogen. Aus Teilen der amerikanischen und britischen Zone wurden französische Besatzungsgebiete gebildet. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Sitzung der Kommission des alliierten Kontrollrates im sowjetischen Hauptquartier am 5. Juni 1945: Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, US-Amerikas und der Sowjetunion bei der Unterzeichnung eines Paktes, in dem die vier alliierten Mächte die vollständige Niederlage Nazi-Deutschlands bekräftigen und die Macht über alle Aspekte des Lebens in Deutschland übernehmen. Sowohl das gesamte Land als auch die Stadt Berlin werden in vier Besatzungszonen und Sektoren unterteilt, wobei die nationalen Grenzen unter Rückgriff auf die des 31. Dezembers 1937 zugrunde gelegt werden.

Zusammenarbeit und Gegensätze bis 1947

Im Rahmen der verschiedenen Konferenzen nach Kriegsende in Europa traten die Konfliktlinien und verschiedenen Auffassungen zwischen den ehemaligen Alliierten deutlich zutage. Den Anfang bildete die Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945. Hier wurde der Rahmen für die weitere Zusammenarbeit gesetzt. Weiter...

Razzia auf einem deutschen Schwarzmarkt. Trotz häufiger Razzien verschwanden das Phänomen des Schwarzmarktes erst nach der Währungsreform 1948, als staatliche Reglementierung abgeschafft und dadurch Marktpreisbildung möglich war.

Ausgangsbedingungen Marshallplan

Der Winter 1946/47 war in ganz Europa sehr hart: In den westlichen Besatzungszonen Deutschlands sanken die Lebensmittelrationen auf ein extrem niedriges Niveau, das US-Hilfsprogramm GARIOA konnte nur das Schlimmste verhindern. Gleichzeitig herrschte eine extreme Kälte, die dadurch verschlimmert wurde, dass in ganz Europa zu wenig Heizmittel zur Verfügung standen. Weiter...