Luther-Denkmal in Wittenberg

Stationen der deutschen Reformationsgeschichte

Der sogenannte Thesenanschlag, Bild von Ferdinand Pauwels.

Schlaglicht 1517: der sogenannte Thesenanschlag

Mit dem 31. Oktober 1517 beginnt die Reformationsgeschichte: Martin Luther schlägt seine 95 Thesen mit kritischen Fragen an die Ablasspraxis an die Wittenberger Schlosskirche. Auch wenn diese Szene so wohl nie stattgefunden hat, ihre Symbolkraft wirkt bis heute fort. Weiter...

Kaiser Karl V. mit seiner Ulmer Dogge. Gemälde von Jakob Seisenegger, 1532.

Schlaglicht 1521: Luther und Karl V. in Worms

Flugschriften, der Zuspruch der Studenten, die nach Wittenberg strömen, und die anfängliche Begeisterung der Humanisten für Luthers Sache: sie machen seine Anliegen zum Politikum. Die Kurie ist der Ansicht, dass das Reich einschreiten müsse, und wird auch selbst aktiv. Sie eröffnet in Rom ein Verfahren, im Januar 1521 wird Luther durch eine päpstliche Bulle exkommuniziert. Im März 1521 wird er zum Reichstag nach Worms geladen. Weiter...

Martin Luther als Augustinermönch, Gemälde um 1522/24 von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553).

Schlaglicht 1526: Impuls fürs landesherrliche Kirchenregiment

Schon im Reichsabschied von 1526 zeichnet sich ab, was sich als Grundprinzip der deutschen Reformation im Religionsfrieden von 1555 durchsetzen wird: Die Landesherren entscheiden über den Glauben auch ihrer Untertanen. Weiter...

Einer der "Protestanten" von 1529: Johann der Beständige, Kurfürst von Sachsen (1525-32); Porträt mit Lobgedicht.

Schlaglicht 1529: die "Protestation"

Protestiert wurde an Reichstagen häufig und gegen alles Mögliche. Die Reichstagsarbeit stand in einem Spannungsverhältnis zwischen dem Majoritätsprinzip und der Auffassung, Angelegenheiten, die alle Reichsstände beträfen, seien tunlichst auch von allen zu billigen. Die "protestacion" vom 20. April 1529 war dennoch etwas ganz besonderes. Weiter...

Die Confessio Augustana von 1530, von den protestantischen Reichsständen auf dem Augsburger Reichstag 1530 vorgelegt.

Schlaglicht 1530: die "Confessio Augustana"

Mit der "Confessio Augustana" (wegen des Reichstagsorts Augsburg so genannt) überreichten die Lutheraner dem Kaiser ein Papier, das ihre Bekenntnisgrundlage darlegte. Schon ein Jahr später gründeten die Anhänger Luthers den Schmalkaldischen Bund. Weiter...

Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen unterwirft sich Karl V. nach  der Schlacht bei Mühlberg, 24. April 1547.

Schlaglicht 1546: der erste deutsche Konfessionskrieg

Im Sommer 1546 schlug Karl V. mit Waffengewalt gegen die Schmalkaldener los. Dem militärischen Sieg folgte der "Geharnischte Reichstag" von 1547/48. Karl versuchte dort, seinen militärischen Triumph in Politik umzusetzen. Weiter...

Der Augsburger Religionsfrieden, Flugblatt zum 100jährigen Jubiläum 1655.

Schlaglicht 1555: der Erste Religionsfrieden

Auf den Fürstenkrieg folgte der vor allem im Fränkischen zerstörerische und sehr blutige Markgrafenkrieg. Der Leidensdruck wuchs und wuchs, viele Reichstagsteilnehmer von 1555 bangten um "land und leut", fast alle um die Fortexistenz des Reichsverbands. Und Karl V. zog sich sukzessive aus der Politik zurück. All das waren die Voraussetzungen für den Ersten Religionsfrieden. Weiter...

 

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