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"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig.

Verfolgung und Widerstand

Es war der größte Zivilisationsbruch in der Geschichte: Das nationalsozialistische Regime tötete Millionen europäischer Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und andere Bevölkerungsgruppen. Mit den Konzentrationslagern wurde der Massenmord industrialisiert. Aber es gab auch Widerstand gegen die Verbrechen der Nazis. Er reichte vom bloßen Versuch, im KZ ein Stück der eigenen Kultur zu erhalten, bis zu gewaltsamen Anschlägen gegen die Führung.

Nicht genau datiertes Schwarz-Weiß-Foto: Männliche jüdische russische und polnische Gefangene, die an schwerwiegenden Erkrankungen leiden, sitzen auf einer Bank in einer Kranken-Baracke im Konzentrationslager Buchenwald im April 1945.

www.deutschegeschichten.de

Shoa und Antisemitismus

Die kalt geplante und industriell betriebene Ermordung der europäischen Juden ist der größte Zivilisationsbruch der Geschichte. Der Antisemitismus weist auf eine lange Tradition in Deutschland und Europa zurück. Christliche Feindbilder prägten tiefe kollektive Vorurteile – einige halten sich bis heute. Weiter...

Der Literaturkritiker und Überlebende des Holocaust, Marcel Reich-Ranicki, am 27.01.2012 im Bundestag in Berlin. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hält Reich-Ranicki die Gedenkrede vor dem Bundestag.

Marcel Reich-Ranicki

Ein Tag in meinem Leben

Am 27. Januar 2012 hielt Marcel Reich-Ranicki eine Rede zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Doch nicht als Historiker sprach er, sondern als ein Zeitzeuge: als Überlebender des Warschauer Gettos. Weiter...

Sophie Scholl, Mitglied der Münchner Widerstandsgruppe "Weiße Rose", auf einem nicht genau datierten Foto. 1943 wurde die Oppositionskämpferin vom Volksgerichtshof zu Tode verurteilt und hingerichtet.

Wolfgang Benz

Jugend- und Studentenopposition

Jugendlicher Widerstand kam vor allem aus kirchlichen oder politischen Gruppen. Die katholischen oder kommunistischen Jugendverbände wehrten sich gegen ihre Zwangsauflösung in der Hitlerjugend. Nicht so in der Studentenschaft: Widerstandsgruppen wie die "Weiße Rose" in München waren hier die Ausnahme. Weiter...

Nicht genau datiertes Schwarz-Weiß-Foto: Eine Gruppe religiöser Juden wird im April / Mai 1943 von SS-Angehörigen (nicht im Bild) im Warschauer Ghetto gefangen genommen. Nach dem Aufstand im Warschauer Ghetto wurde dieses durch deutsche Truppen Mitte Mai 1943 endgültig zerstört.

Wolfgang Benz

Selbstbehauptung und Gegenwehr von Verfolgten

Trotz der Todesgefahr oder Todesgewissheit leisteten selbst KZ-Häftlinge Widerstand: Sie wahrten die eigenen religiösen Feiertage, verbargen andere Häftlinge oder versuchten Nachrichten aus den Lagern zu schmuggeln. 1943 kam es im Warschauer Ghetto sogar zu einem bewaffneten Aufstand. Weiter...

Greta Kuckoff (rechts im Bild als Zuschauerin beim Globke-Prozess in der DDR 1963) war während des Nationalsozialismus Mitglied der Widerstandgruppe "Rote Kapelle". Als Gefangene im Zuchthaus Waldheim konnte sie von der Roten Armee befreit werden. 1945 trat sie in die KPD, lebte in der DDR und war Vizepräsidentin des Friedensrates der DDR.

Wolfgang Benz

Verweigerung im Alltag und Widerstand im Krieg

Seit 1934 erlaubte das "Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Partei und Staat und zum Schutz der Parteiuniformen" der NS-Justiz jegliche Systemkritik mit harten Strafen zu ahnden. Dennoch regte sich sowohl ziviler als auch militärischer Widerstand, wovon alleine 35000 Verurteilungen wegen Fahnenflucht während des Krieges zeugen. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Mitglieder der Hitlerjugend (HJ) verbrennen in Salzburg am 30. April 1938 Bücher, die als jüdisch oder marxistisch verurteilt worden sind. Die größten nationalsozialistischen Bücherverbrennungen im Reich geschahen bereits 1933 und wurden maßgeblich von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) organisiert.

J.W. Aust / Thomas Aust

Literatur und Presse

Vertreibung, Exil und Ausbürgerung: Zu keiner anderen Zeit in der deutschen Geschichte war die Literatur in einem solchen Maße politischen Repressionen ausgesetzt wie zwischen 1933 und 1945. Weiter...

Kränze für die Opfer der Hitlerdiktatur an der Gedenkstätte Plötzensee: Zwischen 1933 und 1945 wurden im Gefängnis Plötzensee 2891 Todesstrafen vollstreckt, so auch die der Beteiligten am Umsturzversuch 20. Juli 1944.

Wolfgang Benz

Der militärische Widerstand

Das missglückte Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 ist heute der wohl bekannteste Widerstand gegen den Nationalsozialismus aus dem Militär. Mit einer Bombe hofften Claus Graf Stauffenberg und andere den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Der Umsturzversuch endete noch in derselben Nacht mit ihrer Hinrichtung. Weiter...

Die Gedenkstätte "Stille Helden" in Berlin. In den Vitrinen werden Menschen gezeigt, die Juden während der Verfolgung im Nationalsozialismus geholfen haben.

Beate Kosmala

Stille Helden

Auch während der Zeit des Nationalsozialismus gab es Handlungsalternativen. Sie waren zwar riskant, verlangten aber nicht von vornherein todesbereiten Widerstand. Welche Möglichkeiten hatten Helfer und Verfolgte der NS-Dikatur? Weiter...

Im März 1933 rufen Angehörige der SA vor der Woolworth-Filiale in Berlin zum Boykott des irrtümlich für jüdisch gehaltenen Geschäftes auf.

Rüdiger Fleiter

Kommunen und NS-Verfolgungspolitik

Lange Zeit wurde die Rolle der Kommunen bei der Verfolgungspolitik unterschätzt. Dabei führten die Rathäuser nicht nur Weisungen aus, sondern gingen immer wieder über zentrale Vorgaben hinaus. Weiter...

Undatiertes Schwarz-Weiß-Foto: Profil-Bild von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 versuchte, ein Sprengstoff-Attentat auf Adolf Hitler zu verüben. Das Attentat schlug fehl und von Stauffenberg wurde zusammen mit anderen Widerstandskämpfern hingerichtet.

Gerd R. Ueberschär

Auf dem Weg zum 20. Juli 1944

Bereits 1938, nachdem die Forderung Hitlers nach dem Sudetenland zur außenpolitischen Krise geführt hatte, gab es erste konkrete Umsturzpläne der militärischen Opposition. Doch erst die Schrecken des Krieges, die Verbrechen in Polen und der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, beeinflussten die Militärs in ihrer Entscheidung maßgeblich. Weiter...

Der deutsche Autor und Bruder des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann, Heinrich Mann (links), kommt mit seiner Ehefrau Nelly in Hoboken, New Jersey, am 13. Oktober 1940 an. Sie sind mit 15 weiteren ausländischen Autoren von Lissabon aus mit dem griechischen Schiff Nea Hellas in die USA emigriert.

J.W. Aust / Thomas Aust

Literatur im Nationalsozialismus: Überblick Werke und Autoren

Viele der nichtfaschistischen, in Deutschland verbliebenen Schriftsteller waren nicht bereit, sich auf die verordnete literarische Linie des Regimes festlegen zu lassen. Ihnen blieb nur der Weg in die "Innere Migration". Weiter...