"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig.

Deutsche Teilung im Kalten Krieg

Die Zukunft Deutschlands war in den ersten Nachkriegsjahren noch ungewiss. Die langwierigen Verhandlungen der Besatzungsmächte zeigten immer deutlicher den beginnenden Kalten Krieg zwischen den Supermächten USA und UdSSR. In der ehemaligen Hauptstadt Berlin spiegelte sich der Konflikt im Kleinen und spitzte sich zu. Ihre Teilung nach der sowjetischen Blockade 1948 war ein Vorbote der Gründung zweier deutscher Staaten.

Schwarz-Weiß-Foto: Sitzung der Kommission des alliierten Kontrollrates im sowjetischen Hauptquartier am 5. Juni 1945: Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, US-Amerikas und der Sowjetunion bei der Unterzeichnung eines Paktes, in dem die vier alliierten Mächte die vollständige Niederlage Nazi-Deutschlands bekräftigen und die Macht über alle Aspekte des Lebens in Deutschland übernehmen. Sowohl das gesamte Land als auch die Stadt Berlin werden in vier Besatzungszonen und Sektoren unterteilt, wobei die nationalen Grenzen unter Rückgriff auf die des 31. Dezembers 1937 zugrunde gelegt werden.

Manfred Görtemaker

Der Beginn der Bipolarität

Mit dem Ende der Naziherrschaft und der Besetzung und Aufteilung Deutschlands durch die Alliierten Streitkräfte verband sich zugleich das Entstehen einer bipolaren Welt. Die brüchige Allianz sich gegenüberstehender Ideologien hatte nur solange Bestand, wie es galt, einen gemeinsamen Feind zu bezwingen. Weiter...

Nach Abschluss der Konferenz von Jalta im Februar 1945 lassen sich die alliierten Staatschefs Winston Churchill (Großbritannien), Franklin D. Roosevelt (USA) und Josef Stalin (UdSSR) fotografieren.

Wilfried Loth

Die Deutschlandplanung der Sieger

Noch während des Krieges führten die Alliierten die Diskussion über die Zukunft Deutschlands. Trotz erster Teilungspläne kamen sie schließlich darin überein, Deutschland als Einheit weiter existieren zu lassen. Doch die Übereinkunft war mehr als instabil, da sie vielen grundsätzlichen Problemen nicht Rechnung trug. Weiter...

James F. Byrnes war amerikanischer Außenminister von 1945-1947 unter Präsident Harry S. Truman.

Wolfgang Benz

Ost-West-Konflikt und deutsche Teilung

Bereits am 6. September 1946 verkündete der amerikanische Außenminister Byrnes, man wolle dem deutschen Volk die Regierung wiedergeben und es wieder in die Reihe freien Völker aufnehmen. Dieses Versprechen hatte durchaus richtungsweisenden Charakter: Durch die Schaffung der Bizone und wirtschaftliche Unterstützung in Form des Marshall-Plans war die Spaltung Deutschlands vorprogammiert. Weiter...

West-Berliner auf der rechten Seite sehen ostdeutsche Bauarbeiter eine Mauer in West-Berlin im August 1961 errichten. Die Berliner Mauer, gebaut mit Stacheldraht und Beton, war ein Symbol des Kalten Krieges, die Ost-und Westberlin trennte und verhinderte, dass Menschen den Osten von Deutschland verlassen konnten. Sie stand 28 Jahre lang als eine Trennungmauer zwischen den Sowjets und den Alliierten. Die Mauer wurde nach dem Zusammenbruch des Kommunismus im Jahr 1989 abgerissen.

Manfred Görtemaker

Ursachen und Entstehung des Kalten Krieges

Die Spannungen zwischen den USA und der UdSSR nahmen nach Kriegsende kontinuierlich zu. Der Streit um die Zukunft Deutschlands und Reibungen auf globaler Ebene waren hierfür ausschlaggebend. Sowohl auf amerikanischer, als auch auf sowjetischer Seite wurde die ideologische und politische Spaltung mehr und mehr wahrgenommen – und forciert. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto (undatiert!): Mehrere Berliner Kinder sitzen 1948 auf dem Zaun des Berliner Flughafens Tempelhof, während ein so genannter 'Rosinenbomber' der US-Luftstreitkräfte über ihnen zur Landung ansetzt.

Wolfgang Benz

Berlin - auf dem Weg zur geteilten Stadt

Die anhaltenden Differenzen zwischen den Westmächten und der UdSSR entluden sich 1948 in der sowjetischen Blockade der Land- und Wasserwege nach Berlin. Lediglich drei Luftkorridore sicherten die Versorgung des Westteils der Millionenstadt. Als die Blockade 1949 aufgehoben wurde, war das Schicksal Berlins als geteilte Stadt besiegelt. Weiter...

Erste Tagung des parlamentarischen Rates in Bonn. Am Nachmittag des 1. September 1948 hielt der parlamentarische Rat in Bonn seine erste Sitzung ab. Neben den 65 stimmberechtigten Mitgliedern aus westdeutschen Ländern nahmen Vertreter Berlins mit beratender Stimme an der Sitzung teil.

Wolfgang Benz

Zwei Staatsgründungen auf deutschem Boden

Spätestens 1947 war klar, dass die Besatzungsmächte sich über die "Deutschlandfrage" nicht einigen würden. Amerikaner und Briten trieben daher die Gründung eines eigenständigen Staates in den drei westlichen Besatzungszonen voran. 1949 entstanden dann beiderseits der Grenze der Sowjetischen Besatzungszone zwei neue Staaten auf deutschem Boden. Weiter...