NS-Zwangsarbeit. Lernen mit Interviews - Dossierbild

11.5.2016

Reinhard Florian. Verfolgung und Sklavenarbeit eines deutschen Sinto

"Es fängt alles klein an und groß hört es auf." (© 2016 Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945")

Reinhard Florian mit 25 Jahren, 1948, Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945"Reinhard Florian mit 25 Jahren, aufgenommen 1948 (© Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945")

1923: Geburt in Matheninken bei Insterburg
(Ostpreußen, heute Ugrjumowo, Oblast Kaliningrad, Russland), Schulbesuch

1937: Zwangsverpflichtung als Melker auf einem Rittergut

1941: Inhaftierung in Insterburg
(Ostpreußen, heute Tschernjachowsk, Oblast Kaliningrad, Russland) Monatelanger Transport durch zahlreiche weitere Gefängnisse in Deutschland

1941: Einlieferung ins KZ Mauthausen
Sklavenarbeit im Steinbruch

1942: Zwangsarbeit im KZ Auschwitz
Gefangenschaft im KZ Auschwitz und seinen Nebenlagern Monowitz, Rydultau (Charlottengrube) und Blechhammer
Sklavenarbeit unter anderem im Bergbau

Januar 1945: Transport ins KZ-Außenlager Melk
Wegen Herannahen der Roten Armee Transport über Mauthausen ins KZ Melk (Außenlager von Mauthausen)

Reinhard Florian mit 82 Jahren am Tag des Interviews, 23. April 2005, Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945"Reinhard Florian mit 82 Jahren am Tag des Interviews, 23. April 2005 (© Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945")
Mai 1945: Befreiung im KZ Ebensee
(Außenlager von Mauthausen)

Nach 1945: Leben in Bayreuth
Lebt als Staatenloser in Bayreuth.
Infolge der KZ-Haft lange arbeitsunfähig

Bis 2014: Aktiv für die Erinnerung
Erst nach 1990 Wiedererlangung der deutschen Staatsangehörigkeit
Ehrengast bei der Eröffnung des Mahnmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin am 24. Oktober 2012

17. März 2014: Reinhard Florian stirbt im Alter von 91 Jahren











Weiterführender Link:
Reinhard Florian. Verfolgung und Sklavenarbeit eines deutschen Sinto
Biografischer Kurzfilm in der Online-Anwendung "Lernen mit Interviews" (Registrierung notwendig)

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In der neuen Online-Lernumgebung "Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939 – 1945" berichten sieben Überlebende in Videointerviews von ihrer Zeit als Zwangsarbeiter in der NS-Zeit. Das Bildungsangebot für Lernende ab 14 Jahren wird durch Hintergrundfilme, Zusatzmaterialien und interaktive Aufgaben ergänzt. Wie bewährt die Plattform sich im Unterricht?

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[2 Kommentare Letzter Kommentar vom 09.02.2017 12:37]

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