Der Berliner Reichstag

22.1. BRD: Sozialliberale Regierung, Parteien und Wahlen

15. Dezember 1972

Willy Brandt, am Vortag erneut zum Bundeskanzler gewählt (269 gegen 223 Stimmen), stellt sein zweites Kabinett vor: Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) Stellvertreter und Auswärtiges Walter Scheel (FDP) Inneres Hans-Dietrich Genscher (FDP) Justiz Gerhard Jahn (SPD) Finanzen Helmut Schmidt (SPD) Wirtschaft Hans Friderichs (FDP) Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Josef Ertl (FDP) Arbeit und Sozialordnung Walter Arendt (SPD) Verteidigung Georg Leber (SPD) Jugend, Familie und Gesundheit Katharina Focke (SPD) Verkehr Lauritz Lauritzen (SPD) Raumordnung, Bauwesen und Städtebau Hans-Jochen Vogel (SPD) Innerdeutsche Beziehungen Egon Franke (SPD) Forschung und Technologie, Post- und Fernmeldewesen Horst Ehmke (SPD) Bildung und Wissenschaft Klaus von Dohnanyi (SPD) Wirtschaftliche Zusammenarbeit Erhard Eppler (SPD) Besondere Aufgaben beim Bundeskanzler Egon Bahr (SPD) Besondere Aufgaben beim Stellvertreter des Bundeskanzlers Werner Maihofer (FDP) In seiner Regierungserklärung vom 18. 1. 1973 bekennt sich Brandt erneut zu »Kontinuität und Erneuerung« in der Politik, zur aktiven Friedenssicherung und zu gesellschaftlichen Reformen. Außenpolitisch stehe an erster Stelle das Ziel einer europäischen Union. Die Sicherheit verbürge die NATO, die zugleich Rückhalt der Ost- und Entspannungspolitik sei. Innenpolitisch hätten Bildung und Wissenschaft Vorrang bei den angestrebten Reformen.

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