Der Berliner Reichstag

35.1. DDR: »Wir sind ein Volk«: Die Entscheidung für

20./21. Jan. 1990

Der Vorstand der SED-PDS entscheidet mehrheitlich, die von Krisen geschüttelte Partei nicht aufzulösen, sondern als radikal reformierte »Partei des Demokratischen Sozialismus« (PDS) fortzuführen. Sie verzichtet daher auf ihren alten Namen, aber auch auf das bisherige Parteiabzeichen: zwei ineinandergreifende Hände als Symbol der Vereinigung von SPD und KPD. (21./22. 4. 1946) Die Partei schließt zugleich ehemals führende SED-Funktionäre wie Egon Krenz, Kurt Hager, Joachim Herrmann, Heinz Keßler, Erich Mückenberger, Günter Schabowski, Gerhard Schürer u. a. als Mitglieder aus. Doch erklären auch einflussreiche »Reformer« des Bezirks Dresden ihren Parteiaustritt, z. B. der stellvertretende Parteivorsitzende Wolfgang Berghofer. Mittlerweile hatte die ehemalige Staatspartei etwa die Hälfte ihrer Mitglieder (vor der Wende: 2 324 995 Mitglieder und Kandidaten) verloren. Die Änderung des Parteinamens (PDS) beschließt der Vorstand endgültig am 4. 2. 1990. »Unsere Partei ist nicht mehr die SED.« Um den »Bruch mit der Vergangenheit« zu dokumentieren, werden neue Mitgliedskarten ausgegeben.

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