Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der SED war nicht erst in der Ära Honecker, als sie zu einer "Einheit" und damit zum Leitthema der ostdeutschen Gesellschaftspolitik erklärt wurde, ein wichtiger Pfeiler bei der Gestaltung der Gesellschaft in der DDR. Sie eignet sich besonders gut dazu, die innere Verfasstheit der DDR zu erhellen. Wirtschaftliche und soziale Fragen spielten zudem eine wichtige Rolle für die innerdeutschen Verflechtungen und bargen eine Vielzahl wechselseitiger Bezüge der beiden deutschen Staaten während der Zeit der Teilung.

Plakat des FDGB wirbt für Fachschulungen für Angestellte, Dezember 1948.

Renate Hürtgen

Die Akteure der Herrschaft im Industriebetrieb der DDR

Nicht "die Partei" hat in der DDR die Herrschaft ausgeübt, es waren Menschen. Nicht "die Leitung" hat die Leistungssteigerung organisiert und die Normen festgelegt, es waren die leitenden Angestellten in den Industriebetrieben in der DDR, die eine Planerfüllung durchsetzten.

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Plakat des VEB Filmfabrik AGFA Wolfen zur Leipziger Messe, 1958.

Peter E. Fäßler

Zwischen "Störfreimachung" und Rückkehr zum Tagesgeschäft

Eigentlich war nach dem Mauerbau mit negativen Auswirkungen für den deutsch-deutschen Handel zu rechnen. Aber abgesehen von kurzfristigen Irritationen kehrte man rasch zum Tagesgeschäft zurück.

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"Alltag in einer Berliner Sparkasse. Während Arbeiter und Rentner im Westen fragen: 'Was ist unser Lohn heute noch wert?', bangt in der DDR kein Bürger um sein Geld. Hier ein Blick in die Sparkasse 189, die modernste Berlins. Das Foto zeigt einen ruhigen, alltäglichen Geschäftsbetrieb. Im Vordergrund bedient Helene Koch, Bankkaufmann." (Originaltext ADN-Zentralbild).

Steffen Otte

Zwischen Versorgungsprinzip und Selbstvorsorge

Das Jahr 1968 brachte der DDR neben einer neuen Verfassung auch eine Reihe sozialpolitischer Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenslage der Bevölkerung. Den Rentnern sollte eine nachhaltige Reform des Rentensystems zu Gute kommen. Doch konnte diese Reform den allseitigen Erwartungen genügen?

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Konsum-Filiale auf dem Dorf, 1978.

Andreas Malycha

Der "Konsumsozialismus" der Honecker-Ära und der Eklat um die Erhöhung der Verbraucherpreise im Herbst 1979

Die Stabilität der Verbraucherpreise galt in der Wirtschaftspolitik Honeckers als unumstößlicher Grundsatz. Dennoch versuchten Wirtschaftsfunktionäre im Sommer 1979 mit zähneknirschender Duldung Honeckers, die Verbraucherpreise drastisch zu erhöhen. Welche Gründe veranlassten Honecker, diesem Experiment zuzustimmen und es in letzter Minute doch noch abzubrechen?

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Ungarischer Monteur im VEB Kieswerke Nordhausen, Januar 1977.

Hans-Jürgern Rother

Strickmaschinen und Vertragsarbeiter

Die Beschäftigung ungarischer Vertragsarbeiter in der DDR brachte unerwartete Nebeneffekte mit sich: Die Ungarn "exportierten" wichtige Handarbeitsmaschinen, die darauf hergestellten Textilien "reimportierten" ostdeutsche Touristen und unterliefen damit die Konsumpolitik der SED.

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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Der Tag in der Geschichte

  • 17. September 1961
    Wahlen zum 4. Bundestag: Die CDU/ CSU verliert ihre absolute Mehrheit, die SPD überschreitet mit ihrem Kanzlerkandidaten Willy Brandt die 35-Prozent-Marke, die Gesamtdeutsche Partei (GDP) erleidet eine schwere Niederlage. Wahlgewinner ist die FDP, die mit... Weiter
  • 17. September 1982
    Ende der sozialliberalen Koalition: Bundeskanzler Schmidt kündigt vor dem Bundestag das Regierungsbündnis auf, das sich in einer Dauerkrise befindet. Die vier FDP-Minister Genscher, Lambsdorff, Baum und Ertl treten zurück. Schmidt bildet als... Weiter