Beleuchteter Reichstag

Literaturjournal

23 Jahre nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes und 22 Jahre nach dem Ende der DDR zeigt sich Deutschland als Land reger Diskussionen. Deren Gegenstand sind nicht nur die Folgen der Wiedervereinigung und die Frage nach der "inneren Einheit", sondern auch verschiedenste Themen der gemeinsamen Geschichte des einst geteilten Landes. Neben spezifischen Aspekten der SED-Herrschaft und ihrer Durchsetzung geraten dabei zunehmend Fragen der innerdeutschen Beziehungen in den Blick. Auf einige dieser Themen wird der Blick erst jetzt frei, durch die Freigabe von Akten, die bislang unter Verschluss gehalten wurden.

Wiemers, Früher Widerstand

Elke Kimmel

Der schmale Grat zwischen Erlaubtem und Sanktioniertem

Von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis Mitte der 1950er-Jahre geriet in der SBZ eine erschreckend hohe Zahl von Menschen jeden Alters in die Fänge der sowjetischen Geheimdienste. Die meisten Opfer waren schon deshalb schuldlos, weil sie schlicht viel zu jung waren, um als "Täter" ernsthaft in Frage zu kommen.

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Rehlinger, Freikauf

Detlef Kühn

"Humanitäre Bemühungen",
"zentrale Maßnahmen"

In Bonn sprach man von "humanitären Bemühungen", in Ost-Berlin von "zentralen Maßnahmen". Gemeint war der "Freikauf" von politischen Häftlingen aus der DDR durch die Bundesregierung. Das Thema findet bis heute ein großes öffentliches Interesse.

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Kollmorgen u.a., Diskurse

Klaus Christoph

Deutsche Einheit ohne Ende?

Die gemeinsame Geschichte im geteilten Deutschland, der Umgang damit wie auch ihre Vermittlung sind ebenso Gegenstand erbitterter Debatten wie die deutsche Wiedervereinigung und ihre Folgen, vor allem die angebliche "Subalternisierung" der Ostdeutschen.

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Plener, Treuhand

Jörg Roesler

"Mythos und schwelende Wunde":
die Treuhandanstalt

Als "Skandal", als "Poker" ist die Arbeit der Treuhandanstalt bezeichnet worden, die vor 22 Jahren vor die Aufgabe gestellt wurde, die Volks(eigene)Wirtschaft der DDR zu privatisieren. Auch wenn die Treuhandanstalt vier Jahre später von der Bildfläche verschwand, hält das Interesse an ihrem Geschäft an.

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Früher war alles besser, Tagung Radebeul 2012
Deutschland Archiv Online 6/2012

Politische Bildung

Demokratie lebt von Teilhabe. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben setzt allerdings Kompetenzen voraus, die unter anderem durch die politische Bildung vermittelt werden. Dabei geht es nicht allein um Wissensvermittlung, sondern zunächst vor allem um die Befähigung, Diskurse und Deutungsangebote wahrnehmen und verfolgen zu können.

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© Olzog Verlag, München.
Deutschland Archiv Online 10/2011

Öffentlicher Umgang mit Geschichte

(Zeit-)Geschichte ist zu einem Tourismusfaktor geworden, Museen erfreuen sich seit Jahren wachsenden Zulaufs, verschiedene Ausstellungen haben in der jüngsten Vergangenheit eine große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren.

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Die Überreste der Berliner Mauer stehen im Spannungsfeld doppelten Gedenkens, das nur mittelbar aufeinander bezogen zu sein scheint: Sie stehen als Symbol der deutschen Teilung und der Unterdrückung durch die SED-Diktatur einerseits und als Zeichen deren friedlicher Überwindung andererseits.

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In der Biografie Erwin Jöris' (der am 5. Oktober 100 Jahre alt wird) spiegelt sich das Kollektivschicksal tausender deutscher Kommunisten, die sich aktiv in die politischen Kämpfe und sozialen Auseinandersetzungen ihrer Zeit einbrachten. Die Konsequenz hieß für sie allzu häufig Verfolgung, nach 1933 in Deutschland sowieso, aber auch in der Sowjetunion.

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Zeithistorische Orientierungssuche für die Zeit "nach den Katastrophen" des 20. Jahrhunderts, East Side Gallery.
Angela Siebold, Markus Böick

Die Jüngste als Sorgenkind?

Die deutsche Zeitgeschichtsforschung sollte sich ihren Blick auf die jüngste Vergangenheit nicht durch Zäsuren, Ereignisse oder Narrative verstellen lassen. Als multiperspektivische Varianz- und Kontextgeschichte langer Übergänge in Ost und West könnte sie einen Weg finden, zeitgenössische Phänomene zu historisieren.

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Geschichte

Geschönte Vergangenheit

Inhaftierung in Lagern, Deportation und Erschießungen: Die Geschichte der UdSSR war vor allem unter Stalin von Repressionen geprägt. Die Aufarbeitung findet nur in den Nischen der Gesellschaft statt, eine staatliche Vergangenheitsbewältigung gibt es nicht.

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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Der Tag in der Geschichte

  • 23. Juli 1945
    Die SMAD befiehlt, alle privaten Banken und Versicherungen zu schließen. Sie werden damit faktisch »sozialisiert«. Weiter
  • 23. Juli 1952
    Das Demokratisierungsgesetz wandelt die bisher dezentralisierte DDR in einen zentralistischen Einheitsstaat um. Nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus und nach administrativ-ökonomischen Planungen treten an die Stelle der fünf Länder (Brandenburg,... Weiter
  • 23. Juli 1953
    Der Ministerrat beschließt, das Ministerium für Staatssicherheit aufzulösen, da es den Volksaufstand vom 17. Juni nicht vorausgesehen hatte, und als Staatssekretariat in das Innenministerium einzugliedern. Der bisherige Minister für Staatssicherheit Wilhelm... Weiter
  • 23. Juli 1996
    Das Altersteilzeitgesetz fördert den gleitenden übergang älterer Arbeitnehmer in den Ruhestand nach dem vollendeten 55. Lebensjahr. Dadurch soll die Frühverrentung eingeschränkt werden. Weiter
  • 23. Juli 1996
    Das Gesetz zur Reform des Sozialhilferechts verbessert die Arbeitsanreize für schwer vermittelbare Sozialhilfeempfänger. Wenn sie zumutbare Arbeit verweigern, wird der Sozialhilferegelsatz gekürzt, Arbeitsaufnahme dagegen wird durch Zuschüsse gefördert, auch... Weiter